Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen. Das Lesen eines Textes ist ein durch Übung und Kenntnisse des Lesers bestimmter heuristischer, kognitiver Vorgang, der zuvor erlernt oder vermittelt werden muss.

Lesen im übertragenen Sinne der menschlichen Wahrnehmung bedeutet, die richtige Auslese zu treffen: die richtigen Teile des Gesichtsfeldes beachten, um das Ganze möglichst effizient zu erkennen (Prinzip pars pro toto). Jemand, der lesen kann, wird als Alphabet[1] bezeichnet, das Gegenteil ist der Analphabet. Das Fehlen einer in einer Kultur verankerten Lese- bzw. Schreibfähigkeit[2] wird als Illiteralität bezeichnet.

Quelle: Wikipedia

Lesen

Ein Jahr nach seinem letzten Buch "Spätdienst" erscheint nun mit "Mädchenleben" ein neues, berührendes Spätwerk Martin Walsers. Ein Jahr nach seinem letzten Buch "Spätdienst" erscheint nun mit "Mädchenleben" ein neues, berührendes Spätwerk Martin Walsers. Foto: Wikipedia

Gestürzte Bäume, geschriebene Schreie

Seit den 1950er Jahren schreibt Martin Walser Buch um Buch. Vor beinahe genau einem Jahr veröffentlichte der mitlerweile 92-Jährige Autor mit "Spätdienst" ein wunderbares Konglomerat lyrischer und essayistischer Gedankenfetzen. Sein neues Buch "Mädchenleben: oder die Heiligsprechung. Legende" beschäftigt sich mit der Kraft des Religiösen.
Die New York Puplic Library startete vor etwa einem Jahr das Format "Insta Novels". Ausschnitte aus Literaturklassikern werden dabei häppchengerecht über Instagram vermittelt. Die New York Puplic Library startete vor etwa einem Jahr das Format "Insta Novels". Ausschnitte aus Literaturklassikern werden dabei häppchengerecht über Instagram vermittelt. Foto: Wikipedia
Aktuelles

Insta-Storys: Wie eine New Yorker Bibliothek das Buch aufgibt

Die New York Puplic Library ist mit über 55 Millionen Medien eine der größten Bibliotheken auf der Erde. Um zukünftig auch jüngere Generationen anzusprechen, veröffentlicht die Bibliothek gewählte Auszüge verschiedenster Literaturklassiker auf Instagram. "Insta Novels" nennt sich das Format, welches Bücher aufs Display bringt. Nur ist das Display begrenzt...
In ihrer autobiografischen Erzählung "Eine Frau" setzt sich die Bestseller-Autorin Annie Ernaux mit dem Tod ihrer Mutter auseinander. In ihrer autobiografischen Erzählung "Eine Frau" setzt sich die Bestseller-Autorin Annie Ernaux mit dem Tod ihrer Mutter auseinander. Foto: Suhrkamp

Abschied von einem geliebten Klassenfeind

Nachdem sich die Bestseller-Autorin Annie Ernaux in ihrer preisgekrönten Erzählung "Der Platz" mit dem Leben ihres Vaters beschäftigt hatte, setzt sie sich in "Eine Frau" nun mit der Mutter auseinander. Ein tiefgreifendes, autobiografisches Porträt, welches Ernaux etwa zwei Wochen nach dem Tod ihrer Mutter zu schreiben begann.
In "Ich habe kein Talent zum hassen" sprechen die Schriftsteller Eva Mensasse und Robert Schindel über Europa und den aktuellen Entwicklungen in Österreich. In "Ich habe kein Talent zum hassen" sprechen die Schriftsteller Eva Mensasse und Robert Schindel über Europa und den aktuellen Entwicklungen in Österreich. Foto: obs/3sat ZDF/ZDF/Thomas Gutberlet
TV

Gespräch zwischen Eva Mensasse und Robert Schindel im ZDF und 3sat

Unter dem Titel "Ich habe kein Talent zum hassen" zeigen 3sat und ZDF einen Gesprächsfilm, in dem die österreichische Schriftstellerin Eva Mensasse mit ihrem Landsmann Robert Schindel über Europa und den aktuellen Entwicklungen in Österreich spricht. Das Gespräch ist ein Teilprojekt der Auszeichnung zur Stadtschreiberin der Stadt Mainz, die Eva Mensasse in diesem Jahr erhielt.
Das Lesen eines Buches ist nicht nur für die Bildung unerlässlich. Hirnforscher warnen davor, dass Buch durch den Screen zu ersetzen. Das Lesen eines Buches ist nicht nur für die Bildung unerlässlich. Hirnforscher warnen davor, dass Buch durch den Screen zu ersetzen. Foto: Wikipedia
Aktuelles

Blättern oder Daddeln? Screen oder Papier? Wie wichtig HirnforscherInnen das Buch ist

Die Frage nach der Notwendigkeit von Lesekompetenz stellt sich mit fortschreitender Digitalisierung immer vehementer. NeurowissenschaftlerInnen halten das Lesen von Bücher für unerlässlich, gerade wenn es um frühkindliche Entwicklungen geht. Wie viel Buch muss bleiben?
Ai Weiwei reflektiert in seinem Buch "Mainfest ohne Grenzen" über seine Begegnungen mit Flucht und Zerstörung. Ai Weiwei reflektiert in seinem Buch "Mainfest ohne Grenzen" über seine Begegnungen mit Flucht und Zerstörung. Foto: Kurstbuch edition

Künstler Ai Weiwei fordert mehr Mitgefühl für Flüchtende

Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist international für seine politischen und provokanten Aktionen bekannt. In seinem Buch "Manifest ohne Grenzen" fordert er unter anderem dazu auf, Flüchtenden - gerade in Deutschland - menschlicher zu begegnen. Vielleicht überschätzt er die Deutschen.
Der Schriftsteller Karl Ove Knausgard und der Maler Edvard Munch. Wie Leben zum Werk wird. Der Schriftsteller Karl Ove Knausgard und der Maler Edvard Munch. Wie Leben zum Werk wird. Foto: Wikipedia
Biografie

Karl Ove Knausgard und Edvart Munch: Werke aus dem Leben

Der eine, Munch, fasste die Abgründe seines Lebens in einem sogenannten Lebensfries zusammen, der andere, Knausgard, verarbeitete seine persönlichsten Momente schonungslos in seinem autobiografischen Projekt Min kamp (Mein Kampf). Es scheint kein Zufall zu sein, dass Knausgard ein so enges Verhältnis zu den Werken Munchs pflegt. Kürzlich erst, kuratierte der Schriftsteller eine Munch-Ausstellung und schrieb darüber hinaus ein Buch über die Kraft der Werke des norwegischen ...
In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für ein eigenständiges, unkonventionelles Denken. In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für ein eigenständiges, unkonventionelles Denken. Foto: Matthes & Seitz Berlin
Redaktionelle Empfehlung

Verlasst doch mal den Hörsaal!

Wie wollen wir wissenschaftlich denken? Was bedeutet es, Wissen und Erkenntnis in einem konventionellen Sinne weiterzugeben und zu empfangen? In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für eine "oppositionelle Wissenschaft" und somit für ein Denken, welches den gängigen Methoden widerstrebt.
Der Literaturkritiker Volker Weidermann verlässt das "Literarische Quartett" ab nächstem Jahr. Der Literaturkritiker Volker Weidermann verlässt das "Literarische Quartett" ab nächstem Jahr. Foto: Wikipedia
Aktuelles

Volker Weidermann verlässt das "Literarische Quartett"

Der Autor und Literaturkritiker Volker Weidermann gibt nach vier Jahren seinen Posten als Moderationsleiter der Kultursendung "Das Literarische Quartett" auf. Er wolle sich wieder aufs Schreiben und auf seine Arbeit als Literaturkritiker beim Spiegel konzentrieren, so Weidermann. Ab nächstem Jahr wird es eine neue Besetzung für die Sendung geben.
Vielfalt, Unabängigkeit, Diversität. Karin Schmidt-Friderichs besuchte auf einer Vertriebsreise Independent-Buchhandlungen, deren Existenz sie bedroht sieht. Vielfalt, Unabängigkeit, Diversität. Karin Schmidt-Friderichs besuchte auf einer Vertriebsreise Independent-Buchhandlungen, deren Existenz sie bedroht sieht. Foto: Wikipedia
Aktuelles

"Die gute alte Zeit" - in der es noch Vielfalt gab

Hip, individuell, einfach - monoton und gleich. Es ist ein seltsames Phänomen, dass auf Individualisierungslust Angleichung folgt. Die Verlegerin und Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, berichtet im Börsenblatt von einer Vertriebsreise, in der sie auf all das traf, was zu schwinden scheint: "die Vielfalt, die Unabhängigkeit, die Bibliodiversität". Ein Kommentar.
Im dritten Band seiner Philosophiegeschichte beschäftigt sich Richard David Precht mit den Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Im dritten Band seiner Philosophiegeschichte beschäftigt sich Richard David Precht mit den Entwicklungen des 19. Jahrhunderts. Foto: Random House
Redaktionelle Empfehlung

Eine zersplitterte Welt, in der wir uns finden können

Der Philosoph Richard David Precht hat den dritten Band seiner Philosophiegeschichte fertiggestellt. Nach "Erkenne die Welt" und "Erkenne dich selbst" heißt es nun "Sei du selbst". Precht liefert darin - wie immer gut nachvollziehbar - diverse Denkansätze wichtiger Philosophen, jedoch keine einfachen Antworten. Die gibt es nämlich nicht. Und gerade dies sei, so der Philosoph, das Schöne daran.
Die schwedische Akademie hat entschieden: Der Literaturnobelpreis geht an Peter Handke und Olga Tokarczuk Die schwedische Akademie hat entschieden: Der Literaturnobelpreis geht an Peter Handke und Olga Tokarczuk Foto: Wikipedia
Aktuelles

Literaturnobelpreis für Peter Handke und Olga Tokarczuk

In diesem Jahr wird der Literaturnobelpreis erstmalig an zwei Autor*innen vergeben. Nachdem die schwedische Akademie die Auszeichnung im letzten Jahr aufgrund schwerwiegender Vorwürfe gegen eines der Jury-Mitglieder ausgesetzt hatte, steht nun die Doppelvergabe fest. Den Preis erhalten der österreichische Schriftsteller Peter Handke und die polnische Psychologin und Schriftstellerin Olga Tokarczuk.
In seinem Buch "Agentterrorist" schreibt der Journalist Deniz Yücel über den Alltag während seiner Gefangenschaft und über die politische Situation in der Türkei. In seinem Buch "Agentterrorist" schreibt der Journalist Deniz Yücel über den Alltag während seiner Gefangenschaft und über die politische Situation in der Türkei. Foto: Kiepenheuer & Witsch

"Agentterrorist": Zeilen aus der politischen Gefangenschaft

In seinem Buch "Agentterrorist" schreibt der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel über seine Zeit im türkischen Gefängnis "Silivri"; erzählt von Folter, Liebe und Solidarität. Es ist die politische Analyse eines skrupellosem Regimes, welches unter der Führung von Recep Tayyip Erdoğan viele "kritische Denker" ins Gefängnis verfrachtet(e) und wegsperrt(e). Yücels Geschichte beschreibt auch den Kampf zwischen Demokratie und Autokratie.
Auch das Buch "Die Gesellschaft des Zorns" der Soziologin Cornelia Koppetsch findet sich auf der Longlist des NDR Kultur Sachbuchpreises 2019. Auch das Buch "Die Gesellschaft des Zorns" der Soziologin Cornelia Koppetsch findet sich auf der Longlist des NDR Kultur Sachbuchpreises 2019. Foto: Transcript Verlag
Aktuelles

Der NDR Kultur Sachbuchpreis: Was uns im Jahr 2019 bewegte

Welches ist das beste deutschsprachige Sachbuch des Jahres 2019? Die Longlist des NDR Kultur Sachbuchpreises spiegelt eine Vielzahl an Themen wieder, die uns in diesem Jahr bewegten. Von mehr als 300 Einreichungen hat die Jury 16 Titel ausgewählt. Die europäische Geschichte, 30 Jahre Mauerfall, Digitalisierung und Gesellschaftsanalyse: Diese Longlist ist das Resultat einer bewegten Zeit.
Kann eine Kakerlake die Absurdität der Brexit-Verhandlungen in den Schatten stellen? Kann eine Kakerlake die Absurdität der Brexit-Verhandlungen in den Schatten stellen? Foto: Diogenes Verlag
Roman

Ian McEwan: Wie eine Kakerlake zum Regierungschef wird

Die Abläufe der Brexit-Verhandlungen noch absurder erscheinen lassen, als sie es ohnehin schon sind. Dieser Herkulesaufgabe hat sich der britische Schriftsteller Ian McEwan mit seiner Novelle "Die Kakerlake" angenommen. Herausgekommen ist eine Brexit-Satire, in der eine Schabe zum Regierungschef wird.
Der Literaturblog "Belle-Novelle" liefert Rezensionen, Buchempfehlungen, und Einblicke in die Schreibwerkstatt der Autorin. Der Literaturblog "Belle-Novelle" liefert Rezensionen, Buchempfehlungen, und Einblicke in die Schreibwerkstatt der Autorin. Foto: Belle-Novelle
Interview

Wir wollen Wissen! Lesering im Gespräch mit "Belle-Novelle"

Immer häufiger trifft man in den sozialen Medien auf unterhaltsame Literaturblogs. Junge Menschen teilen ihre Leseerlebnisse, empfehlen und rezensieren Bücher, und/oder berichten von ihren eigenen Schreiberfahrungen. Wir wollen wissen: Was treibt sie an? Wohin soll der Weg gehen? Und welch einen Stellenwert hat die Literatur auf Plattformen wie Instagram und Twitter? In unserem ersten Interview sprechen wir mit Belle, die Betreiberin des Blogs "belle.novelle" ...
Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 geht an Norbert Scheuer. Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 geht an Norbert Scheuer. Foto: Wikipedia
Aktuelles

Wilhelm Raabe Literaturpreis für Norbert Scheuer

Der von der Stadt Braunschweig in Kooperation mit dem Deutschlandfunk gestiftete Wilhelm Raabe-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Norbert Scheuer und dessen Roman "Winterbienen". Der Preis wird am 3. November im kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters vergeben. Am Vortag liest Scheuer dort im Rahmen der langen Nacht der Literatur.
In seinem Romandebüt "Auf Erden sind wir kurz grandios" erzählt Ocean Vuong von einer schwierigen Mutter-Sohn Beziehung, und von der Kraft der Sprache. In seinem Romandebüt "Auf Erden sind wir kurz grandios" erzählt Ocean Vuong von einer schwierigen Mutter-Sohn Beziehung, und von der Kraft der Sprache. Foto: Hanser Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Auf der Suche nach einer verlorenen Sprache

In seinem mitreißenden Romandebüt erzählt der junge US-Autor Ocean Vuong von zahllosen, klaffenden Wunden, die er mittels der Sprache zu schließen versucht. "Auf Erden sind wir kurz grandios" ist die Geschichte einer beinahe stummen Mutter-Sohn-Beziehung, die durchdrungen ist von Migrations- und Identitätsproblemen. Eine Geschichte darüber, wie das Erzählen zum Ausweg werden kann.
Es war einmal ein Märchenwald, voller Produkte. Zum Weltkindertag verschenkt Amazon Märchenbücher. Es war einmal ein Märchenwald, voller Produkte. Zum Weltkindertag verschenkt Amazon Märchenbücher. Foto: Wikipedia
Aktuelles

Amazon: "Kostenlose" Bücher? Dann einmal die Daten bitte...

Zum Weltkindertag am 20. September verschenkte der Internetkonzern Amazon gemeinsam mit der Stiftung Lesen und den Buchhandelspartnern Thalia, Mayersche und Hugendubel Millionen Märchenbücher. Die Aktion stieß frühzeitig auf Kritik. Mit Blick auf den Amazon-Konzern fragten sich Kritiker: Wird hier vordergründig das Lesen gefördert, oder Daten-Sammlung betrieben?

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