Der Roman ist eine literarische Gattung, und zwar die Langform der schriftlichen Erzählung. Das Wort Roman ist ein Lehnwort aus dem Französischen[1] und bedeutet „Erzählung in Versen oder Prosa“. Es löste im 17. Jahrhundert das Wort Historie ab, das bis dahin die unter diese Gattung fallenden Werke bezeichnet hatte. Auch verstand man ab dem 17. Jahrhundert nur noch in Prosa abgefasste Schriften als „Roman“. Der Plural „Romane“ wurde erst im 18. Jahrhundert gebräuchlich.

Bis heute ist es schwierig, den Roman eindeutig zu definieren, da er zum einen in der antiken Diskussion über literarische Formen nicht erwähnt wird und zum anderen viele unterschiedliche Einflüsse auf die Romanproduktion einwirkten und bis heute weiter einwirken. Daraus resultieren zwei für die Definition des Romans wichtige Grundannahmen. In der Romantheorie wird der „Roman“ erstens als Synthese verschiedener Gattungen aufgefasst, da es außer dem Prosakriterium kaum formale Vorgaben gibt und daher andere ästhetische Muster leicht zu integrieren sind. Und zweitens ist der Roman aufgrund seiner Offenheit gegenüber anderen Formen und Genres einem stetigen Wandel unterworfen, der bis in die Gegenwart andauert und noch nicht abgeschlossen ist.

Quelle: Wikipedia

Roman

Sarah Kuttner: Mama & Sam Sarah Kuttner: Mama & Sam Ein intimer, schmerzhafter Bericht über digitale Einsamkeit, emotionale Verletzbarkeit und die fragile Würde des Vertrauens S. Fischer Verlag
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Sarah Kuttner: Mama & Sam – Wenn Nähe trügt

Sarah Kuttner erzählt in Mama & Sam eine Geschichte, die gleichzeitig persönlich und gesellschaftlich relevant ist. Es geht um Online-Betrug – und damit vordergründig um Täuschung, Manipulation, Kontrollverlust. Doch eigentlich erzählt dieser Roman von viel tieferliegenden Dingen: Einsamkeit, Mutter-Tochter-Distanz, Schamgefühlen und dem verzweifelten Wunsch, gesehen zu werden. Dass die Geschichte autobiografische Züge trägt, macht sie nicht nur authentischer, sondern auch schmerzhaft ...
Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Gans Verlag
Buchvorstellung

Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie

Die Hauptfigur von Agnieszka Lessmanns Roman heißt nicht einfach Aga. In Polen war sie Agnieszka, in Israel Ilana, in Deutschland nun Aga. Schon in dieser Verschiebung liegt ein Programm: Identität ist nichts Festes, sondern etwas, das neu benannt, überklebt, manchmal auch ausgelöscht wird. „Noch nicht einmal die Namen sind mit den Personen verbunden“, heißt es einmal lapidar. Für ein Kind, das die Kontinente wechselt, ist der eigene Name nicht Herkunftsversprechen, sondern eine Art wandernder ...
Alles Licht, das wir nicht sehen Alles Licht, das wir nicht sehen C.H.Beck
Buchrezension

Alles Licht, das wir nicht sehen von Anthony Doerr– Ein Roman über Würde im Nebel von Krieg und Schuld

„Alles Licht, das wir nicht sehen“ (All the Light We Cannot See, 2014) von Anthony Doerr ist kein Kriegsabenteuer, sondern eine präzise Menschengeschichte: Wie trifft man Entscheidungen, wenn Strukturen einen in Rollen pressen – Täter, Opfer, Zuschauer? Der Roman erhielt 2015 den Pulitzer-Preis für Belletristik und erzählt parallel von Marie-Laure LeBlanc, einer blinden Pariserin, und Werner Pfennig, einem deutschen Waisenjungen mit außergewöhnlichem technischem Talent. Doerr macht daraus keinen ...
"Robinson Crusoe" einer der erfolgreichsten Romane der Literaturgeschichte, feiert heute seinen 300. Geburtstag. Aber wie sollte man diese Kolonial-Geschichte lesen? "Robinson Crusoe" einer der erfolgreichsten Romane der Literaturgeschichte, feiert heute seinen 300. Geburtstag. Aber wie sollte man diese Kolonial-Geschichte lesen? Foto: Wikipedia
Buchrezension

Robinson Crusoe - Ich Herr. Wir Freunde.

Als „Robinson Crusoe“ am 25. April 1719 erschien, war die Wirkung enorm: Defoe erzählte ein Überlebensepos als angebliche Lebensbeichte – schnörkellos, detailgesättigt, mit religiöser Selbstprüfung. Der Roman prägte unser Bild vom Schiffbrüchigen, der aus „Nichts“ ein Leben baut, und gilt bis heute als Grundstein moderner Abenteuerprosa. Gleichzeitig steckt im Stoff ein klar lesbares Kolonial- und Sklavereimuster – eine Spannung, an der sich Gegenwart und Unterricht seit Jahrzehnten ...
Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Annett Gröschner gelingt ein Porträt des 20. Jahrhunderts, das still, aber eindrücklich wirkt – weil es auf das schaut, was andere ausblenden: die, die tragen, statt zu reden. Die, die schweigend weiterarbeiten. Die, die ihre Kinder verlieren und trotzdem noch aufstehen. Wer wissen will, was Haltung bedeutet, kann bei Hanna Krause lernen. C.H.BECK
Buchvorstellung

Annett Gröschner: Schwebende Lasten

Hanna Krause, Blumenbinderin, Kranfahrerin, Mutter von sechs Kindern, Zeitzeugin wider Willen – oder besser: Zeitdurchlebende. Denn das, was Gröschner erzählt, ist nicht bloß eine Geschichte über ein Jahrhundert, sondern ein Jahrhundert, das sich in einem einzigen Körper eingeschrieben hat. Ein Roman, der das Vergessen sichtbar macht, ohne laut zu werden. Und das Erzählen wieder dort verankert, wo es oft ignoriert wird: im Alltag, in den Händen, im Gestern, das nicht ...
Die Passagierin Die Passagierin Eine Zukunft der verpassten Chancen. S.Fischer Verlage
Buchrezension

Rezension zu "Die Passagierin" von Franz Friedrich

Die Passagierin ist ein Roman über das, was zwischen den Zeiten liegt. Franz Friedrich hat kein Science-Fiction-Abenteuer geschrieben, sondern eine poetische Erkundung von Erinnerung, Moral und Identität. Kolchis ist kein Ort zum Verweilen, aber einer zum Nachdenken. Wer sich auf diesen langsamen, tastenden Text einlässt, erfährt viel – auch über sich selbst.
Das Publikum entschied sich heute Abend bei der lit.COLOGNE Debütpreis-Verleihung für Kurt Prödel. Birgit Lichtenstein (Vorständin RheinEnergie AG, Foto links) überreichte dem glücklichen Gewinner das begehrte „Silberschwein“. Moderatorin Marie-Christine Knop führte durch die Veranstaltung (Foto rechts). Das Publikum entschied sich heute Abend bei der lit.COLOGNE Debütpreis-Verleihung für Kurt Prödel. Birgit Lichtenstein (Vorständin RheinEnergie AG, Foto links) überreichte dem glücklichen Gewinner das begehrte „Silberschwein“. Moderatorin Marie-Christine Knop führte durch die Veranstaltung (Foto rechts). Fotocredit: ©Katja Tauber
Buchpreis

Kurt Prödel gewinnt den Debütpreis der 25. lit.COLOGNE – „Klapper“ überzeugt Publikum mit Witz und Melancholie

Preisverleihung im Rahmen des Literaturfestivals Köln, 21. März 2025 – Der Künstler und Musiker Kurt Prödel ist der Gewinner des diesjährigen lit.COLOGNE-Debütpreises. Mit seinem Roman Klapper, erschienen im Frühjahr bei park x ullstein, setzte sich der 1991 geborene Autor am Freitagabend gegen seine beiden Mitnominierten Martina Behm und Carolin Würfel durch. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer öffentlichen Lesung in den BALLONI-Hallen in Köln, bei der das Publikum per Live-Abstimmung den ...
„Air“ von Christian Kracht „Air“ von Christian Kracht KiWi Verlag
Buchrezension

„Air“ von Christian Kracht – Eine atmosphärische Reise zwischen Mythos und Wirklichkeit

Was bleibt, wenn alles schön ist? Mit „Air“, seinem neuesten Roman, taucht Christian Kracht tiefer denn je in die Ästhetik des Nichts ein. Der Schweizer Autor, der bereits mit „Faserland“, „Imperium“ und „Eurotrash“ literarische Wegmarken gesetzt hat, beweist erneut, wie radikal und zugleich elegant Literatur sein kann, wenn sie sich dem Inhalt zu verweigern scheint – und dabei mehr erzählt als jede Handlung.

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