Das Zettelkasten-Prinzip Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen

Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen Cover

Wenn Sie nach dem Buch „Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen“ von Sönke Ahrens wissenschaftlich schreiben können, dann konnten Sie das sicher vorher auch schon. Interessant ist es aber alle mal, sich mit dem Zettelkasten des Niklas Luhmann zu beschäftigen.

Das Zettelkasten-Prinzip hilft, die eigene Arbeit besser zu strukturieren. Erlaubt ist natürlich die Frage, warum diese Methode bis heute so wenig Anwendung gefunden hat. Diese Frage stellt sich auch die Autorin Sönke Ahrens im Buch selbst. Eine Antwort darauf findet sie nicht, nur eine Vermutung - weil man mit Gewohnheiten nur schwer bricht. Die Begründung hinkt natürlich, denn dann hätten sich Innovationen nie durchgesetzt.

Das Zettelkasten-Prinzip ist technisch einfach zu erklären und in der Anwendung ist es jedoch von etwas Magie umgeben, denn hier ist das kreative Handeln des Anwenders gefragt - oder eher eine Leidenschaft zur Selbstdisziplin und Akribie. Wäre der Herr Luhmann im Computerzeitalter groß geworden, dann hätte er sicher zu einer Datenbank gegriffen - sein Werkzeug waren jedoch einfache Notizzettel, die nach einem eigenen System organisierte. Er hatte dafür einen Zettelkasten mit 27 Auszügen. In jedem Auszug waren am Ende seines Schaffens ca. 2.500 bis 3.500 Zettel. Die Sammlung umfasste somit ca. 90.000 Zettel.

Mit diesen Zetteln schrieb Luhmann nicht nur seine eigen Dissertation, er verfasste auch zahlreiche wissenschaftliche Werke zum Thema Gesellschaft und Soziologie. Das besondere Geheimnis war neben der Organisation dieser Zettel, gewissen Regeln für deren Inhalt zu. folgen. Die Zettel umfassten immer nur einen konkreten Gedanken oder eine Anmerkung und waren kurz auf einem A6-Blatt notiert. Die Zettel hatten Querverweise zu andern thematisch zugehörigen Zetteln und er gab seinen Zettel Schlagwörter die in einem Schlagwortregister verwaltet wurden.

Sönke Ahrens erklärt in ihrem Buch auf 160 Seiten das Zettelkasten-Prinzip des Niklas Luhmanns sehr anschaulich und gibt dem Leser einen guten Einblick in dessen Methodik. Vermutlich hat die Autorin beim Verfassen des Buches selbst einen Zettelkasten benutzt, jedoch einen digitalen. Auffällig ist dabei die Empfehlung einer ganz bestimmten Software, die im Buch nicht nur an einer Stelle erwähnt wird. Das Buch ist per Self-Publishing bei Books on Demand im Jahr 2017 erschienen.

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