Romane Kinderbücher Jugendbücher Sachbücher
Ein Gentleman in Moskau Ein Gentleman in Moskau 1922 - ehemaliger Aristokrat ist zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Verlag Ullstein Taschenbuch
Roman

Amor Towles: Ein Gentleman in Moskau

"Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles, erschienen am 09.11.2018 im Verlag Ullstein Taschenbuch, aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel, ist ein faszinierender Roman, der 1922 beginnt. Graf Alexander Iljitsch Rostow wird von einem bolschewistischen Gericht zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Der ehemalige Aristokrat, der einst in einer prächtigen Suite residierte, muss nun in ein kleines Zimmer im Dachgeschoss umziehen. Trotz dieser drastischen ...
Doktor Garin Doktor Garin Erscheinungstermin: 08.02.2024 592 Seiten ISBN: 978-3-462-00286-7 Autor: Vladimir Sorokin Übersetzt von: Dorothea Trottenberg Kiepenheuer& Witsch
Roman

Doktor Garin

„Doktor Garin“ ein Roman geschrieben von Wladimir Sorokin einem der bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftsteller, dessen Werke häufig für ihre innovativen Narrative und tiefgreifenden gesellschaftlichen Kommentare gelobt werden. Sorokins Werke sind jedoch auch in seinem Heimatland Russland kontrovers, insbesondere aufgrund ihrer kritischen Perspektiven auf die russische Gesellschaft und Politik. Dies hat zu verschiedenen Reaktionen geführt, einschließlich des Verbots seiner Bücher in ...
In seinem Roman "Doppelleben" schreibt der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer über die berühmten Brüder Edmond und Jules Goncourt, die alles sahen, nur nicht die Liebe, die in den Tod führte. In seinem Roman "Doppelleben" schreibt der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer über die berühmten Brüder Edmond und Jules Goncourt, die alles sahen, nur nicht die Liebe, die in den Tod führte. Bild: Galiani Berlin
Roman

Was dem Künstlerblick entgeht

Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer zeigt in seinem Roman "Doppelleben", dass künstlerische Obsession häufig mit radikaler Ignoranz einhergeht. Er schreibt über die berühmten Brüder Goncourt, deren Tagebuchaufzeichnungen präzise, unerbittliche Beobachtungen der Pariser Gesellschaft bieten und nach denen heute der prestigereichste Literaturpreis Frankreichs benannt ist. Und er schreibt über Rose, dem Dienstmädchen im Hause Goncourt, deren physischer und psychischer Zerfall den Brüder ...
Bettina Scheiflinger wagt sich in ihrem Debütroman "Erbgut" an das große tierschürfende Thema "Familie". Vieles gelingt ihr. Bettina Scheiflinger wagt sich in ihrem Debütroman "Erbgut" an das große tierschürfende Thema "Familie". Vieles gelingt ihr. Bild: Kremayr & Scheriau
Roman

Die Vergangenheit. Eine Krankheit, die du durch mich bekamst

Mit ihrem Debütroman "Erbgut" wirft die Autorin Bettina Scheiflinger unter anderem die Fragen auf, wie tief die Erlebnisse und Erfahrungen vergangener Generationen in unsere unmittelbare Gegenwart hineinragen, und welche Gestalt sie im Hier und Jetzt annehmen können. Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die das Ich derjenigen, die sie zu erzählen hat, an den Rand drängt und beinahe verschwinden lässt.
Christian Baron schließt mit seinem Roman "Schön ist die Nacht" an sein autobiografisches Buch "Ein Mann seiner Klasse" an. Wo er im letzten Erinnerungen aufbereitete, ist nun zur Fiktionalisierung gezwungen. Gelingt ihm das? Christian Baron schließt mit seinem Roman "Schön ist die Nacht" an sein autobiografisches Buch "Ein Mann seiner Klasse" an. Wo er im letzten Erinnerungen aufbereitete, ist nun zur Fiktionalisierung gezwungen. Gelingt ihm das? Bild: Claassen Verlag
Roman

Glanz und Staub der Freunde und Kupferstecher

In seinem Roman "Schön ist die Nacht" nimmt Christian Baron das prekäre Leben jener Schicht in den Blick, die in der Bundesrepublik der 70er Jahre zwischen Plackerei und Arbeitslosigkeit, zwischen hoffnungsvollen Aufschwüngen und tiefgreifenden Enttäuschung, zwischen heute und morgen meist nichts als Dreck und Schnaps zu sehen und schmecken bekam. Es ist Barons erster Roman. Wo er in dem Vorgänger-Buch "Ein Mann seiner Klasse" - an welches "Schön ist die Nacht" in gewisser Weise anschließt - ...
Andreas Stichmanns Roman "Eine Liebe in Pjöngjang" steht in diesem Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Andreas Stichmanns Roman "Eine Liebe in Pjöngjang" steht in diesem Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Bild: Rowohlt
Roman

Andreas Stichmann: "Eine Liebe in Pjöngjang"

In seinem für den Deutschen Buchpreis 2022 nominierten Roman "Eine Liebe in Pjöngjang" erzählt Andreas Stichmann von einer ungewöhnlichen Begegnung in Nordkorea, auf deren Grundlage sich kulturelles Interesse, verstaubte Germanistik und irrationales Verliebtsein auf wunderbare Weise verschränken. Eine Liebesgeschichte, die zunächst unmöglich und magisch, gegen Ende jedoch ungeheuer nah erscheint.
Ein Sommer in Niendorf Ein Sommer in Niendorf Cover Rowohlt Verlag
Roman

Ein Sommer in Niendorf

Der Roman „Ein Sommer in Niendorf“ entwickelt sich von einer eher belanglosen Erzählung eines Aussteigers in den Horrortrip einer Seelenwanderung. Wer von unserm Durchschnittshelden Georg Roth der seine Ruhe in Niendorf sucht, am Anfang ehr gelangweilt ist, der sollte das Buch keineswegs zur Seite legen, spätestens ab dem Ausflug ins Spirituosengeschäft seines Vermieters Breda entwickelt sich die Erzählung zu einem wahren Horrortrip mit einem Ende, das das Blut in den Adern gefrieren ...
Die schwedische Autorin Kristina Ohlsson stellt mit ihrem neuen Krimi auch eine neue Ermittlerfigur vor: Den Hobbyermittler August Strindberg, der mit seinem gelben Leichenwagen abseits der Polizei Fälle löst... Die schwedische Autorin Kristina Ohlsson stellt mit ihrem neuen Krimi auch eine neue Ermittlerfigur vor: Den Hobbyermittler August Strindberg, der mit seinem gelben Leichenwagen abseits der Polizei Fälle löst... Bild: Limes Verlag
Roman

Kristina Ohlsson´s "Die Tote im Sturm" erscheint im August

Kristina Ohlsson arbeitete im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien. 2009 veröffentlichte Ohlsson ihren Debütroman "Askungar" ("Aschenputtel") und erlangte als Autorin internationale Bekanntheit. Ihr neuer Thriller "Die Tote im Sturm" ist kürzlich erschienen und steht bereits auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. In ...
Ein verlassendes Schloss, eine junge Liebe, ein geplanter Suizid. Mario Schneider lässt konträre gesellschaftliche Schichten und ihre VertreterInnen aufeinanderprallen. Ein verlassendes Schloss, eine junge Liebe, ein geplanter Suizid. Mario Schneider lässt konträre gesellschaftliche Schichten und ihre VertreterInnen aufeinanderprallen. Bild: Mitteldeutscher Verlag
Roman

Eine letzte Flasche Wein im bald verlassenden Château

Mario Schneider ist Regisseur, Filmkomponist, Fotograf, Musiker und Schriftsteller. Von all diesen "Berufungen" sind einzelne Fragmente in seinem Debütroman "Die Paradiese von gestern" zu finden. Darin schickt Schneider ein junges Paar aus der ehemaligen DDR direkt nach dem Mauerfall auf eine Frankreich-Reise, die in einem Weinschloss, dem Château Violet, endet. Ins Auge fallen dabei besonders die stark durchkomponierten Bilder.
In ihrem kürzlich erst ausgezeichneten Debütroman "Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron" beschäftigt sich die Autorin Yade Yasemin Önder mit Identitätsfindung. Sprachlich ist der Roman eine Enttäuschung. Inhaltlich rettet sich die Autorin in einen zersprengten Plot und Momentaufnahmen. Ihrem Thema wird sie nicht gerecht. In ihrem kürzlich erst ausgezeichneten Debütroman "Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron" beschäftigt sich die Autorin Yade Yasemin Önder mit Identitätsfindung. Sprachlich ist der Roman eine Enttäuschung. Inhaltlich rettet sich die Autorin in einen zersprengten Plot und Momentaufnahmen. Ihrem Thema wird sie nicht gerecht. Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

Nicht alles, was nicht in einen Tweet passt, sollte Buch werden

Für ihren Roman "Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron" wurde die Autorin Yade Yasemin Önder am vergangenen Samstag mit dem lit.Cologne-Debütromanpreis ausgezeichnet. Inhaltlich ist dieser Text nur schwer zu fassen. Haltlos bewegen wir uns zwischen unvermittelt aufblitzenden Szenen, deren Bilder zwar gleichnishaft anmuten sollen, über die konkrete Beschreibung aber nicht hinausgehen. Die Atemlosigkeit, die man dem Roman als positives Attribut mehrmals bereits anheftete, ist nicht viel ...
Mit imposanten Bildern erzählt der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan in seinem Roman "Internat" von einer Reise quer durch ein zerstörtes und bedrohtes Land. Sein Held Pascha - ein zunächst politisch desinteressierter Mittdreißiger - wird dabei von der Realität eingeholt. Ein Roman, der zeigt, dass es notwendig ist, sich zu den Gegebenheiten zu verhalten. Mit imposanten Bildern erzählt der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan in seinem Roman "Internat" von einer Reise quer durch ein zerstörtes und bedrohtes Land. Sein Held Pascha - ein zunächst politisch desinteressierter Mittdreißiger - wird dabei von der Realität eingeholt. Ein Roman, der zeigt, dass es notwendig ist, sich zu den Gegebenheiten zu verhalten. Bild: Suhrkamp
Roman

Der Krieg eine Krankheit, die unerwartet ausbricht

In seinem Roman "Internat" schickt der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan einen zunächst politisch desinteressierten Mittdreißiger quer durch einen niemals erklärten Krieg. Pascha, so der Name des Protagonisten, ist Lehrer von Beruf. Gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester lebt er bei seinem Vater in einem halbzerstörten Bahnhofshäuschen. Als der Vater befiehlt, Pascha solle seinen 13-jährigen Neffen aus dem Internat holen und nach Hause bringen, macht sich der Stubenhocker widerwillig auf ...
Tanja Maljartschuk erzählt in ihrem grandiosen Roman "Blauwal des Vergessens" von Narben, die gegenwärtigen Wunden gleichen. Die hier vorgestellte Ich-Erzählerin stößt auf den ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyi, der ihr vollkommen unbekannt ist. Um ihrem eigenen Verschwinden zu entkommen, nimmt sie sich vor, die Geschichte Lypynskyis vor dem Vergessen zu schützen. Tanja Maljartschuk erzählt in ihrem grandiosen Roman "Blauwal des Vergessens" von Narben, die gegenwärtigen Wunden gleichen. Die hier vorgestellte Ich-Erzählerin stößt auf den ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyi, der ihr vollkommen unbekannt ist. Um ihrem eigenen Verschwinden zu entkommen, nimmt sie sich vor, die Geschichte Lypynskyis vor dem Vergessen zu schützen. Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

So ziehen sich Narben durch dein Land

Die ukrainische Schriftstellerin und Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk erzählt in ihrem Roman "Blauwal der Erinnerung" von verschwundenen Spuren in einem stets vom Verschwinden bedrohten Land. Die Ich-Erzählerin, eine namenlose Autorin die unter Panikattacken und Zwangsneurosen leidet, stößt in alten ukrainischen Journalen auf den Philosophen und Politiker Wjatscheslaw Lypynskyj, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die Unabhängigkeit der Ukraine kämpfte. Zwischen der historischen ...
Hanya Yanagihara hat mit ihrem zweiten Roman "Ein wenig Leben" einen Weltbestseller geschrieben. Ihr dritter und aktueller Roman "Zum Paradies" stieg nun ebenfalls hoch ein. Aber steckt mehr dahinter, als nur merkantiles Kalkül, gezielte Provokation und das Abschöpfen "woker" Motive? Hanya Yanagihara hat mit ihrem zweiten Roman "Ein wenig Leben" einen Weltbestseller geschrieben. Ihr dritter und aktueller Roman "Zum Paradies" stieg nun ebenfalls hoch ein. Aber steckt mehr dahinter, als nur merkantiles Kalkül, gezielte Provokation und das Abschöpfen "woker" Motive? Bild: Claassen Verlag
Roman

Hanya Yanagihara "Zum Paradies": Homophilie, Identität und Dystopie

Nach dem großen Erfolg ihres letzten Romans "Ein wenig Leben" stürmt die US-amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara auch mit ihrem aktuellen Buch die Bestsellerlisten. In den USA und in Großbritannien ist "Zum Paradies" direkt auf Platz 1 eingestiegen. In Deutschland steht der Roman aktuell auf Platz 15 der SPIEGEL Bestsellerliste. Dabei scheint Yanagiharas Erfolgsrezept leicht durchschaubar zu sein. Sie schreibt, was sich so klickt.
So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Und er möchte ihre Liebe, um jeden Preis. Dafür muss er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm buchstäblich über den Kopf wächst. So rein wie die Liebesgeschichte, die er als Manuskript in einem alten Nachttisch findet, sind auch Davids Gefühle für Marie. Und er möchte ihre Liebe, um jeden Preis. Dafür muss er ein anderer werden als der, der er ist. David schlüpft in eine Identität, die ihm buchstäblich über den Kopf wächst. Cover Diogenes Verlag
Roman

Lila, Lila - ein Liebesroman von Martin Suter

„Lila, Lila“, das ist der Titel eines Romans des schweizer Erfolgsautors Martin Suter, der bereits im Jahre 2004 erschienen ist. Es ist eine rührende Liebesgeschichte, gepaart mit einem satirischen Einblick in die Abgründe der Verlagswelt.
Der Mittvierziger Franz Xaver Misslinger legte - trotz seines Namens - einen kometenhaften Aufstieg hin. Doch seine Sicht auf die Welt beginnt zu bröckeln. Nicht zuletzt die Diskussionen mit seiner 16-jährigen Tochter Luise machen ihm deutlich, dass seine Zeit abgelaufen ist. Der Mittvierziger Franz Xaver Misslinger legte - trotz seines Namens - einen kometenhaften Aufstieg hin. Doch seine Sicht auf die Welt beginnt zu bröckeln. Nicht zuletzt die Diskussionen mit seiner 16-jährigen Tochter Luise machen ihm deutlich, dass seine Zeit abgelaufen ist. Bild: Aufbau Verlag
Roman

Das Porträt einer untergehenden Männerwelt

Jakob Augstein ist viele Jahre lang als Verleger und rethorisch nicht unbegabter Kolumnist in Erscheinung getreten. Nun legt der Sohn des "Spiegel"-Gründers seinen ersten Roman vor. In "Strömung" sehen wir uns mit einem erfolgreichen Mittvierziger konfrontiert, der sich an einem Scheidepunkt in seinem Leben befindet. Sprach- und machtlos steht er plötzlich vor einer ihm fremd gewordenen Welt. Das Porträt eines untergehenden Aufstrebenden. Interessant an diesem Roman ist ein Punkt, den Augstein ...
Ronja von Rönne schreibt in ihrem neuen Roman "Ende in Sicht" über zwei Leben, die sich nach Auslöschung sehen. Und von der Hoffnung, die diesen Leben dabei beinahe entgangen wäre. Ronja von Rönne schreibt in ihrem neuen Roman "Ende in Sicht" über zwei Leben, die sich nach Auslöschung sehen. Und von der Hoffnung, die diesen Leben dabei beinahe entgangen wäre. Bild: dtv-Verlag
Roman

Ronja von Rönnes neuer Roman "Ende in Sicht": Gegen die Lebensmüdigkeit anschreiben

"Der Tot ist das Einfache. Sterben kann ein Idiot." - heißt in einem von Heiner Müllers "Diagnose"- Gedichten, in denen er, den Speiseröhren-Krebs bereits in der Stimme, seine Krankenhausaufenthalte und also sein Sterben thematisierte. Mit einem Müller-Zitat die Besprechung zu Ronja von Rönnes neuem Roman "Ende in Sicht" zu beginnen, liegt - bei allen offensichtlichen Differenzen - insofern nahe, als es sich bei beiden Autoren zunächst einmal um Figuren handelt, denen ein gewisser ...
Ein heruntergekommenes Stammschloss, ein ignoranter Adelsträger, eine soziale Unterschicht in vollkommener Abhängigkeit, und eine ordentliche Portion Wut. In Mathias Menegoz´2014 erschienene Roman wird gezeigt, unter welchen Umständen sich Revolten bilden, und wie blutrünstig Gesellschaften aufeinandertreffen können. Ein heruntergekommenes Stammschloss, ein ignoranter Adelsträger, eine soziale Unterschicht in vollkommener Abhängigkeit, und eine ordentliche Portion Wut. In Mathias Menegoz´2014 erschienene Roman wird gezeigt, unter welchen Umständen sich Revolten bilden, und wie blutrünstig Gesellschaften aufeinandertreffen können. Bild: Frankfurter Verlagsanstalt
Roman

"Karpathia": Vom Kaffeehaus in die Düsternis

Der 2014 veröffentlichte, schauerhafte Roman "Karpathia" des Franzosen Mathias Menegoz hat nichts an Aktualität verloren. Er zeigt eindrucksvoll, dass mythische Erzählungen insbesondere dort auf fruchtbaren Boden treffen, wo Anbindungen gekappt und Menschen mehr oder weniger auf sich selbst zurückgeworfen sind. In "Karpathia" wird ein am Rande der rumänischen Karpaten liegendes Stammschloss - eine finster anmutende Burg mitten in Transsilvanien - zum Ausgangspunkt blutiger Auseinandersetzungen. ...
In "Im Aufwind der Macht" erzählt Wolfgang David von dem hochrangigen sächsischen Militär Johann Adolf von Thielman und seiner zwiespältigen Beziehung zu Kaiser Napoleon I. Ein historisch präzise erzähltes Buch, das zeigt, wie Machtfülle und Zeitenge aufeinanderprallen. In "Im Aufwind der Macht" erzählt Wolfgang David von dem hochrangigen sächsischen Militär Johann Adolf von Thielman und seiner zwiespältigen Beziehung zu Kaiser Napoleon I. Ein historisch präzise erzähltes Buch, das zeigt, wie Machtfülle und Zeitenge aufeinanderprallen. Eigenes Bild
Roman

Im Aufwind der Macht - Das wankelmütige Sachsen zwischen den Mächten

In dem historischen Roman „Im Aufwind der Macht“ lässt der Autor Wolfgang David den Leser in die Geschehnisse vor der Völkerschlacht bei Leipzig eintauchen. Begonnen mit dem alles entscheidenen Feldzug Napoleons gegen Russland, endet der Roman mit der Übergabe der sächsischen Festung Torgau an die französischen Truppen.
Der schwedische Autor Alex Schulman schreibt, um seine eigene Kindheit aufzuarbeiten. Auch in seinem ersten Roman spielt die Erinnerung an die alkoholkranke Mutter und deren Beziehung zu ihren Söhnen eine zentrale Rolle. Schulman reichert diese Erinnerungen mit Fiktionalem an. Der schwedische Autor Alex Schulman schreibt, um seine eigene Kindheit aufzuarbeiten. Auch in seinem ersten Roman spielt die Erinnerung an die alkoholkranke Mutter und deren Beziehung zu ihren Söhnen eine zentrale Rolle. Schulman reichert diese Erinnerungen mit Fiktionalem an. Bild: dtv
Roman

Ins Reine kommen

Auch in seinem aktuellsten Buch, welches zugleich sein erster richtiger Roman ist, arbeitet sich der schwedische Autor Alex Schulman an seiner Kindheit ab. In "Die Überlebenden" werden autobiografische Elemente, die bereits in früheren Büchern und Beiträgen Schulmans eine gewichtige Rolle spielten, fiktional angereichert. Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie, die zunehmend zerfällt. Die Eltern alkoholabhängig, die drei Brüder zerrissen. Nach vielen Jahren der Abgrenzung bringt sie eine ...
"In Dunkelblum haben die Mauern Ohren, die Blüten in den Gärten haben Augen, sie drehen ihre Köpfchen hierhin und dorthin, damit ihnen nichts entgeht, und das Gras registriert mit seinen Schnurrhaaren jeden Schritt." - Eva Menasse, "Dunkelblum" "In Dunkelblum haben die Mauern Ohren, die Blüten in den Gärten haben Augen, sie drehen ihre Köpfchen hierhin und dorthin, damit ihnen nichts entgeht, und das Gras registriert mit seinen Schnurrhaaren jeden Schritt." - Eva Menasse, "Dunkelblum" Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

Die Mauern hören, die Blumen sehen...

In Eva Menasses Roman "Dunkelblum" werden die Abgründe einer Verdrängungskultur gespiegelt, die insbesondere in Österreich während der Nachkriegszeit Hochkonjunktur hatte. Der Widerstand gegen jedwede Veränderung, die Angst vor dem Aufbruch eines Geheimnisses, das dunkle, verbohrte Konservative ist in diesem Roman allgegenwärtig. "Dunkelblum" - eine österreichische Kleinstadt im Burgenland - liegt unweit der ungarischen Grenze. Die Bewohner beobachten schweigend, nehmen vieles auf, aber geben ...
Antje Rávik Strubel schreibt mit ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Blaue Frau" eine zersetzende und zugleich hochpoetische Reise, deren Ziel die Traumata-Bewältigung ist. Antje Rávik Strubel schreibt mit ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Blaue Frau" eine zersetzende und zugleich hochpoetische Reise, deren Ziel die Traumata-Bewältigung ist. Bild: S. Fischer
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Antje Rávik Strubel - "Blaue Frau"

In Antje Rávik Strubels Roman "Blaue Frau" geht es um das Aufeinandertreffen von Ost und West, um sexuelle Gewalt und um einen langwidrigen Befreiungsprozess. Mit der Kraft der Sprache versucht sich die Protagonistin in diesem Buch ihren Traumata zu stellen. Ihre Reise führt quer durch Europa.
Ferdinand Schmalz beschäftigt sich in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Debütroman "Mein Lieblingstier heißt Winter" auf skurrile Weise mit der Frage danach, was der Tod für eine Bedeutung für die mit ihm Lebenden hat. Ferdinand Schmalz beschäftigt sich in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Debütroman "Mein Lieblingstier heißt Winter" auf skurrile Weise mit der Frage danach, was der Tod für eine Bedeutung für die mit ihm Lebenden hat. Bild: S. Fischer
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Ferdinand Schmalz - "Mein Lieblingstier heißt Winter"

2017 hatte der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz mit seinem Text "Mein Lieblingstier heißt Winter"den Bachmannpreis für sich entscheiden können. Nun steht die damals noch weitestgehend offen gebliebene Geschichte - zum Roman ausgearbeitet - auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Im Zentrum dieses morbiden Romans wird die Frage danach verhandelt, wie wir mit dem Tod umgehen.
Mithu Sanyal zeigt in ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Identitti", wie schnell aus Opfer Täter und aus Täter Opfer werden können. Ein Roman, der kritisch auf die Erregtheit der Twitter-Diskurse eingeht und zeigt, das Identität mehr ist als das, wofür man sich hält. Mithu Sanyal zeigt in ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Identitti", wie schnell aus Opfer Täter und aus Täter Opfer werden können. Ein Roman, der kritisch auf die Erregtheit der Twitter-Diskurse eingeht und zeigt, das Identität mehr ist als das, wofür man sich hält. Bild: Hanser Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Mithu Sanyal - "Identitti"

In ihrem Roman "Identitti" wirft sich die Schriftstellerin Mithu Sanyal in einen Diskurs, der schnell aus den Rudern geraten und - so zeigt es dieses Buch unter anderem - Täter- und Opferrollen in Windeseile austauschen kann. "Identitti" ist klug, wild, und randvoll gefüllt mit schlagkräftigen Argumenten.
In ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Im Menschen muss alles herrlich sein" erzählt Sasha Marianna Salzmann von Umbruchzeiten, die solch tiefe Wunden hinterlassen, dass sie sich generationsüberreifen bemerkbar machen. In ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Im Menschen muss alles herrlich sein" erzählt Sasha Marianna Salzmann von Umbruchzeiten, die solch tiefe Wunden hinterlassen, dass sie sich generationsüberreifen bemerkbar machen. Bild: Suhrkamp Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Sasha Marianna Salzmann - „Im Menschen muss alles herrlich sein“

Sasha Marianna Salzmann erzählt in ihrem Roman "Im Menschen muss alles herrlich sein" von Mitgefühl, Schmerz, Verletzlichkeit und Verzweiflung. Ausgangspunkt ist eine Migrationsbiografie, die in unterschiedlichen Perspektiven und Lebensentwürfen ihren Widerhall findet. "Im Menschen muss alles herrlich sein" ist für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Ein kleines Dorf irgendwo in Russland um 1918. Von der Oktoberrevolution haben die Bewohner nichts mitbekommen; auch der Bürgerkrieg ist ihnen entgangen. Bis "die Realität" sie einholt, und den Dorffrieden stört... Ein kleines Dorf irgendwo in Russland um 1918. Von der Oktoberrevolution haben die Bewohner nichts mitbekommen; auch der Bürgerkrieg ist ihnen entgangen. Bis "die Realität" sie einholt, und den Dorffrieden stört... Bild: Rowohlt Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Yulia Marfutova - "Der Himmel vor hundert Jahren"

In ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Debütroman "Der Himmel vor hundert Jahren" erzählt die in Moskau geborene Autorin Yulia Marfutova von Aberglaube und Fortschritt, von einfachen Lebensweisen und aufwühlenden revolutionären Kräften. Tableau all dieser Auseinandersetzungen ist ein kleines Dörfchen irgendwo in den Weiten Russlands um 1918.
In seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Betrachtung eines Unglücks" setzt sich Gert Loschütz mit dem größten Zugunglück in der Deutschen Geschichte auseinander. Und endet bei der Zufälligkeit des Daseins. In seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Betrachtung eines Unglücks" setzt sich Gert Loschütz mit dem größten Zugunglück in der Deutschen Geschichte auseinander. Und endet bei der Zufälligkeit des Daseins. Bild: Schöffling & Co
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Gert Loschütz - "Besichtigung eines Unglücks"

Gert Loschütz erzählt in seinem Roman "Besichtigung eines Unglücks" von dem bislang größten Zugunglück in Deutschland. Am 22. Dezember 1939 raste ein aus Berlin kommender Reisezug auf einen kurz vor dem Bahnhof der Kleinstadt Genthin stehenden Personenzug. Loschütz´ für den Deutschen Buchpreis nominierter Roman beginnt bei jenem Unglück, und endet bei der Zufälligkeit des Individuums.
Auf ihre schriftstellerische Tätigkeit angesprochen,  bezeichnete sich die französische Schriftstellerin Annie Ernaux einmal als "Ethnologin ihrer selbst". Ihr in Frankreich bereits im Jahr 2000 erschienener Roman  „L'évènement“ ist nun unter dem Titel "Das Ereignis" bei Suhrkamp auf Deutsch erschienen. Auf ihre schriftstellerische Tätigkeit angesprochen, bezeichnete sich die französische Schriftstellerin Annie Ernaux einmal als "Ethnologin ihrer selbst". Ihr in Frankreich bereits im Jahr 2000 erschienener Roman „L'évènement“ ist nun unter dem Titel "Das Ereignis" bei Suhrkamp auf Deutsch erschienen. Bild: Suhrkamp Verlag
Roman

"... und sobald es wehtat, schreckte ich zurück."

Gerade wurde der Film „L'évènement“ (Das Ereignis") der Regisseurin Audrey Diwan auf den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Als Vorlage des Films diente der gleichnamige, autobiografische Roman der französischen Autorin Annie Ernaux, der in Frankreich bereits im Jahr 2000 erschienen und nun auch hierzulande in deutscher Übersetzung erhältlich ist. Das Buch erzählt von der jungen Literaturstudentin Annie, die, im Frankreich der 1960er Jahre, beschließt, ...
Thomas Kunst verarbeitet in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Zandschower Klinken" Themen wie Kolonialismus, Gentrifizierung und die Radikalisierung abgeschotteter Gruppen in einer stellenweise an Lyrik erinnerten Prosa. Thomas Kunst verarbeitet in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Zandschower Klinken" Themen wie Kolonialismus, Gentrifizierung und die Radikalisierung abgeschotteter Gruppen in einer stellenweise an Lyrik erinnerten Prosa. Bild: Suhrkamp Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Thomas Kunst - "Zandschower Klinken"

In Thomas Kunsts Roman "Zandschower Klinken" stoßen wir auf eine chaotische Ansammlung diverser Gedankenblitze, Reflexionen, Einfälle und Ideen. Zusammengehalten wird diese wilde Prosa von einer rhythmischen, an Lyrik erinnernden Sprache. Kunst liefert ein Sammelsurium, wir dürfen uns bedienen. "Zandschower Kliniken" steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2021.
Peter Karoshi zeigt in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman den unaufhörlichen Gedankenstrom eines Mannes, der über das Vater-Sein, über Sinnfragen und  Ängste reflektiert. Peter Karoshi zeigt in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman den unaufhörlichen Gedankenstrom eines Mannes, der über das Vater-Sein, über Sinnfragen und Ängste reflektiert. Bild: Leykam Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Peter Karoshi – „Zu den Elefanten”

Mit seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Zu den Elefanten" führt uns der Autor Peter Karoshi die Metamorphosen eines Menschen vor Augen, der sich entschieden hat, sein Leben grundlegend zu verändern. Rahmenhandlung ist eine Vater-Sohn-Reise, die von Österreich bis nach Genua führt.
Felicita Hoppe überführt in ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Nibelungen-Roman Mythen und Sagen in die Gegenwart. Dabei thematisiert sie unter anderem den Warenfetisch und die Lust nach Verschwörungsmythen. Felicita Hoppe überführt in ihrem für den Deutschen Buchpreis nominierten Nibelungen-Roman Mythen und Sagen in die Gegenwart. Dabei thematisiert sie unter anderem den Warenfetisch und die Lust nach Verschwörungsmythen. Bild: S. Fischer Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Felicitas Hoppe - "Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm"

Felicitas Hoppes für den Deutschen Buchpreis nominierter Roman "Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm" bietet ein großes Sammelsurium unterschiedlichster Verweise. Doppelbödig inszeniert Hoppe in ihrer Prosa ein Theaterstück - das Nibelungenlied - auf dem Domplatz zu Worms. Hauptprotagonist allerdings, ist weder Siegfried noch Brunhild, sondern der Schatz, die Goldgier, das Geld, die Kapitalakkumulation.
In ihrem für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierten Roman "Vater und ich" schreibt Dilek Güngör über das Fehlen einer adäquaten Sprache in einer Vater-Tochter-Beziehung. In ihrem für den Deutschen Buchpreis 2021 nominierten Roman "Vater und ich" schreibt Dilek Güngör über das Fehlen einer adäquaten Sprache in einer Vater-Tochter-Beziehung. Bild: Verbrecher Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Dilek Güngör - „Vater und ich“

In ihrem Roman "Vater und ich" schreibt Dilek Güngör über das Fehlen einer gemeinsamen Sprache; über eine radikale Trennung, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Ein Text, der zuweilen an die großen autobiografischen Werke der französischen Schriftstellerin Annie Ernaux erinnert, denn auch hier spricht eine Tochter über den schmerzlichen Verlust ihres Vaters, über Scham und Herkunft, Macht und Ohnmacht der Sprache. Der Roman steht auf der Longlist des Deutschen ...
In Dana Grigorceas für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Die nicht sterben" gibt es Passagen, in denen das kapitalistische System selbst zur blutsaugenden Bestie wird. In Dana Grigorceas für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Die nicht sterben" gibt es Passagen, in denen das kapitalistische System selbst zur blutsaugenden Bestie wird. Bild: Penguin Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Dana Grigorcea - „Die nicht sterben“

In ihrem Roman "Die nicht sterben" verbindet die Schriftstellerin Dana Grigorcea den Dracula-Mythos um Vlad den Pfähler mit der neostalinistischen Diktatur in Rumänien und der kapitalistischen Gegenwart. Durchgehend stellt sich dabei die Frage, wie man etwas ins Bild setzt; wie Phänomene entstehen, wie Geschichte zum Mythos wird und wie blutrünstig ein System einen solchen aussaugen kann.
Norbert Gstreins Roman "Der zweite Jakob" ist in diesem Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er erzählt die Geschichte eines egozentrischen Schauspielers, der die Kontrolle über sich und über sein Umfeld verliert. Eine Geschichte des Scheiterns und der Blick in ein abgründiges Seelenleben. Norbert Gstreins Roman "Der zweite Jakob" ist in diesem Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er erzählt die Geschichte eines egozentrischen Schauspielers, der die Kontrolle über sich und über sein Umfeld verliert. Eine Geschichte des Scheiterns und der Blick in ein abgründiges Seelenleben. Bild: Carl Hanser Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Norbert Gstrein - "Der zweite Jakob"

Distinktion, eine Prise Wahnsinn und Übermut. In dem Roman "Der zweite Jakob" von Norbert Gstrein geht es um einen bald 60-jährigen Schauspieler, der ständig mit der Rolle des Frauenmörders kokettiert. Immer unklarer werden dabei allerdings die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität...
In "Der versperrte Weg" schreibt der 98-jährige Autor Georges-Arthur Goldschmidt seine Autobiografie über Flucht und Migration weiter fort. Dieses mal beleuchtet er dabei vor allem die Person seines Bruders. In "Der versperrte Weg" schreibt der 98-jährige Autor Georges-Arthur Goldschmidt seine Autobiografie über Flucht und Migration weiter fort. Dieses mal beleuchtet er dabei vor allem die Person seines Bruders. Bild: Wallstein Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Georges-Arthur Goldschmidt - „Der versperrte Weg“

Mit "Der versperrte Weg" verdichtet der 93-jährige Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt sein autobiografisches Werk, indem er erstmals über eine Figur schreibt, die bisher nur schemenhaft in seinen Büchern auftauchte: Sein vier Jahre älteren Bruder Erich. Mit ihm gemeinsam emigrierte Georges im Mai 1938. Die Lebensentwürfe der beiden Brüder - jeweils von Furcht und der Flucht gezeichnet - hätten unterschiedlicher nicht verlaufen können.
Der österreichische Autor Franzobel berichtet in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Die Eroberung Amerikas" von den Gräueltaten der Conquistadores, die im Zuge ihren Expansionen furchtbarer Massaker anrichteten. Der österreichische Autor Franzobel berichtet in seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Die Eroberung Amerikas" von den Gräueltaten der Conquistadores, die im Zuge ihren Expansionen furchtbarer Massaker anrichteten. Bild: Hanser Verlag
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Franzobel - "Die Eroberung Amerikas"

In seinem Roman "Die Eroberung Amerikas" vereint der österreichische Autor Franzobel historische Grausamkeit mit fiktional hergeleitetem Humor. Anders, so ist der Schriftsteller selbst überzeugt, wäre dieses Buch nur schwer erträglich. Held der Geschichte ist einer jener spanischen Eroberer, die in Südamerika ein furchtbares Gemetzel anrichteten. "Die Eroberung Amerikas" ist in diesem Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Der Mathematiker Gerhard Gentzen zählte zu den genialsten seines Fachs. Heute ist er fast in Vergessenheit geraten. In seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Gentzen oder: Betrunken aufräumen" begibt sich Dietmar Dath auf Spurensuchen. Der Mathematiker Gerhard Gentzen zählte zu den genialsten seines Fachs. Heute ist er fast in Vergessenheit geraten. In seinem für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Gentzen oder: Betrunken aufräumen" begibt sich Dietmar Dath auf Spurensuchen. Bild: Matthes & Seitz Berlin
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Dietmar Dath - "Gentzen oder: Betrunken aufräumen"

In Dietmar Daths für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Gentzen oder: Betrunken aufräumen" geht es um einen weitestgehend in Vergessenheit geratenen Pionier der Informatik: Gerhard Gentzen. Der 1945 verstorbene Mathematiker zählte zu den genialsten seines Fachs. In seinem Buch schick Dietmar Daths unter anderem Jeff Bezoz, Frank Schirrmacher und die Philosophin Ruth Millikan auf Spurensuche...
In Shida Bazyars für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Drei Kameradinnen" geht es um identitätspolitische Fragen, um Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung. In Shida Bazyars für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman "Drei Kameradinnen" geht es um identitätspolitische Fragen, um Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung. Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

Deutscher Buchpreis 2021: Shida Bazyar - "Drei Kameradinnen"

Shida Bazyars Roman "Drei Kameradinnen" steht auf der Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises. Drei Junge Frauen irren durch eine deutsche Großstadt, konfrontiert mit identitätspolitischen Fragen, Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung.
In seinem dritten Buch "Das Dämmern der Welt" erzählt der Regisseur Werner Herzog die Geschichte eines Fanatikers, der sich obsessiv in den Kampf stürzt und für den der Zweite Weltkrieg erst am 9. März 1974 endete. In seinem dritten Buch "Das Dämmern der Welt" erzählt der Regisseur Werner Herzog die Geschichte eines Fanatikers, der sich obsessiv in den Kampf stürzt und für den der Zweite Weltkrieg erst am 9. März 1974 endete. Bild: Carl Hanser Verlag
Roman

Ewiger innerer Krieg

In "Das Dämmern der Welt" erzählt der preisgekrönte Filmemacher Werner Herzog die Geschichte des japanischen Soldaten Leutnant Hiroo Onoda, der noch Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs - bis 1974 - eine strategisch bedeutungslose Insel im Pazifik verteidigt hat. Das Buch zeigt die Metamorphose eines Fanatikers. In größter Abgeschiedenheit fragt Herzog nach dem Sinn und Unsinn der menschlichen Existenz.
Hund Watson leidet unter den Urlaubs- und Umzugsplänen seiner zweibeinigen Mitbewohner. Hund Watson leidet unter den Urlaubs- und Umzugsplänen seiner zweibeinigen Mitbewohner. Watson erzählt aus seinem Hundeleben und Haike Hausdorf macht daraus einen sehr humorvollen Lebensbericht. Foto: zur Verfügung gestellt von Haike Hausdorf
Roman

Die spinnen, die Zweibeiner!

Der schönste Urlaub ist der, bei dem man nicht dabei ist! Das ist die felsenfeste Überzeugung des „Appenzeller Schnaubradors“ , dem Hunde-Protagonisten aus dem Roman „Watsons Welt“ von Haike Hausdorf. In dieser amüsanten Tiergeschichte berichtet der treuste Freund des Menschen über die weitverbreitete Unsitte des Urlaub-Machens und über deren gravierende Auswirkungen auf gestandene Hunds-Bilder. Doch Watsons Frauchen und Herrchen ärgern ihren braven Hund nicht nur mit Reiseprospekten sondern ...
Mord, Blut, Hollywoodfolklore: Star-Regisseur Quentin Tarantino hat mit "Es war einmal in Hollywood" seinen ersten Roman geschrieben. Vorlage für diese Adaption war sein eigener, gleichnamiger Film. Mord, Blut, Hollywoodfolklore: Star-Regisseur Quentin Tarantino hat mit "Es war einmal in Hollywood" seinen ersten Roman geschrieben. Vorlage für diese Adaption war sein eigener, gleichnamiger Film. Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

Blut, Mord, Hollywoodfolklore: Kino in Buchform

Quentin Tarantinos erster Roman ist eine Adaptation seines eigenen Filmes "Es war einmal in Hollywood". Den Titel hat der Star-Regisseur übernommen, die Story um einige Details erweitert, stellenweise gekürzt. Mord, Blut, Machos - Ein irgendwie nostalgischer Blick auf die Filmindustrie der Sechziger Jahre.
Der "Katapult"-Magazin-Gründer Benjamin Fredrich veröffentliche sein Buch "Die Redaktion" beim ebenfalls selbst gegründeten "KATAPULT-Verlag". Er zeigt sich darin als selbstbewusster und rigoroser Macher. Der "Katapult"-Magazin-Gründer Benjamin Fredrich veröffentliche sein Buch "Die Redaktion" beim ebenfalls selbst gegründeten "KATAPULT-Verlag". Er zeigt sich darin als selbstbewusster und rigoroser Macher. Foto: KATAPULT-Verlag
Roman

Is mir scheißegal, wir machen das ...

Das Greifswalder Katapult-Magazin legte im Laufe der letzten Jahre einen fulminanten Aufstieg hin. Die Redaktion sorgte unter anderem mit Printausgaben für Furore, in denen statt Fotos "geografisch-soziologische Karten" die Artikel schmückten. Das erste "Kartenbuch" der Katapult-Redaktion erschien im Frühjahr 2019 bei dem Verlag Hoffmann & Campe. Im vergangenen Jahr gründete das Magazin einen eigenen Verlag. Das erste dort erschienene Buch trägt den Titel "Die Redaktion" und stammt aus der ...
„Kolumbus, der entsorgte Entdecker“ ist ein echter Abenteuerroman der das das tragische Ende eines legendären Seefahrers erzählt. „Kolumbus, der entsorgte Entdecker“ ist ein echter Abenteuerroman der das das tragische Ende eines legendären Seefahrers erzählt. Foto: Lesering.de
Roman

Kolumbus, der entsorgte Entdecker von Wolfgang Wissler

Wolfgang Wissler zeigt in seinem jüngsten Roman „Kolumbus, der entsorgte Entdecker“, wie man aus der Entdeckung Amerikas und dem tragischen Niedergang seines Entdeckers, dem berühmten Seefahrer Christoph Kolumbus, mit etwas Fantasie und ein wenig Fiktion eine wirklich fantastisches Abenteuer werden lassen kann. Dabei verzahnt Wissler Fiktion und historische Wahrheit so raffiniert, dass man beides nur schwer auseinanderhalten kann.
James Baldwins ergreifender Roman "Ein anderes Land" wurde von Miriam Mandelkow neu übersetzt. Von Christian Brückner gelesen, erscheint der Roman nun auch als Hörbuch. James Baldwins ergreifender Roman "Ein anderes Land" wurde von Miriam Mandelkow neu übersetzt. Von Christian Brückner gelesen, erscheint der Roman nun auch als Hörbuch. Bild: dtv Verlagsgesellschaft
Roman

James Baldwins wichtiger Appell

James Baldwins 1962 erschienener Roman "Another Country" zeigt, wie eine rassistische Gesellschaft Menschen systematisch in den Tod treibt. Im Falle dieser Geschichte ist es der schwarze Jazzmusiker Rufus, der sich eines Tages in den Hudson River stürzt. Die bewegende Geschichte ist nun neu übersetzt als Hörbuch erschienen.
Autor Olli Jalonen gibt dem Leser stets die Möglichkeit, sich sein eigenes Bild zu schaffen Autor Olli Jalonen gibt dem Leser stets die Möglichkeit, sich sein eigenes Bild zu schaffen Cover mare Verlag
Roman

Die Himmelskugel - Eine abenteuerliche Reise zu den Anfängen der Aufklärung

In dem Roman „Die Himmelskugel“ lässt der finnischen Autor Olli Jalonen den Leser ein Abenteuer in den Anfängen der Aufklärung erleben. Aus der Sicht eines Jungen, der auf der weit abgelegenen Insel St. Helena im Atlantik auf der Route nach Indien aufwächst, wird von den großen Widersprüchen zwischen Glaubenskrieg und aufstrebender Wissenschaft erzählt.
Humorvolle Episoden aus dem Elternalltag mit Teenagern. Humorvolle Episoden aus dem Elternalltag mit Teenagern. Foto: Claudia Diana Gerlach
Roman

Peinliche Eltern und Helikopter-Teenies

Wenn beim Elternabend einer der Väter die Befürchtung äußert, die Mädchen könnten auf der Klassenfahrt des Nachts zu seinem Sohn schleichen, dann ist es soweit: Die ehemals ach so lieben Kleinen sind zu Teenagern mutiert. In dem frisch veröffentlichten Roman „Pubertät ist voll nice – Nur blöd, dass wir jetzt die Eltern sind“ der Bestseller-Autorin Silke Neumayer ist solch ein Verhalten der Eltern ein untrügliches Zeichen für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts ihrer Zöglinge. Eines ...
Tom Hillerbrand schreibt mit "Montecrypto" einen Wirtschafts-Thriller, der in die wahnhaften Abgründe der Kryptowährungen blicken lässt. Tom Hillerbrand schreibt mit "Montecrypto" einen Wirtschafts-Thriller, der in die wahnhaften Abgründe der Kryptowährungen blicken lässt. Bild: Kiepenheuer & Witsch
Roman

Eine digitale Piraterie

Tom Hillerbrands aktueller Thriller „Montecrypto“ entführt in die rigorose Welt virtueller Währungen. Dabei geht es nicht nur um - wortwörtlich - unfassbare Summen, sondern auch um die Verzahnung von Kapitalismus und Anarchie. Eine digitale Schatzsuche, die zeigt, wie das Streben nach Individualität in einer nahezu regellosen Welt zum egoistischen Begehren werden kann.
Ypsilons Rache ist im April beim Unken Verlag erschienen. Ypsilons Rache ist im April beim Unken Verlag erschienen. Foto Lesering.de
Roman

Ypsilons Rache - Eine unterdrückte Transsexualität

In Ypsilons Rache zeichnet die deutsche Autorin Lou Bihl das unspektakuläre Leben eines Pathologen, der sich mit Mitte fünfzig endlich traut, sein Gefühl im falschen Körper geboren zu sein, nicht mehr zu verheimlichen. Sein Coming-out als Transsexueller wird jedoch anders als geplant und ist von teifgreifenden Ereignissen geprägt.
Wir schaffen das. 99 Tipps und Fakten für Zuwanderer und Einheimische Wir schaffen das. 99 Tipps und Fakten für Zuwanderer und Einheimische Cover: tolino media
Sachbuch

Eine Mischung aus Grundgesetz, Bibel und guter Rat unter Freunden

Es gibt wohl in diesen Tagen kaum einen Satz, der mehr polarisiert: „Wir schaffen das“. Und genau diesen Titel hat das Autorenteam Nikolaus von Wolff (Deutschland) und Ameen Alkutainy (Syrien) für seinen knapp gehaltenen Taschenratgeber „Wir schaffen das. 99 Tipps und Fakten für Zuwanderer und Einheimische“ gewählt. Er soll dazu dienen, „Zuwanderern und Flüchtlingen, sowie deren Freunden, Partnern, Betreuern und allen Interessierten in Deutschland eine Denk- und Planungshilfe für die kommenden ...
Der totale Rausch: Norman Ohler beschreibt den Drogen-Alltag der Nazi-Größen. Der totale Rausch: Norman Ohler beschreibt den Drogen-Alltag der Nazi-Größen. Foto: Kiepenheuer & Witsch
Sachbuch

Diktator im Delirium

Hitler glaubte Hellsehern, die Nazis haben das Bernsteinzimmer versteckt, irgendwo lagern noch Wunderwaffen, und Drogen haben alle Nazi-Größen genommen. Verschwörungstheorien verkaufen sich prima, wenn es um das Dritte Reich geht. In "Der totale Rausch" findet Autor Norman Ohler aber nicht nur Belege für die Rauschgiftsucht von Hitler selbst.
Die heutige Situation erklärt sich nur, wenn man einige Jahrzehnte zurück blickt, so wie es der Nahostexperte und langjährige Korrespondent der ZEIT in seinem Buch „Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (C.H.Beck ) überzeugend getan hat. Die heutige Situation erklärt sich nur, wenn man einige Jahrzehnte zurück blickt, so wie es der Nahostexperte und langjährige Korrespondent der ZEIT in seinem Buch „Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (C.H.Beck ) überzeugend getan hat. Cover C.H.Beck
Sachbuch

Klartext über den Nahen Osten

Betrachtet man heute das politische Chaos in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens führt das zwangsläufig zu den Fragen: Wie hat das alles angefangen? Wo liegen die Wurzeln der Konflikte, wer hat das zu verantworten?
Der britischen Historiker Paul M. Cobb beschreibt in seinem Buch „Der Kampf ums Paradies“ die Geschichte der sieben Kreuzzüge zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert erstmals aus muslimischer Sicht und auf Basis arabischer Quellen. Der britischen Historiker Paul M. Cobb beschreibt in seinem Buch „Der Kampf ums Paradies“ die Geschichte der sieben Kreuzzüge zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert erstmals aus muslimischer Sicht und auf Basis arabischer Quellen. Verlag Philipp von Zabern
Sachbuch

Der Kampf ums Paradies

Manchmal hilft ein Perspektivwechsel. So wie bei dem britischen Historiker Paul M. Cobb, der in seinem Buch „Der Kampf ums Paradies“ die Geschichte der sieben Kreuzzüge zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert erstmals aus muslimischer Sicht und auf Basis arabischer Quellen beschreibt und uns damit einen ganz anderen Blick auf den Zusammenprall der Kulturen im Mittelalter ermöglicht.
Thomas Kistner, geboren 1958, ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung und zuständig für Sportpolitik. Thomas Kistner, geboren 1958, ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung und zuständig für Sportpolitik. © Droemer Knaur / Markus Röleke
Sachbuch

Die wichtigsten Bücher zum FIFA-Skandal

Wie vorauszusehen war und von vielen befürchtet worden ist: FIFA-Diktator Sepp Blatter bleibt vier weitere Jahre im Amt, Korruptionsvorwürfe hin, Verhaftungen führender Funktionäre her. Auch das FBI konnte seine Wiederwahl nicht verhindern. Wer Sepp Blatter und das System FIFA verstehen will, dem seien diese beiden sehr erhellenden Bücher empfohlen.