Thea Dorn empfängt in der neuen Ausgabe von „Das Literarische Quartett“ die Schriftstellerin Jagoda Marinić, den Autor Philipp Tingler und den Literaturkritiker Adam Soboczynski. Gemeinsam diskutieren sie über vier Neuerscheinungen von Rachel Cusk, Alex Schulman, Clemens J. Setz und Heinz Strunk.
Die neue Ausgabe ist am Freitag, 4. September 2026, ab 10.00 Uhr im ZDF-Streaming-Portal verfügbar. Im ZDF wird „Das Literarische Quartett“ am selben Tag um 23.30 Uhr ausgestrahlt. Diskutiert wird wie gewohnt im Rang-Foyer des Berliner Ensembles.
Auf der Leseliste stehen diesmal Rachel Cusks „Das Leben der M“, Alex Schulmans „Jetzt beginnt das Leben“, Clemens J. Setz’ „Mein Leben als Noiseband“ und Heinz Strunks „Memories of Heidelberg“.
Rachel Cusk: „Das Leben der M“
Rachel Cusk erzählt in „Das Leben der M“ die erfundene Autobiografie der Schauspielerin M. Sie ist ein weltberühmter Filmstar, deren Gesicht und Leben der Öffentlichkeit gehören. Eine mit ihr befreundete Schriftstellerin soll ein Porträt über M verfassen. Dabei rücken die verschiedenen Rollen und Identitäten der Schauspielerin in den Mittelpunkt. Der Roman verbindet Biografie und Fiktion.
„Das Leben der M“ erscheint in deutscher Übersetzung von Eva Bonné bei Suhrkamp. Die deutsche Erstausgabe kommt am 2. September 2026 in den Handel und umfasst 175 Seiten.
Alex Schulman: „Jetzt beginnt das Leben“
Im Zentrum von Alex Schulmans „Jetzt beginnt das Leben“ steht Vidar. Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird er vom Lehrdienst suspendiert. Zu Hause findet er die Telefonnummer des früheren Sommerhauses seiner Familie und ruft dort an.
Am anderen Ende der Leitung meldet sich sein Vater, obwohl dieser längst gestorben ist. Vidar stellt fest, dass die Telefonate immer zum selben Zeitpunkt in seiner Vergangenheit führen: zum 17. Juni 1986. Er beginnt, durch weitere Anrufe die Ereignisse dieses Tages aus seiner Kindheit und die einzelnen Schritte seiner Familie nachzuvollziehen.
„Jetzt beginnt das Leben“ ist am 20. August 2026 bei dtv erschienen.
Clemens J. Setz: „Mein Leben als Noiseband“
Mit „Mein Leben als Noiseband“ legt Clemens J. Setz einen Band mit Erzählungen vor. In der titelgebenden Geschichte steht Paul im Mittelpunkt, der seine Verzweiflung in der Musik einer Noiseband ausdrückt. Abseits der Bühne lebt er weitgehend allein. Nach einem Konzert lernt er Annika kennen, die seine Begeisterung für Noisebands teilt.
Paul und Annika bekommen ein Kind. Damit verändert sich auch sein Verhältnis zur Musik und zu seiner Kunst. Zugleich verschwindet Mark, ein weiteres Mitglied der Band, zunehmend aus Pauls Leben.
Auch in den weiteren Erzählungen des Bandes stehen Einzelgänger, Außenseiter und Menschen am Rand der Gesellschaft im Mittelpunkt.
„Mein Leben als Noiseband“ ist am 20. August 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen und umfasst 383 Seiten.
Heinz Strunk: „Memories of Heidelberg“
Heinz Strunks Roman „Memories of Heidelberg“ erzählt von Bertram und Isolde, einem älteren Paar aus Oldenburg. Beide reisen für einen Kurzurlaub nach Heidelberg. Die gemeinsame Reise soll auch ihrer Ehe guttun.
Das Paar wohnt in einem Boutiquehotel und entdeckt ein italienisches Restaurant auf einem alten Flussschiff im Neckar, das zum regelmäßigen Ziel seiner Abende wird. Im Verlauf der Urlaubswoche gerät die Beziehung zwischen Bertram und Isolde jedoch zunehmend aus den Fugen. Auch die Besuche auf dem Restaurantschiff nehmen einen immer unangenehmeren Verlauf, bis die Ereignisse schließlich in einer Katastrophe enden.
Der Roman ist am 17. Juli 2026 bei Rowohlt erschienen, umfasst 176 Seiten und ist für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert.
Vier Gäste diskutieren über vier Neuerscheinungen
Mit Jagoda Marinić, Philipp Tingler und Adam Soboczynski hat Thea Dorn für die September-Ausgabe drei Gäste im Rang-Foyer des Berliner Ensembles.
Jagoda Marinić ist Schriftstellerin, Dramatikerin und Publizistin. Philipp Tingler ist Schriftsteller und Literaturkritiker. Adam Soboczynski ist Literaturkritiker und Journalist. Gemeinsam mit Thea Dorn diskutieren sie die vier ausgewählten Neuerscheinungen.
Dabei reicht die Auswahl dieses Mal von Rachel Cusks Spiel mit Biografie und Fiktion über Alex Schulmans Geschichte eines Telefonkontakts in die eigene Vergangenheit bis zu Clemens J. Setz’ Erzählband und Heinz Strunks Roman über einen Urlaub in Heidelberg.
Damit stehen vier sehr unterschiedliche Bücher auf der Leseliste. Welche davon die Runde überzeugen und an welchen Titeln sich die Diskussion entzündet, zeigt sich am Freitag.
Nächste Ausgabe im Oktober
Nach der September-Sendung steht auch der nächste Termin bereits fest. Die nächste Ausgabe von „Das Literarische Quartett“ wird am Freitag, 2. Oktober 2026, um 23.30 Uhr im ZDF ausgestrahlt.
Die aktuelle Ausgabe ist am Freitag, 4. September 2026, ab 10.00 Uhr im ZDF-Streaming-Portal und am selben Abend um 23.30 Uhr im ZDF zu sehen.
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