Prosa (von althochdeutsch prōsa, dieses von lateinisch prosa oratio ‚geradeaus gerichtete (schlichte) Rede‘, aus prorsus ‚nach vorn gewendet‘ und oratio ‚Rede‘)[1][2] bezeichnet die ungebundene Sprache im Gegensatz zur Formulierung in Versen, Reimen oder in bewusst rhythmischer Sprache. Der Begriff wird nur im Singular gebraucht (Singularetantum). Ein Schriftsteller, der ausschließlich oder überwiegend Prosa verfasst, wird auch als Prosaist bezeichnet.

Als prosaisch bezeichnet man davon abgeleitet eine vergleichsweise trockene, nüchterne Darstellung.[3]

Quelle: Wikipedia

Prosa

Nano Banana by Lesering
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Gabriele Ludwig: Der Weihnachtsmannassistent

„Eine schöne Adventszeit“, buchstabierte Emma. Sie hielt die Karte in der einen Hand und in der anderen eine Schachtel, die mit Sternen bedruckt war. „Das lag vor unserer Wohnungstür“, sagte sie und zeigte ihrem Bruder beides. Tom war froh, seine Hausaufgaben unterbrechen zu können. Emma war immer viel schneller damit fertig als er und lesen konnte sie mit ihren sieben Jahren auch ziemlich gut. „Gib mal her“, sagte Tom. Er besah sich die Karte. Es war kein Absender zu sehen, aber eine ...
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Richie Flow: Sommer 2018

Die Taube schwamm im Wasser des Hafenbeckens. Mit zunehmend hektisch anmutenden Flügelschlägen versuchte sie sich aus diesem ihr fremden Element zu befreien. Ohne Erfolg. Das Klatschen der Flügel auf die Wasseroberfläche verstärkte den Eindruck eines verzweifelten und hoffnungslosen Versuchs. Passanten, die an der Hafenpromenade entlang gingen, blieben stehen. Erst wenige, dann immer mehr, bis eine Gruppe von 20 oder mehr Menschen das Schauspiel betrachteten – Männer, Frauen und Kinder ...
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Claudia Dvoracek-Iby: Das Mädchen

„Übrigens“, Cocos Hundesitterin setzt sich unaufgefordert auf die Bank zu mir, „heute hat mir die Reinweiß eiskalt mitgeteilt, dass ich vorläufig“ - sie zeichnet Anführungszeichen in die Luft - „nicht mehr gebraucht werde. Ab morgen kommt jemand anders mit Coco hierher. Eine junge Ukrainerin. Die Reinweiß haben sie bei sich aufgenommen. Naja, Platz und Geld haben die ja mehr als genug. Aber wie sich die Reinweiß mit ihrer guten Tat brüstet - zum Kotzen ist das! Ich habe gehört, wie sie ins ...
lesering
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Gabriele Ejupi: Unser Eis schmilzt – Eine Botschaft aus dem Norden

Weit oben, wo der Himmel manchmal in bunten Farben leuchtet, lebt Tobi, ein kleiner Eisbär, mit seiner Familie. Er ist neugierig, verspielt und liebt es, morgens mit der kalten Schnauze über den frostigen Boden zu gleiten. Der Schnee knirscht unter seinen Tatzen, die Welt ist weiß, klar und endlos. Für Tobi ist jeder Tag ein neues Abenteuer. Jeder Sonnenstrahl, der durch den Dunst bricht, ein Wunder. Jedes Knacken des Eises unter seinen Pfoten, eine Melodie seines ...
„Air“ von Christian Kracht „Air“ von Christian Kracht KiWi Verlag
Buchrezension

„Air“ von Christian Kracht – Eine atmosphärische Reise zwischen Mythos und Wirklichkeit

Was bleibt, wenn alles schön ist? Mit „Air“, seinem neuesten Roman, taucht Christian Kracht tiefer denn je in die Ästhetik des Nichts ein. Der Schweizer Autor, der bereits mit „Faserland“, „Imperium“ und „Eurotrash“ literarische Wegmarken gesetzt hat, beweist erneut, wie radikal und zugleich elegant Literatur sein kann, wenn sie sich dem Inhalt zu verweigern scheint – und dabei mehr erzählt als jede Handlung.
365 Tage Frieden ist damit mehr als eine Anthologie: Es ist ein Plädoyer für die Kraft des Wortes in einer Welt, die Frieden nicht dem Zufall überlassen darf. 365 Tage Frieden ist damit mehr als eine Anthologie: Es ist ein Plädoyer für die Kraft des Wortes in einer Welt, die Frieden nicht dem Zufall überlassen darf. Edition MAYA
Aktuelles

Anthologie „365 Tage Frieden“ – Stimmen gegen die Sprachlosigkeit

In Zeiten, in denen die Welt sich immer lauter übertönt und dennoch oft verstummt, setzt die Anthologie 365 Tage Frieden ein stilles, aber nachdrückliches Zeichen. Herausgegeben vom PEN-Zentrum Deutschland, vereint der Band Stimmen, die dem Verstummen trotzen – literarische Nachdenken über den Frieden inmitten einer Gesellschaft, die ihn allzu oft für selbstverständlich hält.
Freie Texte Freie Texte lesering
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Gabriele Ejupi: Die Last

Der Schnee lastet schwer auf den Zweigen. Sie senken sich unter dem Druck, geben nach, verlieren ihren Widerstand. So lastet auch die Bürde des Lebens auf unseren Schultern, und auch wir geben nach, gehen nicht mehr so aufrecht wie einst. Wir versuchen, einiges abzuschütteln, die Last zu vermindern, sie in eine weit entfernte Ecke zu schieben. War es wirklich wichtig? Nicht alles verdient es, bis ans Ende unserer Tage getragen zu werden. Erinnerungen verblassen, und mit ihnen wird die Last ...
Der Schriftsteller und Journalist Martin Becker ist mit dem „Margarete-Schrader-Preis für Literatur“ der Universität Paderborn ausgezeichnet worden Der Schriftsteller und Journalist Martin Becker ist mit dem „Margarete-Schrader-Preis für Literatur“ der Universität Paderborn ausgezeichnet worden Foto (Universität Paderborn, Dagmar Olasz-Eke): Prof. Dr. Norbert Eke (r.) überreichte den Preis an Martin Becker.
Buchpreis

Der Schriftsteller und Journalist Martin Becker hat den „Margarete-Schrader-Preis für Literatur“ erhalten

Der Schriftsteller und Journalist Martin Becker ist mit dem „Margarete-Schrader-Preis für Literatur“ der Universität Paderborn ausgezeichnet worden. Die mit 8.000 Euro dotierte Ehrung wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Deelenhaus Paderborn überreicht. Die Jury lobte Beckers „welthaltige Prosa“, die mit einem ganz eigenen Ton „Räume der Erinnerung schafft“ und eine „literarische Heimatkunde“ anstimmt, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet. In ...
lesering
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Jaroslawa Baijew: Eine Kurzgeschichte

Es war einmal ein kleines Pferd namens Niko, das in einem sonnigen, bunten Dorf am Rande eines Waldes lebte. Niko war kein gewöhnliches Pferd – er hatte eine besondere Vorliebe für Badelatschen! Während die anderen Pferde Stiefel oder Hufeisen trugen, lief Niko fröhlich in seinen bequemen, bunten Badelatschen durch das Dorf. Eines schönen Morgens, als die Vögel fröhlich zwitscherten und die Blumen in allen Farben blühten, beschloss Niko, ein Abenteuer zu erleben. „Ich werde heute etwas Neues ...
Jürgen Becker Jürgen Becker Von Hpschaefer www.reserv-art.de - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Abschied

Jürgen Becker (1932-2024) – Ein Leben für die Literatur

Der deutsche Schriftsteller und Lyriker Jürgen Becker, eine prägende Gestalt der Nachkriegsliteratur und ein bekanntes Mitglied der „Gruppe 47“, ist am 7. November 2024 im Alter von 92 Jahren in Köln verstorben. Sein friedlicher Tod wurde von seinem Verlag Suhrkamp sowie seinem Sohn, dem Fotografen Boris Becker, im Beisein der Familie bestätigt.
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Irena Habalik: Es war einmal, er war einmal

Es war einmal, er war einmal, hatte eine Gitarre hatte eine Stimme wie Balsam einen Sohn hatte er, Zweifel, Hoffnung sang und sang gegen Zweifel, sang einen Song für die Hoffnung, für den Sohn Wir sangen mit, mal leise, mal laut, lauter ein Lied über die Wolken, wir erhoben die Hände wollten fliegen mit dem Lied, wollten höher und noch höher, wollten die kalte, graue Welt hinter uns lassen wollten das All in Worte fassen und sie da oben nahmen das Lied weiß, blau gierig, nahmen es für das ...
Verschiedene Aspekte der Liebe Verschiedene Aspekte der Liebe DALL-E
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Liebe

Liebe ist bedingungslos, man kann sie nicht kaufen nur fühlen. Liebe muss man sich nicht verdienen. Man kann sich Herz über Kopf verlieben und sein Glück kaum fassen. Man kann jemanden verlieren und dessen Liebe vermissen. Man kann offen für die guten Dinge im Leben sein oder Angst vor seinen eigenen Gedanken und Träumen haben. Man kann die Welt in all ihren Farben sehen. Man kann einen grauen Schleier drüberlegen. Liebe macht das Leben lebenswert. Das Einzige, was wichtig ist und worum es sich ...

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