Am kommenden Samstag (4. September) geht es im WDR 5 um das Thema "Aufbruch". PhilosophInnen, SchriftstellerInnen und WissenschaftlerInnen treffen sich, um über zukunftsrelevante Themen zu sprechen. Wie geht Corona gerecht? Wie entsteht Solidarität? Wie retten wir die Welt trotz Klimakrise? Zu Gast sind unter Thea Dorn, Richard David Precht, Gert Scobel, Mai Thi Nguyen-Kim und Frank Schätzing.
Die Beschäftigung mit der Corona-Pandemie hat viele Themen und Fragen verdrängt, deren Brisanz jedoch kaum zu übersehen ist. Die Frage nach dem Klimaschutz, beispielsweise, wich der Diskussion über Freiheitsrechte, obgleich der Klimawandel die Freiheit nachkommender Generationen in einem viel höheren Maße einschränken wird, als es die Corona-Verordnungen taten. Themen wie globale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften gerieten ins Hintertreffen, Themen, deren Bearbeitung auf längerer Zeit notwendigerweise angegangen werden muss.
Die Welt zu retten ist kein Scherz
Wichtige, zukunftsträchtige Fragen zu besprechen und somit wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu heben - dies hat sich die Expertenrunde des "Philosophie Spezial" im WDR 5 vorgenommen. Frank Schätzing, Bestsellerautor und einer der Gesprächspartner, bringt es mit einer direkten Forderung auf den Punkt: "Ja, wir brauchen eine Revolution", sagt der Schriftsteller. „Eine Revolution der Zuversicht, die uns irgendwann abhandengekommen ist, des positiven Denkens.“ Schätzing hatte sich zuletzt in seinem Bestseller "Was, wenn wir einfach Die Welt retten" mit dem Klimawandel beschäftigt.
Am 4. September wollen die ModeratorInnen Anja Backhaus, Carolin Courts, Ralph Erdenberger, Elif Senel und Jürgen Wiebicke gemeinsam mit den ZuhörerInnen in die Zukunft blicken. Zu Wort kommen PhilosophInnen und SchriftstellerInnen, die sich in ihren Arbeiten mit der Gestaltung einer zukünftigen Welt beschäftigen. HörerInnen können sich mit Beitragen aktiv an den Gesprächen beteiligen; per Mail an philo@wdr.de oder per Anruf (0800 5678555).
Gäste, Themen, Zeiten
Ganze zehn Stunden Sendung sind am 4. September geplant. Start ist um 10 Uhr Vormittags; enden wird das Format um 20 Uhr. Folgende Gäste und Themen sind geplant:
10 - 12 Uhr
Unter der Moderation von Jürgen Wiebicke spricht zunächst der Bestsellerautor Frank Schätzing zum Thema "Klimakrise: Wie retten wir die Welt?". Anschließend widmen sich die Schriftstellerin Thea Dorn und der Philosoph und Autor Wolfram Eilenberger der Frage "Wie finden wir Hoffnung".
12 - 14 Uhr
Die folgenden zwei Stunden werden von Anja Backhaus moderiert. Sie spricht zunächst mit der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim über das Thema: "Rettet uns die Wissenschaft", und anschließend mit dem Philosophen Richard David Precht darüber, was wir der Gesellschaft schulden.
14 - 16 Uhr
Elif Senel spricht mit der Philosophin Svenja Flaßpöhler und der Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal über unser Zusammenleben, über Identität, Geschlechterverhältnisse und das richtige Sprechen. Anschließend geht es mit dem Psychologen Gerd Gigerenzer um die Frage: "Mensch oder Maschine - wer ist besser?"
16 - 18 Uhr
Carolin Courts fragt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner und den Soziologen Heinz Bude, ob wir es mit "Solidarität aus der Dauerkrise" herausschaffen. Anschließend erklären der Islamwissenschaftler Stefan Weidner und der Soziologe Mouhanad Khorchide, warum das Kollabieren Afghanistans uns allen etwas angeht.
18 - 20 Uhr
Zum Abschluss geht es dann doch noch einmal um die Pandemie. Ralph Erdenberger spricht mit der Medizinethikerin Alena Buyx und dem Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht um die Möglichkeiten, mit der Pandemie umzugehen. Der Philosoph Gert Scobel und die Theologin Petra Bahr reden anschließend darüber, wie man weise wird.
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