Neuanfänge haben in Romanen einen guten Ruf. Man zieht in eine andere Stadt, eröffnet ein Geschäft, verliebt sich neu – und schon liegt die Zukunft wie frisch gestrichen vor einem. Im wirklichen Leben beginnt das Neue häufig weniger elegant. Erst funktioniert etwas nicht mehr. Eine Beziehung endet, ein Plan scheitert, der Körper setzt Grenzen. Danach entsteht eine Lücke, und niemand hat garantiert, dass darin sofort etwas Besseres wächst.
Zauber des Neuen von Ellin Carsta: Wenn ein verlorener Traum Platz für einen neuen macht
„Zauber des Neuen“, der vierte Band von Ellin Carstas Familiensaga „Die Kinder der Hansens“, beginnt 1926 genau an einem solchen Punkt. Amala Hansen erholt sich von ihrem Unfall, muss aber akzeptieren, dass ihre geplante Karriere als Schauspielerin nicht mehr möglich ist. Während sie nach einer neuen Aufgabe sucht, entsteht in Hamburg eine Idee: Das alte Kontor der Hansens könnte in ein Theater- und Lichtspielhaus mit Restaurant verwandelt werden. Gleichzeitig wagt Therese einen eigenen Neubeginn und will Wien verlassen, um zu Georg nach Hamburg zu ziehen.
Carsta erzählt damit weniger vom Zauber eines fertigen Neuanfangs als von der unbequemeren Phase davor. Die Hansens müssen erst herausfinden, was sie mit ihren Möglichkeiten anfangen wollen. Und wie so oft in dieser Familie wird aus einer persönlichen Idee ziemlich schnell ein Gemeinschaftsprojekt.
Worum geht es in „Zauber des Neuen“?
Die Handlung setzt nach den Ereignissen aus „Tanz ins Leben“ ein. Amala befindet sich auf dem Weg der körperlichen Besserung. Eine Erkenntnis lässt sich jedoch nicht länger verdrängen: Ihren Traum von einer Karriere als Schauspielerin muss sie aufgeben.
Auf der Suche nach Orientierung verbringt sie Zeit mit ihrem Cousin Eduard in Berlin. Gemeinsam besuchen sie verschiedene Varietés, und Amala lernt Menschen aus dessen Umfeld kennen. Die schillernde Welt fasziniert sie durchaus, gleichzeitig merkt sie, dass sie darin keine neue Zukunft für sich findet.
Eine andere Möglichkeit entsteht schließlich in Hamburg. Das alte Kontor der Familie soll nicht einfach Vergangenheit bleiben. Die Idee kommt auf, das Gebäude zu einem Theater- und Lichtspielhaus mit Gastronomie umzubauen. Das Projekt ist ehrgeizig, finanziell riskant und zwingt mehrere Mitglieder der Familie, gemeinsam über die Zukunft nachzudenken.
Auch bei der älteren Generation bewegt sich etwas. Therese beschließt nach ihrer Annäherung an Georg, Wien hinter sich zu lassen und in Hamburg neu anzufangen. Neben diesen zentralen Entwicklungen führt Carsta weitere Zweige der inzwischen weit verstreuten Familie fort.
Das ergibt erneut keinen Roman mit einer einzigen Hauptfigur und einem einzigen Konflikt. „Zauber des Neuen“ bleibt eine Familiensaga im eigentlichen Sinn: Viele Menschen bewegen sich gleichzeitig – manchmal aufeinander zu, manchmal voneinander weg.
Amala muss lernen, dass ein Traum auch enden darf
Amalas Geschichte ist das Zentrum dieses vierten Bandes. Seit „Schritt ins Licht“ gehört ihr Wunsch, Schauspielerin zu werden, zu den wichtigsten Teilen ihrer Identität. Sie musste sich Möglichkeiten erkämpfen und gegen gesellschaftliche Vorurteile behaupten. In „Tanz ins Leben“ schien die Filmkarriere schließlich zum Greifen nah.
Nun ist dieser Weg versperrt.
Carsta entscheidet sich damit gegen die einfachste Lösung. Amala kämpft nicht so lange, bis ihr ursprünglicher Traum doch noch wahr wird. Sie muss akzeptieren, dass Beharrlichkeit nicht jede Grenze beseitigt.
Gerade das macht ihre Entwicklung interessant. Populäre Geschichten über Selbstverwirklichung vermitteln gern, dass man nur genügend an einen Traum glauben müsse. Amala erlebt das Gegenteil. Sie hat Talent und Ehrgeiz, und trotzdem muss sie sich neu orientieren.
Das ist keine Kapitulation. Es ist eine andere Form von Selbstbestimmung.
Ihre Reise durch die Berliner Varietés passt dazu. Dort begegnet sie einer Welt, die oberflächlich vieles von dem besitzt, was sie einmal gesucht hat: Bühne, Unterhaltung, Öffentlichkeit. Trotzdem erkennt sie, dass bloße Nähe zum alten Traum noch keinen neuen Lebensentwurf ergibt.
Amala muss nicht zurückbekommen, was sie verloren hat. Sie muss herausfinden, was sie stattdessen will.
Aus einem alten Kontor soll Zukunft werden
Das geplante Theater- und Lichtspielhaus ist deshalb mehr als ein neuer Schauplatz für die Reihe. In ihm bündelt Carsta das eigentliche Thema des Romans.
Ein altes Kontor steht zunächst für die wirtschaftliche Vergangenheit der Familie. Nun soll daraus ein Ort für Theater, Film und Gastronomie entstehen. Die Hansens reißen ihre Geschichte also nicht einfach ab. Sie überlegen, was sich aus ihr machen lässt.
Das passt bemerkenswert gut in das Jahr 1926. Kino und moderne Unterhaltung verändern die Freizeitkultur, während traditionelle Formen des Geschäftslebens weiterbestehen. Carsta nutzt diese Entwicklung nicht für einen historischen Vortrag, sondern übersetzt sie in eine konkrete unternehmerische Entscheidung ihrer Figuren.
Dabei wird ausgerechnet Amalas gescheiterter Schauspielkarriere etwas Neues abgewonnen. Die Bühne verschwindet nicht vollständig aus ihrem Leben. Nur ihre Position verändert sich.
Das ist eine kluge Verschiebung. Selbstverwirklichung muss nicht immer bedeuten, selbst im Scheinwerferlicht zu stehen. Man kann auch den Ort schaffen, an dem andere auftreten.
Und plötzlich bekommt ein altes Gebäude eine zweite Biografie.
Die Frauen der Hansens wollen nicht nur dabei sein
Auch Auguste gehört zu diesem neuen Projekt. Bereits in den vorherigen Bänden hat Carsta ihre beruflichen Ambitionen zum Konflikt gemacht. Sie möchte als Bauingenieurin beziehungsweise im baulichen Bereich arbeiten und nicht darauf reduziert werden, welche Rolle eine Frau ihrer Zeit nach gesellschaftlicher Vorstellung übernehmen sollte.
Im vierten Band ist Auguste inzwischen mit Claus verheiratet und Mutter einer Tochter. Sekundäre Besprechungen des Romans beschreiben, dass sie darunter leidet, beruflich nicht die Anerkennung zu erhalten, die ihrer tatsächlichen Arbeit entspricht.
Damit führt Carsta eines der stärkeren Themen der Reihe weiter: Die Zwanzigerjahre eröffnen Frauen neue Möglichkeiten, beseitigen aber nicht automatisch die Strukturen, die diese Möglichkeiten begrenzen.
Bei Amala und Auguste zeigt sich das auf unterschiedliche Weise. Die eine verliert ihren bisherigen Berufstraum und sucht eine neue Aufgabe. Die andere besitzt Fähigkeiten und Ambitionen, muss aber darum kämpfen, dass diese überhaupt sichtbar werden.
Das geplante Lichtspielhaus verbindet beide Entwicklungen. Hier können Frauen nicht nur Gäste oder schmückendes Beiwerk sein. Sie werden Teil eines unternehmerischen Vorhabens.
Gerade darin steckt tatsächlich etwas vom „Zauber des Neuen“. Nicht weil plötzlich alle gesellschaftlichen Grenzen verschwunden wären. Sondern weil Menschen anfangen, innerhalb dieser Grenzen Räume zu verschieben.
Therese zieht nicht nur nach Hamburg
Auch bei Therese und Georg erzählt Carsta von einem Neubeginn. Nach ihrer Annäherung entscheidet sich Therese, Wien als Wohnort aufzugeben und nach Hamburg zu kommen.
Dass Carsta diesen Handlungsstrang neben die Geschichten der jüngeren Generation stellt, ist eine Stärke der Saga. Das Recht auf Veränderung endet hier nicht mit dreißig.
Thereses Entscheidung kostet etwas. Ein Neubeginn bedeutet schließlich immer auch, einen vertrauten Zustand aufzugeben. Der Roman romantisiert Bewegung zwar stärker als Stillstand, zeigt aber zumindest, dass das Neue nicht aus dem Nichts entsteht. Es braucht eine Entscheidung gegen etwas Bestehendes.
Damit verbindet sich die ältere Generation thematisch mit Amala. Beide Frauen stehen an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens, müssen aber dieselbe Frage beantworten: Wenn das bisherige Leben nicht fortgesetzt werden soll oder kann – was kommt danach?
Eine Familiensaga gewinnt genau dort an Tiefe, wo Generationen nicht nur nacheinander erzählt werden, sondern dieselben Fragen unter anderen Bedingungen beantworten.
Die Hansens werden langsam zu einem Familienunternehmen der Möglichkeiten
Im vierten Band fällt stärker als zuvor auf, wie sehr wirtschaftliches Denken zur DNA dieser Familie gehört. Wenn ein Problem auftaucht, wird nicht lange ausschließlich darüber gesprochen. Irgendwann steht ein Geschäftsmodell im Raum.
Beim Lichtspielhaus zeigt sich diese Mentalität besonders deutlich. Das Projekt benötigt Kapital, Planung und die Zustimmung beziehungsweise Unterstützung verschiedener Familienmitglieder. Die offizielle Inhaltsbeschreibung betont ausdrücklich, dass die Risiken des Vorhabens erheblich sind.
Das schützt die Geschichte davor, vollständig zum gemütlichen Familienprojekt zu werden. Ein Theater mit Kino und Restaurant klingt attraktiv, muss sich wirtschaftlich aber erst einmal tragen.
Gleichzeitig ist der familiäre Zusammenhalt weiterhin Carstas wichtigstes Sicherheitsnetz. Die Hansens verfügen über Kontakte, Erfahrung und Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Das macht die Saga angenehm zu lesen, glättet aber gelegentlich ihre Konflikte.
Denn in dieser Familie bleibt kaum jemand lange vollkommen allein mit einem Problem.
Das ist emotional befriedigend. Dramaturgisch nimmt es manchen Entscheidungen jedoch etwas von ihrem Risiko. Man ahnt inzwischen, dass ein Hansen fallen kann – aber meistens steht irgendwo ein anderer Hansen mit ausgestreckter Hand.
Viele Orte, viele Menschen – und inzwischen eine ziemlich große Familie
„Zauber des Neuen“ führt die Ensemble-Struktur der Vorgänger konsequent fort. Die Familie ist längst über mehrere Städte und Länder verteilt. Neben Hamburg, Berlin und Wien spielen weitere Familienzweige eine Rolle; zeitgenössische Besprechungen nennen unter anderem München und die USA beziehungsweise Chicago als weitere Schauplätze.
Carsta wechselt zwischen diesen Figuren und Orten. Die einzelnen Kapitel konzentrieren sich jeweils auf bestimmte Mitglieder der Familie.
Für regelmäßige Leser ist das der eigentliche Reiz der Reihe. Man besucht nicht nur eine Hauptfigur, sondern schaut gewissermaßen bei einer ganzen Familie vorbei und erfährt, was sich seit dem letzten Band verändert hat.
Darin liegt gleichzeitig die größte Hürde.
Wer mit „Zauber des Neuen“ einsteigt, wird mit einer erheblichen Zahl von Namen, Verwandtschaftsverhältnissen und Vorgeschichten konfrontiert. Viele Konflikte besitzen ihr eigentliches Gewicht nur deshalb, weil die vorherigen Bände bereits gezeigt haben, wie diese Menschen an den jeweiligen Punkt gelangt sind.
Der vierte Teil ist deshalb deutlich stärker als Fortsetzung denn als eigenständiger historischer Roman.
Familienfeiern funktionieren ähnlich. Wer niemanden kennt, verbringt den halben Abend damit herauszufinden, wer eigentlich zu wem gehört.
Zwischen Varieté und Lichtspielhaus wird 1926 sichtbar
Carsta schreibt historische Unterhaltungsliteratur und keine umfassende Gesellschaftsstudie der Weimarer Republik. Trotzdem ist die Wahl des Jahres 1926 für diesen Band passend.
Die Moderne erscheint vor allem über Lebensformen und Unterhaltung. Amala besucht Berliner Varietés. In Hamburg soll ein Lichtspielhaus entstehen. Frauen wie Amala und Auguste suchen berufliche Rollen, die über traditionelle Erwartungen hinausgehen. Gleichzeitig bestehen ältere gesellschaftliche Vorstellungen weiter.
Dadurch wirkt Geschichte bei Carsta meistens dort am überzeugendsten, wo sie den Alltag der Figuren verändert.
Das Kino ist dafür ein gutes Beispiel. Eine neue Unterhaltungsform verändert nicht nur, was Menschen am Abend sehen. Sie schafft Berufe, Unternehmen und neue Formen von Öffentlichkeit. Für Amala ist das besonders interessant: Film war zunächst die Bühne ihrer persönlichen Zukunft. Nun kann das Medium Teil einer unternehmerischen Zukunft werden.
Fortschritt erscheint damit nicht abstrakt. Er bekommt Räume, Baupläne und Rechnungen.
Was „Zauber des Neuen“ besonders gut kann – und wo die Saga an Grenzen stößt
Die stärkste Entscheidung des Romans ist Amalas Neuorientierung. Carsta erlaubt ihrer Figur, einen lang verfolgten Traum zu verlieren, ohne daraus ein endgültiges Scheitern zu machen. Gerade weil Leser Amalas Karrierepläne seit dem ersten Band begleiten, besitzt dieser Bruch Gewicht.
Auch das alte Kontor als zukünftiges Theater- und Lichtspielhaus ist ein gelungenes Motiv. Vergangenheit und Zukunft stehen nicht einfach gegeneinander. Das Bestehende wird umgebaut. Genau so funktioniert im Grunde auch die gesamte Reihe: Die jüngere Generation übernimmt die Geschichte der Hansens, muss daraus aber etwas Eigenes machen.
Die Ensemble-Struktur bleibt dagegen Stärke und Schwäche zugleich. Die vielen Figuren erzeugen den Eindruck einer lebendigen Großfamilie, begrenzen jedoch die Tiefe einzelner Handlungsstränge. Sobald ein Konflikt interessant wird, wartet häufig bereits der nächste Familienzweig.
Hinzu kommt Carstas grundsätzlich zugänglicher Erzählstil. Die Handlung bewegt sich zügig, Konflikte bleiben verständlich und die historischen Zusammenhänge werden ohne große Umwege vermittelt. Wer literarische Experimente oder eine sehr komplexe Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik sucht, wird hier weniger finden. Wer eine fortlaufende historische Familiensaga lesen möchte, bekommt genau deren Stärken.
Die Kinder der Hansens: Band 4 der Reihe
„Zauber des Neuen“ ist der vierte Band von „Die Kinder der Hansens“. Die offizielle Seite der Autorin führt inzwischen zehn Bände. Da die persönlichen und familiären Entwicklungen aufeinander aufbauen, ist die chronologische Lektüre klar zu empfehlen.
- Schritt ins Licht
- Glück des Augenblicks
- Tanz ins Leben
- Zauber des Neuen
- Kraft der Veränderung
- Moment des Aufbruchs
- Zeit des Neubeginns
- Geschenk des Loslassens
- Entdeckung der Wahrheit
- Ende einer Ära
Für wen eignet sich „Zauber des Neuen“?
Der Roman eignet sich vor allem für Leser, die die ersten drei Bände kennen und historische Familien- und Generationensagas mögen. Wer Amala, Auguste, Georg, Therese und die anderen Hansens bereits begleitet hat, bekommt eine Fortsetzung, die mehrere langfristige Entwicklungen sichtbar verändert.
Besonders interessant ist der Band für Leser, die an Geschichten über weibliche Selbstbestimmung, berufliche Neuorientierung und gesellschaftlichen Wandel interessiert sind. Diese Themen werden allerdings im Rahmen eines zugänglichen Unterhaltungsromans behandelt, nicht als historisch-soziologische Tiefenbohrung.
Als Einstieg in die Reihe würde ich den vierten Teil nicht wählen. Dafür ist inzwischen zu viel Familiengeschichte vorausgegangen. „Zauber des Neuen“ lebt gerade davon, dass man weiß, was für Amala verloren gegangen ist – und weshalb das Neue deshalb überhaupt Bedeutung bekommt.
Über Ellin Carsta
Ellin Carsta ist ein Pseudonym der deutschen Schriftstellerin Petra Mattfeldt. Unter diesem Namen veröffentlicht sie vor allem historische Familienromane und umfangreiche Reihen. Zu ihren bekannten Serien gehören neben der Hansen-Saga und „Die Kinder der Hansens“ auch die Romane um Gut Falkenbach.
„Die Kinder der Hansens“ knüpft an die frühere Hansen-Saga an und verschiebt den Schwerpunkt auf die nächste Generation. Die Reihe begann 2022 mit „Schritt ins Licht“ und führt die Familiengeschichte inzwischen über zehn Bände weiter.
Neu anfangen heißt manchmal, etwas nicht zurückzubekommen
„Zauber des Neuen“ ist vor allem Amalas Roman der Neuorientierung. Drei Bände lang gehörte die Schauspielerei zu ihrer Vorstellung von Zukunft. Nun muss sie akzeptieren, dass dieser Weg nicht weiterführt. Ellin Carsta macht daraus keinen langen Abschied vom Leben, sondern die Suche nach einer anderen Form von Teilhabe.
Das geplante Theater- und Lichtspielhaus passt deshalb so gut zu diesem Band. Ein altes Kontor soll nicht verschwinden, sondern eine neue Aufgabe bekommen. Auch Amala muss nicht zu der Person zurückwerden, die sie vor ihrem Unfall war. Sie kann aus dem, was geblieben ist, etwas anderes bauen.
Daneben entwickelt Carsta ihre weit verzweigte Familie weiter, lässt Therese einen späten Neubeginn wagen und führt die gesellschaftlichen Fragen der vorherigen Bände fort. Die Vielzahl der Figuren begrenzt weiterhin die Tiefe einzelner Konflikte, ist aber zugleich das Prinzip dieser Saga: Niemand verändert sich vollkommen allein. Vielleicht liegt darin der eigentliche Zauber des Neuen.
Ein Neuanfang beginnt nicht dort, wo alles wieder möglich ist. Sondern dort, wo man aufhört, nur dem Verlorenen nachzusehen.
Topnews
Unser Geburtstagskind im August: Mary Shelley
Unser Geburtstagskind im Juli: Franz Kafka und die Kunst, sich nicht zurechtzufinden
Unser Geburtstagskind im Juni: Thomas Mann und die brüchige Ordnung der Welt
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Schritt ins Licht von Ellin Carsta: Eine neue Generation der Hansens will ihr eigenes Leben
Tanz ins Leben von Ellin Carsta: Eine Familie zwischen Aufbruch und Abschied
Glück des Augenblicks von Ellin Carsta: Wenn Erfolg plötzlich seinen Preis zeigt
Entdeckung der Wahrheit von Ellin Carsta: Wenn Familie nicht mehr vor Schuld schützt
Morgan’s Hall: Eisland von Emilia Flynn – Das Finale im Frost
Morgan’s Hall: Schattenland von Emilia Flynn – Wenn Vergangenheit nicht stirbt, sondern nur leiser wird
Morgan's Hall: Schicksalsland – Glück fühlt sich in dieser Reihe nie stabil an
Morgan’s Hall: Ascheland von Emilia Flynn – Nach der großen Liebe kommt der Alltag
Morgan’s Hall: Niemandsland von Emilia Flynn – Wenn das „Danach“ gefährlicher wird als das „Davor“
Morgan’s Hall: Sehnsuchtsland von Emilia Flynn – Wenn Sehnsucht zum Kompass wird
Morgan’s Hall: Herzensland von Emilia Flynn – Wenn Geschichte plötzlich persönlich wird
Katharina die Große: Im Winterpalast lernt die Macht das Lächeln
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst von Arno Strobel: Wenn das eigene Zuhause zum Gegner wird
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking: Was geschieht mit den Träumen, die wir vernünftig begraben?
Ada Caine: „Eine echte Komtess“ – Ein Sommer zwischen den Ständen
Aktuelles
Zauber des Neuen von Ellin Carsta: Wenn ein verlorener Traum Platz für einen neuen macht
Maximilian Noel Schimanzik
Tanz ins Leben von Ellin Carsta: Eine Familie zwischen Aufbruch und Abschied
Binding 13 von Chloe Walsh: Wenn Unsichtbarkeit zur Überlebensstrategie wird
Auf grüner Heid
Poesie - doch wie?
Manifest