Am 5. Dezember 2025 versammelt sich im Rang-Foyer des Berliner Ensembles eine neue Runde des Literarischen Quartetts. Thea Dorn empfängt diesmal die Schriftstellerin Eva Menasse, den Philosophen Wolfram Eilenberger und den Literaturkritiker Adam Soboczynski. Gemeinsam diskutieren sie vier Neuerscheinungen, die sich mit Erinnerung, psychischer Grenzerfahrung, literarischem Exil und poetischer Verdichtung befassen. Die Sendung ist ab 10:00 Uhr in der ZDF-Mediathek verfügbar und wird am Abend um 23:30 Uhr im ZDF ausgestrahlt.
Margaret Atwood – Book of Lives. So etwas wie Memoiren
Margaret Atwoods neues Werk versammelt autobiografische Skizzen, Beobachtungen und essayistische Miniaturen. Das Buch folgt keiner chronologischen Struktur, sondern verknüpft Erinnerungen mit Reflexionen über das Schreiben, Altern, Lesen und Leben. Persönliche und literarische Motive stehen nebeneinander, ohne sich zu erklären. Die Gattungsbezeichnung bleibt bewusst offen.
Samanta Schweblin – Das gute Übel
Eine Frau sucht die Stille unter Wasser. Ein Kind verliert die Stimme. Zwei Freundinnen begegnen sich wieder, kurz vor dem Tod. In sechs Geschichten erkundet Schweblin familiäre, psychische und sprachliche Ausnahmezustände. Ihre Erzählungen bewegen sich zwischen Alltag und Abgrund, konzentrieren sich auf Momente der Verstörung, der Distanz, der inneren Verschiebung. Das gute Übel bleibt ein Begriff, der nicht aufgelöst wird – weder moralisch noch erzählerisch.
Lili Körber – Abschied von gestern
Der wieder aufgelegte Roman von Lili Körber bringt eine weitgehend vergessene Autorin zurück in den literarischen Diskurs. Die Erzählung begleitet eine Figur durch Räume der Fremde und des Übergangs – geografisch, sprachlich, existenziell. Körbers Sprache ist nüchtern, ihre Perspektive klar. In der Wiederentdeckung liegt auch eine Rückfrage an das literarische Gedächtnis: Welche Stimmen kehren zurück, und warum gerade jetzt?
László Krasznahorkai – Zsömle ist weg
Mit Spannung erwartet wird das neue Buch des frisch gekürten Literaturnobelpreisträgers László Krasznahorkai. Zsömle ist weg erscheint offiziell am 10. Dezember 2025 bei Fischer – wenige Tage nach der Ausstrahlung der Sendung. Der Titel verweist auf einen verschwundenen Hund, öffnet aber zugleich Raum für metaphorische und strukturelle Lesarten.
Krasznahorkais Texte sind für ihre langen Sätze, ihre philosophische Dichte und ihre formale Eigenwilligkeit bekannt. Es bleibt offen, in welchem Verhältnis das neue Buch zum bisherigen Werk steht – und wie es im Licht der Nobelpreisvergabe gelesen wird.
Sendetermin
Das Literarische Quartett ist am Freitag, 5. Dezember 2025, ab 10:00 Uhr in der ZDF-Mediathek verfügbar und wird um 23:30 Uhr im ZDF ausgestrahlt.
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Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
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Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Das „Literarische Quartett“ am 13. März 2026
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Das Literarische Quartett: Was die nächste Ausgabe bringt
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Sir Salman Rushdie zu Gast im Literarischen Quartett
"Das Literarische Quartett" mit Cara Platte, Juli Zeh und Adam Soboczynski
"Das Literarische Quartett" mit Eva Menasse, Cornelius Pollmer und Juli Zeh
Das "Literarische Quartett" mit Joachim Meyerhoff, Mithu M. Sanyal und Philipp Tingler
"Das Literarische Quartett" sucht drei Gäste unter 21 Jahren
Aktuelles
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Ein Balkon, ein Flüstern, eine Nacht – Shakespeares „Romeo and Juliet“ als Drama beschleunigter Gefühle
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Zwei Paare, zwei Systeme – Schillers „Kabale und Liebe“ und Shakespeares „Romeo and Juliet“ im Spiegel von Zeit, Raum und Gegenwart
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Ein Körper im Gras – und eine Stimme, die nicht zur Ruhe kommt. Büchners „Woyzeck“ als Versuch über Macht, Sprache und Zersetzung
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Das erwachsene Land von Holger Stark – Der Moment, in dem der große Bruder wegschaut
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