Als Exilliteratur, auch Emigrantenliteratur, wird die Literatur von Schriftstellern bezeichnet, die unfreiwillig Zuflucht in der Fremde suchen müssen, weil ihre Person oder ihr Werk im Heimatland bedroht ist. Meist geben politische oder religiöse Gründe den Ausschlag für die Flucht ins Exil.

Der Begriff „Exilliteratur“ ist der fachlich gebräuchlichere. Während Emigration neutral den Wechsel des Wohnortes von einem Land in ein anderes bezeichnet, bedeutet Exil eher das Land, welches Zufluchtsort wird. Mitunter wird der Begriff auch für literarische Werke verwendet, die als verbotene Literatur in Exilverlagen erscheinen müssen, auch wenn deren Verfasser in ihrem Heimatland bleiben, also keine Emigranten sind.

Quelle: Wikipedia

Exilliteratur

Transiträume damals wie heute Transiträume damals wie heute DALL E prompt by Lesering
Kolumne

Warum wir Anna Seghers neu lesen sollten – Flucht, Exil und Widerstand im 21. Jahrhundert

Ein Hafen, überfüllt mit Menschen, die hinauswollen – in ein anderes Land, in eine ungewisse Zukunft. So beginnt Anna Seghers’ Roman Transit (1944), geschrieben im französischen Exil, veröffentlicht in Mexiko. Wer diese Szenen liest, denkt unwillkürlich an heutige Bilder: Geflüchtete an den Außengrenzen Europas, Menschen zwischen Hoffnung und Abweisung, zwischen Papierstapeln und Stacheldraht.
Vladimir Georgievič Sorokin Vladimir Georgievič Sorokin Владимир Георгиевич Сорокин Von Haemmerli - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
Biografie

Vladimir Sorokin wird 70: Der Architekt der Abgründe

Vladimir Sorokin, geboren 1955 in Bykowo bei Moskau, lebt seit vielen Jahren im Berliner Exil. Seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine 2022 hat er seine Heimat nicht mehr betreten – ein selbstgewählter Abstand, der mehr über die politische Lage aussagt als manch offizielle Stellungnahme.Was bleibt, ist seine Literatur – und sie bleibt unbequem.
Sebastian Haffner – Abschied
 Sebastian Haffner – Abschied
 Ein junger Mann in einer alten Welt – und ein Roman, der nie hätte verloren gehen dürfen Hanser Verlag
Buchvorstellung

Sebastian Haffner – Abschied


Man muss sich das vergegenwärtigen: Raimund Pretzel war 25 Jahre alt, als er diesen Roman schrieb. Ein Jurist am Anfang seiner Laufbahn, frisch verliebt, desillusioniert und politisch hellhörig – aber noch kein Historiker, noch kein Exilant, noch kein „Sebastian Haffner“. Dieser Roman, Abschied, geschrieben im Oktober und November 1932, ist keine spätere Verarbeitung, kein abgeklärter Rückblick. Er ist ein Text aus der Mitte des Sturms – notiert, bevor das, was wir heute Geschichte nennen, ...
Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“ und Alfréd Wetzlers „Was Dante nicht sah“ im literarischen Dialog über Widerstand, Erinnerung und moralische Verantwortung Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“ und Alfréd Wetzlers „Was Dante nicht sah“ im literarischen Dialog über Widerstand, Erinnerung und moralische Verantwortung Das siebte Kreuz: Aufbau Verlag - Was Dante nicht sah: Nausner Consulting
Buchvorstellung

Zwei Fluchten, zwei Stimmen – und dazwischen das Schweigen der Welt

Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“ und Alfréd Wetzlers „Was Dante nicht sah“ im literarischen Dialog über Widerstand, Erinnerung und moralische Verantwortung
Anthony Phelps Anthony Phelps Von Bull-Doser - Eigenes Werk., Gemeinfrei
Abschied

Abschied von Anthony Phelps: Der haitianische Dichter und Exilant stirbt mit 96 Jahren

Am 11. März verstarb mit Anthony Phelps eine der prägendsten Stimmen der haitianischen und kanadischen Literatur. Sein deutscher Verlag Litradukt meldete den Tod des 96-Jährigen und sprach von einem „weiteren Denkmal“, das die Literaturlandschaft Haitis und Québecs verliert. Phelps, ein Künstler von seltener Vielseitigkeit – Dichter, Romancier, Vortragskünstler und Bildhauer – wurde oft in einem Atemzug mit seinem kürzlich verstorbenen Landsmann Frankétienne genannt. ...
Heinrich Mann Heinrich Mann Von Photographer not credited - Rudolf Reiser: Alte Häuser - Große Namen: München, Gemeinfrei
Aktuelles

Vor 75 Jahren starb Heinrich Mann: Jahrestagung widmet sich seinem Henri-Quatre-Roman

Am 11. März 2025 jährt sich der Todestag des Schriftstellers Heinrich Mann zum 75. Mal. Aus diesem Anlass widmet die Heinrich Mann-Gesellschaft ihre Jahrestagung einem seiner zentralen Werke: dem Doppelroman Die Jugend des Königs Henri Quatre und Die Vollendung des Königs Henri Quatre. Die Veranstaltung findet vom 28. bis 30. März 2025 im Lübecker Rathaus statt und bringt namhafte Wissenschaftler zusammen, um neue Perspektiven auf dieses facettenreiche Werk zu ...
Thomas Brasch "Du mußt gegen den Wind laufen" – Gesammelte Prosa Thomas Brasch "Du mußt gegen den Wind laufen" – Gesammelte Prosa Die editorische Erschließung der unveröffentlichten Prosatexte von Thomas Brasch gibt uns einen neuen, frischen Blick auf sein Werk. Herausgeberin Martina Hanf hat ein komplexes Bild zusammengestellt – kein weichgespülter Mythos, sondern Texte eines Autors, der zeigte, dass sein Leben das Schreiben war – und Schreiben sein Widerstand. Suhrkamp Verlag
Buchvorstellung

Thomas Brasch: "Du mußt gegen den Wind laufen" – Gesammelte Prosa

Suhrkamp hat am 13.01.2025 Thomas Brasch: "Du mußt gegen den Wind laufen" – Gesammelte Prosa veröffentlicht.

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