Hamburg, im Januar 2024. Ritchy Fondermann veröffentlicht seinen ersten Roman als Solo-Autor: „Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“ beschäftigt sich mit den Gefühlen und Verhaltensweisen von Opfern Häuslicher Gewalt, die für Außenstehende nicht immer sofort nachvollziehbar erscheinen. In dem thematisch schweren und gleichzeitig humorvollen Roman verarbeitet der Musiker und Komponist zum Teil auch seine eigenen Erfahrungen als Betroffener. Das Buch erscheint am 29. Februar 2024.
Hier bestellen
Ist das, was mir passiert, normal? Und woran erkenne ich, wenn es das nicht mehr ist? „Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“ stellt diese Fragen auf poetische Weise – und setzt sich für ihre Beantwortung intensiv mit den möglichen Gefühlen auseinander, die empfunden werden, wenn man unter Häuslicher Gewalt leidet.
Im Roman begeben sich zwei Erzähler auf verschiedene Reisen, und haben dabei doch dasselbe Ziel: den Albtraum hinter sich lassen. Der eine hat all seine Gefühle über Jahre unterdrückt und sucht nun die Einsamkeit in den schneebedeckten Fjorden Norwegens. Dort findet er wider Erwarten wahre Freundschaft – bis etwas Schreckliches passiert. Der andere flieht aus dem großen Hamburg in ein kleines schleswig-holsteinisches Dorf. Er möchte sich mit seinem Traum von einem eigenen Häuschen einen sicheren Ort schaffen, denn er hat Schlimmes erlebt und dabei gelernt, nur noch rational zu handeln. Doch auf einmal widerfahren ihm mysteriöse Dinge, die mit logischem Verstand nicht zu erklären sind.
Im Verlauf des Romans wird immer klarer, dass beide Protagonisten auf seltsame Weise miteinander verbunden sind. Motive wiederholen sich und verdrehen sich zu einem real-surrealen Rätsel. Doch dessen Lösung wartet erst auf der letzten Seite. Mit starken Metaphern und gefühlvollen Bildern erzählt „Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“ bis dahin von einem erlebten Albtraum – und von tiefer Liebe. Denn der Roman beschreibt nicht nur, was Menschen durchmachen, wenn sie Opfer traumatischer Erlebnisse werden. Sondern auch, wie sie sich selbst aufgeben müssen, wenn über allem der Schutz der Kinder steht. Ohne anzuklagen, setzt sich „Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“ dabei mit den verschiedenen Aktionen und Emotionen von Opfern Häuslicher Gewalt auseinander – bevor und nachdem diese realisiert haben, dass das, was ihnen widerfährt, eben nicht „normal“ ist.
„Mir ist es wichtig, möglichst viele Menschen an das Thema heranzuführen und eventuell Betroffenen die Augen auf eine sanfte Art zu öffnen“, erklärt Ritchy Fondermann seine Motivation hinter dem Roman. „In der Situation selbst bemerkt man häufig gar nicht, wie verkehrt alles schon ist. Viele Betroffene glauben, alles sei normal und dass sich das schon wieder gibt“, so der Autor. Ein besonderes Anliegen ist es dem Hamburger Musiker und Autor, eine Öffentlichkeit dafür zu schaffen, dass auch Männer unter Häuslicher Gewalt leiden können – ohne die verschiedenen Arten an Gewalt gegen Frauen damit zu relativieren.
„Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“ (252 Seiten) von Ritchy Fondermann ist ab dem 29. Februar 2024 im Handel erhältlich oder unter der ISBN 978-3948949336 zu bestellen. Der autobiografische Roman erscheint im Berliner Verlag Periplaneta in der edition subkultur. Von Ende Februar bis Ende März geht Ritchy Fondermann auf Lesereise, die Release-Party zum Roman findet am 1. März 2024 im Hamburger „Monkeys Music Club“ statt (www.tixforgigs.com). Alle Termine und weitere Informationen finden Sie auf www.fondermann.de.
Über den Autor
Ritchy Fondermann ist Musiker, Texter, Komponist, Autor, Dozent, Audio- und Videoproduzent. Der heutige Wahl-Hamburger wurde in Essen geboren, bevor er – wie der Protagonist in seinem neuen Roman – in einem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf landete. Fondermann betreibt sein Tonstudio (K-Klangstudio), sein Musik-Label (K-Klangträger) und sein Film-Label (K-Klangfilm). 2022 drehte er „Rettet die Clubs on Tour – der Film“ mit zahlreichen Größen der deutschen Musikszene. Seit einigen Jahren ist Fondermann als Backliner für „Die Toten Hosen“-Frontmann Campino auf Tour. Mit seinen eigenen Bands und für sein Soloprojekt „Fondermann“ veröffentlichte er seit 1998 rund ein Dutzend Alben. 2021 hat Ritchy Fondermann zusammen mit Lars Gebhardt den Roman „Freitag, der Dreißigste“ veröffentlicht. Im Februar 2024 erscheint sein zweiter und erster eigener Roman „Der Kapitän, der aus der Wanne steigt“.
Hier bestellen
Topnews
Erich Lejeune: „Lebe ehrlich, werde frei!“ – Ein Leben sucht seine Ordnung
H. G. Wells zum 160. Geburtstag: Mit der Zeitmaschine zurück zu ihrem Erfinder
Unser Geburtstagskind im August: Mary Shelley
Unser Geburtstagskind im Juli: Franz Kafka und die Kunst, sich nicht zurechtzufinden
Unser Geburtstagskind im Juni: Thomas Mann und die brüchige Ordnung der Welt
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Monster von Nele Neuhaus – Ein düsterer Psychokrimi, der die Abgründe der Menschlichkeit offenlegt
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Katja Lange-Müller: "Unser Ole" zu Gast bei Denis Scheck in Druckfrisch
Antonio Skármeta ist tot: Der chilenische Schriftsteller wurde 83 Jahre alt
Buchankündigung: Bela B Felsenheimers neuer Roman "FUN" und Lesereise 2025
Ein Geburtstagskind im September: Liselotte Welskopf-Henrich
Kafka. Um sein Leben schreiben
Iris Wolff mit neuem Roman "Lichtungen" am Sonntag bei Denis Scheck
Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" geht für Deutschland ins Oscar-Rennen
Spiegel Bestsellerliste: Kristina Ohlsson mit ihrem neuen Krimi auf Platz 6
Sten Nadolny wird 80: Das Recht auf ein künstlerisches Leben
Uwe-Johnson-Preis 2022 geht an Jenny Erpenbeck
"Der Künstler und die Assassinin" von Patrick Wunsch
"audible" Hörbuch Charts: Claire Douglas´ "Schönes Mädchen" einziger Neueinsteiger
Literatur- und Übersetzungspreis für "Stunden aus Blei"
Aktuelles
„Die Pflege trägt viele Kasacks“: Wenn die Angst vor dem Altwerden aus dem Pflegealltag kommt
Die Sphären des Schicksals: Wenn die Vergangenheit ihre Geheimnisse zurückfordert
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan – Wenn eine Freundschaft das Erwachsenwerden verändert
Der Nachtzug von Sebastian Fitzek – Wenn Spannung wichtiger wird als Glaubwürdigkeit
Elbstürme von Miriam Georg – Liebe, Verrat und der Preis der Freiheit
Elbleuchten von Miriam Georg – Verbotene Liebe und die dunkle Seite des Hamburger Wohlstands
Die Regenschwimmerin von Romy Fölck – Rezension: Drei Frauen, eine alte Freundschaft und der Mut, neu anzufangen
Jede Seite an dir von Jana Crämer – Zwischen Buchliebe, Social Media und der Angst, sichtbar zu werden
Druckfrisch: Denis Scheck spricht mit Andrea Wulf und Lutz Seiler über ihre neuen Bücher
Played by the Piper – Die Unbeugsame von Raven Kennedy: Rezension über eine Welt voller Plagen und eine Liebe, die zur Gefahr wird
Richard David Precht: „Auserzählt?“ – Über die Kultur und die Freiheit, selbst zu denken
Friedrich Nicolais „Sebaldus Nothanker“ – Was eine freie Überzeugung zum Leben braucht
Von Rahel Varnhagen bis heute: Wie die FrauenRouten die Salonkultur neu beleben
Altes Land von Dörte Hansen – Rezension: Von Heimat, Flucht und Menschen, die nirgendwo dazugehören
Die Kate-Linville-Reihe von Charlotte Link: Alle Bücher in der richtigen Reihenfolge – mit Rezensionen
Rezensionen
Was, wenn alles gut wird? von Lia Morgenstern – Rezension: Über die Angst vor dem Glück
Aprikosenkind von Judith Merchant: Wenn Mutterliebe zur gefährlichen Gewissheit wird
Salzwind von Miriam Georg: Wenn Freiheit einen Preis bekommt
Sturmland von Miriam Georg: Eine Liebe zwischen Freiheit, Geheimnissen und der rauen Nordsee
Alexander Puschkin: Eugen Onegin – Von der Liebe und der merkwürdigen Unfähigkeit, das Richtige zu tun
John Steinbeck: East of Eden – Wie viel Freiheit bleibt dem Menschen?
Herders „Fragmente“ zur deutschen Literatur – Eine Sprache sucht ihre eigene Bewegung
Hippels „Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber“ – Wenn Ausschluss sich Natur nennt