Ist es das wirklich,
so erstrebenswert?
Der Sinn,
hinter alldem?
Ich weiß es nicht.
Und doch sitze ich hier,
so nah und doch so fern,
von alldem,
was ich habe gern.
Ich bin noch jung,
muss viel erleben.
Aber kann ich nicht einfach,
so führen, das Leben?
Was ich immer wollte,
die Freiheit,
die Gestaltung meines Herzens.
Doch was mache ich noch hier?
Schmerzen, Trauer.
Alles überdenken.
Und doch führt es zu nichts.
Nur zu einem Mix.
Aus Emotionen und Zielen,
wie von vielen,
in einer Welt,
wo man einem Standard hinterhergehen muss.
Ich habe keinen Bock drauf.
Ich denke mir:
„Lasst mich doch alle in Ruhe“
Ganz allein.
Ich schotte mich ab,
von allem was ich hab.
Von der Welt
und von mir.
Wo bin ich?
Kein Wegweiser.
Ich schreie.
Heiser.
Der Sinn des Lebens?
Wo kann es den nur geben?
Nicht hier.
Nirgendwo.
Und doch hatte ich ihn schon.
Ich habe gesucht,
gefunden
und verloren
Wie so oft
in meinem Leben.
Ich verliere
alles.
Meine Ziele,
meine Geliebten,
mich
und das Leben.
Freie Texte
Die Hexe
Hannsjörg Nier
Marianne überblickte ihr kleines aber feines Heim. Sollte es wirklich wahr werden, dass sie hier alle wegmüssen, Sie sollten alles verlieren und in eine fremde, unbekannte Gegend ziehen und unter ihr fremden Menschen leben. Bis jetzt waren es nur Gerüchte, doch es schien etwas daran zu sein. Michael, der Sohn des Nachbars, hatte sich zum Nachbarort geschlichen um mit seiner Tante zu sprechen. Er war wiedergekommen und hatte erzählt, dass das ganze Dorf leer war und er keine Menschenseele auf der ...