Der frühere SPD-Politiker und Bestsellerautor Thilo Sarrazin hat in Berlin sein neues Buch vorgestellt. Die Einführung übernahm der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp. In "Die Vernunft und ihre Feinde. Irrtümer und Illusionen ideologischen Denkens" blickt Sarrazin auf seine Karriere, handelt gesellschaftliche Fragen ab und widmen sich Themen wie "Männer und Frauen", "Ethnien und Rassen" sowie der Frage, inwiefern Politik als "Religionsersatz" in Erscheinung tritt.
Der umstrittene Bestsellerautor und ehemalige SPD-Politiker Thilo Sarrazin hat in Berlin sein neues Buch "Die Vernunft und ihre Feinde" vorgestellt. Darin kritisiert er die aktuelle Regierungspolitik in Sachen Energie, Umwelt, Bildung und anderen Sparten. Die Sprache und die Verteidigung einzelner Segmente sie ideologisch statt faktenbasiert, so Sarazzin. Dabei greift er vor allem Grüne und SPD an, sieht ideologische Gefahren aber auch bei der AFD, bei Corona-Impfgegnern und vor allem beim russischen Präsidenten Putin. Zugleich meint Sarrazin, die "fähigsten Politiker" befänden sich gegenwärtig bei den Grünen. Die Partei sei eben nur von Ideologien geprägt.
Uwe Tellkamp "Öfen setzen."
Der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp führte in die Buchvorstellung mit dem Text "Öfen setzen. Laudation auf einen Unbequemen" ein und würdigte Sarrazins Werk. Ebenso wie Sarrazin, steht Tellkamp wegen umstrittener Thesen zur Zuwanderung in der Kritik. In seiner Rede kritisierte er die etablierten Parteien harsch, schimpfte auf Medien und Regierung und bezeichnete die Debatten und und Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit Unterdrückung und Denunziation in der DDR.
Thilo Sarrazin "Deutschland schafft sich ab"
Sarrazin hatte mit mehreren Büchern immer wieder heftige Diskussionen ausgelöst. Vor allem seine Thesen zu muslimischen Einwanderern führte zu Disputen. Einige Kritiker bezeichneten Äußerungen Sarrazins als rassistisch. Das wohl bekannteste Buch des Bestsellerautors trägt den Titel "Deutschland schafft sich ab" und verkaufte sich millionenfach. Damals verlor Sarrazin seinen Posten als Vorstandsmitglied der Bundesbank. 2020 wurde er dann aus der SPD ausgeschlossen.
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