Der Roman ist eine literarische Gattung, und zwar die Langform der schriftlichen Erzählung. Das Wort Roman ist ein Lehnwort aus dem Französischen[1] und bedeutet „Erzählung in Versen oder Prosa“. Es löste im 17. Jahrhundert das Wort Historie ab, das bis dahin die unter diese Gattung fallenden Werke bezeichnet hatte. Auch verstand man ab dem 17. Jahrhundert nur noch in Prosa abgefasste Schriften als „Roman“. Der Plural „Romane“ wurde erst im 18. Jahrhundert gebräuchlich.

Bis heute ist es schwierig, den Roman eindeutig zu definieren, da er zum einen in der antiken Diskussion über literarische Formen nicht erwähnt wird und zum anderen viele unterschiedliche Einflüsse auf die Romanproduktion einwirkten und bis heute weiter einwirken. Daraus resultieren zwei für die Definition des Romans wichtige Grundannahmen. In der Romantheorie wird der „Roman“ erstens als Synthese verschiedener Gattungen aufgefasst, da es außer dem Prosakriterium kaum formale Vorgaben gibt und daher andere ästhetische Muster leicht zu integrieren sind. Und zweitens ist der Roman aufgrund seiner Offenheit gegenüber anderen Formen und Genres einem stetigen Wandel unterworfen, der bis in die Gegenwart andauert und noch nicht abgeschlossen ist.

Quelle: Wikipedia

Roman

Das kurz nach ihrem Tod erschienende Buch "Das Schöne, Schäbige, Schwankende" der Autorin Brigitte Kronauer, fragt nach den Möglichkeiten und der Kraft der Literatur. Das kurz nach ihrem Tod erschienende Buch "Das Schöne, Schäbige, Schwankende" der Autorin Brigitte Kronauer, fragt nach den Möglichkeiten und der Kraft der Literatur. Foto: Clett-Kotta

Fragmente des Lebens einer Schreibenden

Etwa drei Wochen nach ihrem Tod erschien Brigitte Kronauers letztes Buch "Das Schöne, Schäbige, Schwankende". Der Titel des Werks ist unterschrieben mit der Genre-Zuordnung "Romangeschichten". Ein Buch über die Assoziationskraft, über vorüberschwankende Existenzen, und über die Frage nach der sinnstiftenden Kraft der Literatur.
Wie sexistisch es in der Literaturkritik zugeht, zeigen User*innen unter dem Hashtag #dichterdran auf Twitter. Wie sexistisch es in der Literaturkritik zugeht, zeigen User*innen unter dem Hashtag #dichterdran auf Twitter. Foto: Wikipedia
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Wie sexistisch es in der Literaturkritik zugeht

Unter dem Hashtag #dichterdran verfassen User*innen auf Twitter derzeit knappe Literaturkritiken über berühmte Schriftsteller. Der Clou: Die Rezensionen beziehen sich eher auf das äußere Erscheinungsbild der Autoren, als auf den Inhalt ihrer Werke. Eine ironische Spiegelung die zeigt, wie unterhaltsam Sexismus-Kritik sein kann.
Das Glück liegt in der Einfachheit. Iris Radisch führt uns durch das Leben Albert Camus. Eine Suche nach den elementaren Erlebnissen. Das Glück liegt in der Einfachheit. Iris Radisch führt uns durch das Leben Albert Camus. Eine Suche nach den elementaren Erlebnissen. Foto: Rowohlt
Redaktionelle Empfehlung

"Bei einem alten Haus, das nach Weinranken duftet"

Nach seinen zehn bevorzugten Wörtern befragt, antwortete Albert Camus: "Die Welt, der Schmerz, die Erde, die Mutter, die Menschen, die Wüste, die Ehre, das Elend, der Sommer, das Meer." In ihrer Camus-Biografie zeigt Iris Radisch einen Intellektuellen, der auf der Suche nach dem "Ideal der Einfachheit ist".
Maylis de Kerangal erzählt in „Eine Welt in den Händen“ über Naturgeschichte, Kunsthandwerk und dem Erwachsenwerden. Maylis de Kerangal erzählt in „Eine Welt in den Händen“ über Naturgeschichte, Kunsthandwerk und dem Erwachsenwerden. Foto: Suhrkamp Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Das Erwachen zwischen Kunst und Natur

In ihrem Roman "Eine Welt in den Händen" zeichnet die französische Autorin Maylis de Kerangal das Bild einer jungen Frau, die ihr wohl behütetes Zuhause verlässt, um in Brüssel das Handwerk der Dekorationsmalerei zu erlernen. Der Roman zeigt, wie leicht oder schwer sich leben lässt, was man Traum nennt.
3sat zeigt ein Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko. 3sat zeigt ein Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko. Foto: Wikipedia
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Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko im 3sat

Bereits mit 16 entschloss sie sich, Dichterin zu werden. Heute zählt Marjana Gaponenko zu den bekanntesten Schriftstellerinnen deutscher Sprache. 3sat zeigt am Sonntag, 30. Juli 2019, um 10.15 Uhr die Dokumentation "Die Zauberin von Oz - Ein Porträt der Schriftstellerin Marjana Gaponenko". Die Doku begleitet die heute 37-Jährige auf einer Lesereise durch Österreich.
Diese Woche wurde die zweite Folge von "Gottschalk liest?" im BR ausgestrahlt. Was brachte sie mit sich? Diese Woche wurde die zweite Folge von "Gottschalk liest?" im BR ausgestrahlt. Was brachte sie mit sich? Foto: BR
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Zweite Ausgabe von "Gottschalk liest?" - Drei Schreibende, eine Literatin

Am 18.06.2019 fand die zweite Sendung des Literaturformats "Gottschalk liest?" im bayrischen Bad Kissingen statt. Zu Gast waren dieses Mal Johanna Adorján ("Männer"), Friedemann Karig ("Dschungel") und Marlene Streeruwitz ("Flammenwand"). Als "gemeinsames Thema" des Abends wird der Begriff "Männer" genannt.
Dystopien sind gegenwärtig immer häufiger in der Literatur anzutreffen. Anders als George Orwells "1984" scheinen die heutigen Dystopien allerdings nicht allzu weit in die Zukunft schauen zu müssen. Dystopien sind gegenwärtig immer häufiger in der Literatur anzutreffen. Anders als George Orwells "1984" scheinen die heutigen Dystopien allerdings nicht allzu weit in die Zukunft schauen zu müssen. Foto: Wikipedia
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Dystopische Romane - wie nahe ist die Zukunft?

Sibylle Bergs Roman "GRM - Brainfuck" rangiert seit seines Erscheinens auf den Bestsellerlisten. Die deutsch-schweizerische Autorin ist mit ihren düsteren Zukunfts(?)bildern allerdings nicht allein. Klimakatastrophen, Kriege, Überwachungsstaaten: Ein dystopischer Grundton durchzieht derzeit viele Romane. Ein Einblick in die schöne Zukunft.
Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Foto: Rowohlt Verlag
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Vom Ende vom Ende der Welt

Klimawandel, Artensterben, Umweltschutz: Bereits Jahrzehnte warnen Fachleute vor den Konsequenten unserer Lebensweise. In seinem dritten Essayband "Das Ende vom Ende der Welt" versammelt der US-amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen unter anderem Gedanken zum Thema Umwelt und Klima. Getragen wird das Buch von einer ungebrochenen Begeisterung für Vögel.
Sie wollte Dichterin werden und wurde zur "Godmother of Rock". Im Alter von 72 Jahren hat Patti Smith nun ihren ersten Roman veröffentlicht Sie wollte Dichterin werden und wurde zur "Godmother of Rock". Im Alter von 72 Jahren hat Patti Smith nun ihren ersten Roman veröffentlicht Foto: Kiepenheuer & Witsch

Patti Smith: Obsessives Eiskunstlaufen

Sie ist Musikerin, Dichterin, Performance-Künstlerin, Malerin und Fotografin. Nun hat die "Godmother of Punk" Patti Smith (Patricia Lee Smith) im Alter von 72 Jahren ihr erstes fiktionales Prosawerk geschrieben. Das Buch "Hingabe", ist gerade auf Deutsch erschienen. Smith erzählt darin unter anderem von einer obsessiven Eiskunstläuferin.
Anna Gien und Marlene Stark schreiben mit ihrem Roman "M." einen Erfahrungsbericht, in dem die Strukturen des Kunst- und Kulturbetriebes aufgezeigt werden. Anna Gien und Marlene Stark schreiben mit ihrem Roman "M." einen Erfahrungsbericht, in dem die Strukturen des Kunst- und Kulturbetriebes aufgezeigt werden. Foto: Matthes & Seitz Berlin

Den Kunstbetrieb von hinten nehmen. Und dann?

Der Roman "M." von Anna Gien und Marlene Stark ist ein literarischer Versuch der Aneignung per Machtausübung. Aus der Sicht einer jungen Kunststudentin werden dabei längst bekannte strukturelle Probleme im Kunstbetrieb nachgezeichnet. Viel "Ficken und ficken lassen" und am Ende die verkaterte Auswegslosigkeit.
Die Bestseller Autorin Charlotte Link sprach mit der Zeit über ihre schriftstellerische Karriere und über Fehler, die sie zuließ. Die Bestseller Autorin Charlotte Link sprach mit der Zeit über ihre schriftstellerische Karriere und über Fehler, die sie zuließ. Foto: Wikipedia
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Charlotte Link über Werk und Werdegang

"Ich habe beruflich zu oft Dinge getan oder zugelassen, die ich zutiefst nicht wollte." Charlotte Link gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart. In einem Interview mit der Wochenzeitschrift "Die Zeit" sprach sie über ihr Werk und Werdegang und kritisierte vor allem die Verfilmungen ihrer Romane.
Ein Literaturwissenschaftler fand in den Dokumenten des Schriftstellers Anthony Burgess eine Fortsetzung des Romans "A Clockwork Orange" Ein Literaturwissenschaftler fand in den Dokumenten des Schriftstellers Anthony Burgess eine Fortsetzung des Romans "A Clockwork Orange" Foto: Youtube
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"A Clockwork Orange" - Eine Fortsetzung?

Nicht nur Stanley Kubricks Verfilmung des Roman "A Clockwork Orange" ( zu Deutsch: Uhrwerk Orange) ist ein Meilenstein der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Auch der dem Film zugrunde liegende, gleichnamige Roman ist weltbekannt. Im Archiv des Autors, Anthony Burgess, ist nun ein bisher unbekanntes Manuskript aufgetaucht, welches sich inhaltlich an den Roman anschließt.

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