Die Kolumne (von der Kolumne des Spaltensatzes, von lateinisch columna ‚Stütze‘, ‚Säule‘) bezeichnet in der Presse einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform. Der Autor einer regelmäßig erscheinenden Kolumne wird Kolumnist genannt.

Das Wort ,Kolumne‘ wurde seit dem 16. Jahrhundert im Sinn einer Spalte im Drucksatz gebraucht,[1] anschließend ging der Sinn auf das Format in einer Zeitung über. In der Bedeutung eines Zeitungsartikels ist das englische Wort ,column‘ seit 1785 in Gebrauch,[2] das Wort ,columnist‘ als Autor von Kolumnen seit 1915.[3] Im Deutschen ist das Wort „Kolumnist“ als Anglizismus seit den 1950er Jahren in Gebrauch.[4]

Quelle: Wikipedia

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Die Pest Die Pest Albert Camus Rowohlt Taschenbuch
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Literatur als Frühwarnsystem – von Pandemie-Romanen bis Klimafiktion

Man sagt, Schriftsteller hätten kein Gespür für die Zukunft. Sie sitzen in Cafés, rauchen zu viel und schreiben über Gefühle. Und doch sind sie es, die immer wieder das Unvorstellbare zuerst denken. Bevor Virologen über Reproduktionsraten sprachen, hatte Albert Camus schon seine Pest. Bevor Satelliten den Klimawandel fotografierten, malte J. G. Ballard in den 1960ern die überfluteten Städte der Zukunft. Vielleicht ist Literatur deshalb das zuverlässigste Warnsystem der Moderne – eines, das wir ...
DALL E prompt by lesering
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Herbst der Utopien – warum wir das Hoffen verlernt haben

Der Herbst ist die Jahreszeit der Ernüchterung. Die Welt verliert an Farbe, das Licht wird schärfer, die Tage werden kürzer. Zeit um die erste Bilanz über das schon gelaufene Jahr zu ziehen. Und man merkt, dass die großen Versprechen des Jahres sich längst in kleine Routinen verwandelt haben. Und vielleicht ist genau das das passende Klima, um über Utopien zu sprechen – und darüber, warum sie verschwunden sind.
Han Kang Han Kang Die Vegetarierin Aufbau Verlag
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Han Kang und die Ästhetik des Schweigens – warum Die Vegetarierin uns so nah ist

Yeong-hye sagt einfach Nein. Kein Protestbanner, kein Aufstand, kein Manifest – sie hört auf, Fleisch zu essen. In einer Gesellschaft, in der Harmonie wichtiger ist als Selbstbestimmung, wirkt dieses Nein wie ein Sprengsatz. Han Kangs Roman Die Vegetarierin (2007, auf Deutsch 2016) entfaltet aus dieser unscheinbaren Geste ein Drama, das Ehe, Familie und Ordnung ins Wanken bringt. Und während man liest, ahnt man: Es geht gar nicht nur um Fleisch. Es geht darum, wie viel Freiheit ein Körper haben ...
Transiträume damals wie heute Transiträume damals wie heute DALL E prompt by Lesering
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Warum wir Anna Seghers neu lesen sollten – Flucht, Exil und Widerstand im 21. Jahrhundert

Ein Hafen, überfüllt mit Menschen, die hinauswollen – in ein anderes Land, in eine ungewisse Zukunft. So beginnt Anna Seghers’ Roman Transit (1944), geschrieben im französischen Exil, veröffentlicht in Mexiko. Wer diese Szenen liest, denkt unwillkürlich an heutige Bilder: Geflüchtete an den Außengrenzen Europas, Menschen zwischen Hoffnung und Abweisung, zwischen Papierstapeln und Stacheldraht.
"Das Schloss“, „Der Prozess“, „Das Urteil" & "Die Verwandlung“ "Das Schloss“, „Der Prozess“, „Das Urteil" & "Die Verwandlung“ Fischer Taschenbuch
Kolumne

Kafkas Albträume als Homeoffice-Realität – 100 Jahre Bürokratie und Entfremdung

Man stelle sich Franz Kafka im Homeoffice vor: Ein Schreibtisch voller Akten, die nie fertig werden, ständige Unterbrechungen durch kryptische E-Mails der „Zentrale“, ein Videocall, in dem die Gesichter pixeln – und über allem die Frage, wofür das Ganze eigentlich gut ist. Wer Das Schloss oder Der Prozess liest, spürt schnell: Kafka hat die Absurditäten moderner Büroarbeit beschrieben, lange bevor Slack, Teams oder Excel erfunden waren. S
Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde Rowohlt
Buchvorstellung

Jan Fleischhauer – Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

Wer den DDR-Fernsehjingle des Schwarzen Kanals noch im Ohr hat, der weiß: Ironie war dort nicht vorgesehen. Karl-Eduard von Schnitzler intonierte die westliche Dekadenz, während im Hintergrund die Sozialismus-Sonate dröhnte. Dass Jan Fleischhauer ausgerechnet diesen Titel für seine Kolumne wählte, ist deshalb mehr als ein Scherz – es ist ein mediengeschichtlicher Hack. Der alte DDR-Propagandakanal wird zur Folie, um die Gegenwart zu spiegeln.
Heute erscheint Prinz Harrys Autobiografie "Reserve". Viel wurde im Vorfeld über diese Veröffentlichung gesprochen. Was bringt Harrys Buch, was der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur fehlt? Heute erscheint Prinz Harrys Autobiografie "Reserve". Viel wurde im Vorfeld über diese Veröffentlichung gesprochen. Was bringt Harrys Buch, was der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur fehlt? Bild: Defensie (Wikipedia)
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Bezaubernder Plot: "Harry und Meghan gegen das britische Königshaus"

Viel wurde in den vergangenen Tagen über die Veröffentlichung der Autobiografie Prinz Harrys gesprochen. "Reserve", so der Titel in deutscher Übersetzung, sei Skandal, Blamage, ein unverfrorener und geschmackloser Angriff. Die bereits bekannten Details - in Spanien wurden die Memoiren "versehentlich" eine Woche früher veröffentlicht - lassen auf ein bewegtes, nicht widerspruchsfreies Lebens schließen, das radikal und schonungslos erzählt wird. Von Mord ist da die Rede, von Trauer, Liebe und ...
Mit Worten kann man Wunder bewirken! Mit richtigen Zeichen zur rechten Zeit ebenfalls, also warten Sie nicht zu lange! 

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Nach oben Nach unten Mit Worten kann man Wunder bewirken! Mit richtigen Zeichen zur rechten Zeit ebenfalls, also warten Sie nicht zu lange! Tags: Galerie: nein Löschen als Hauptbild setzen Nach oben Nach unten Illustration © Yvonne Kuschel/yvonne-kuschel.de
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Zeichen und Wunder

Wie heißt “Ausrufezeichen” auf englisch? frage ich meinen Mann. Wozu willst du das wissen? fragt er zurück. Weil ich gerade einen kleinen englischen Text über Ausrufezeichen verfasse, sage ich. Lass es ja bleiben! sagt er, die Engländer schätzen keine Ausrufezeichen!
Erinnerungen an alte Freunde können schön sein. Erinnerungen an alte Freunde können schön sein. Illustration: © Yvonne Kuschel / yvonne-kuschel.de
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Alte Freunde

Neulich kam ein Freund aus Kindertagen (sozusagen, denn in Wirklichkeit war ich in jenen Tagen Studentin) und wir verbrachten ein vergnügliches Wochenende miteinander. Als er wieder weg war, merkte ich, dass diese Tage auch ganz schön anstrengend waren. Denn ich fand mich in einer Rolle wieder, mit der er mich schon in grauer Urzeit bedacht hatte. Damals passte sie mir wohl, jene Rolle.

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