Der Deutsche Kinderbuchpreis startet mit einem Rekord in sein sechstes Jahr: Für die Ausgabe 2026 wurden so viele Bücher eingereicht wie noch nie zuvor. Gleichzeitig steht nach Ende der Bewerbungsphase die Kinderjury fest. Erstmals wird zudem gemeinsam mit der Philipp Lahm Stiftung der Sonderpreis „Lesen macht Kinder stark“ vergeben.
Rekordinteresse am Deutschen Kinderbuchpreis 2026: Mehr Einreichungen als je zuvor
Die Bewerbungsfrist endete am 31. Mai 2026. Nun sind auch die Mitglieder der Kinderjury bekannt. Die jungen Jurorinnen und Juroren sind zwischen sechs und zehn Jahre alt und kommen aus allen 16 Bundesländern.
Bereits seit dem 5. Juni bewertet die Erwachsenenjury die eingereichten Titel. Die zehn Jurymitglieder vertreten unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche, darunter Pädagogik, Kultur, Wirtschaft, Medizin, Technologie und Medien. Der Bewertungszeitraum läuft bis zum 10. Juli. Die Shortlist mit den zehn nominierten Büchern soll am 3. August veröffentlicht werden.
Anschließend übernimmt die Kinderjury die Entscheidung. Vom 30. August bis zum 6. September wählen die jungen Leserinnen und Leser ihren Favoriten aus den nominierten Werken und bestimmen damit das beste Kinderbuch des Jahres. Die Preisverleihung findet am 3. Oktober 2026 in Stuttgart statt.
Neuer Sonderpreis gemeinsam mit der Philipp Lahm Stiftung
Neu ist in diesem Jahr der Sonderpreis „Lesen macht Kinder stark“, der gemeinsam mit der Philipp Lahm Stiftung vergeben wird. Ausgezeichnet werden Bücher, die Kinder in ihrer persönlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung unterstützen.
Im Fokus stehen Geschichten, die Selbstvertrauen fördern, Empathie stärken, Gemeinschaft erfahrbar machen und Orientierung bieten. Die Initiatoren verstehen Lesen dabei nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern als wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung.
Philipp Lahm wird die Favoriten für den Sonderpreis persönlich auswählen. Berücksichtigt werden insbesondere Themenfelder, die auch die Arbeit seiner Stiftung prägen: Persönlichkeitsentwicklung, Bewegung und Gesundheit, Gemeinschaft und Demokratie sowie Nachhaltigkeit und Verantwortung.
Begleitend zur Preisverleihung sollen diese Themen über Social-Media-Kanäle mit Buchempfehlungen, Impulsen und Inspirationen rund ums Lesen kommuniziert werden.
„Kinder wachsen an Geschichten“
Jasmin Schröter, Initiatorin des Deutschen Kinderbuchpreises, bewertet die hohe Zahl der Einreichungen als positives Signal:
„Dass wir in diesem Jahr so viele Einreichungen wie nie zuvor verzeichnen, freut uns außerordentlich. Kinder wachsen an Geschichten. Gute Kinderbücher machen Mut, helfen dabei, Gefühle einzuordnen, andere Perspektiven zu verstehen und Vertrauen in die eigenen Stärken zu entwickeln. Genau solche Bücher wollen wir sichtbar machen.“
Der Deutsche Kinderbuchpreis zählt inzwischen zu den bedeutenden Auszeichnungen für Kinderliteratur im deutschsprachigen Raum. Prämiert werden sowohl Autorinnen und Autoren als auch Illustratorinnen und Illustratoren. Mit dem neuen Sonderpreis erweitert die Auszeichnung ihren Fokus um die Frage, welche Rolle Literatur bei der Entwicklung von Kindern spielen kann.
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