Moderatorin und Autorin Thea Dorn lädt zu einer nächsten Runde des "Literarischen Quartetts" ein. Gemeinsam mit der Kabarettistin und Autorin Lisa Eckhart, dem Schauspieler Ulrich Matthes und der Tennisspielerin und Autorin Andrea Petkovic diskutiert Dorn über aktuelle Neuerscheinungen. Ausgestrahlt wird die Sendung am Freitag den 4. Dezember um 23:30 Uhr im ZDF. In der ZDFmediathek ist sie am selben Tag bereits ab 16.00 Uhr verfügbar.
Über folgende Bücher werden Thea Dorn und ihre Gäste in der kommenden Ausgabe des Literarischen Quartetts sprechen: Don DeLillo "Die Stille"; Michel Houellebecq "Ein bisschen schlechter - Neue Interventionen"; Minka Pradelski "Es wird wieder Tag" und Elif Shafak "Schau mich an". Darüber hinaus werden die Diskutierenden eine persönliche Weihnachtsempfehlung abgeben.
Michel Houellebecq - "Ein bisschen schlechter - Neue Interventionen"
Michel Houellebecq dürfte mit dem Ausgang der US-Wahlen weniger zufrieden sein. Der französische Autor ist ein Meister der Provokation, seine Bücher sind Bestseller geworden, ihre Düsternis ist beliebt. Im Quartett sprechen Thea Dorn und ihre Gäste über sein aktuelles Buch, die Essaysammlung, "Ein bisschen schlechter - Neue Interventionen". Hierzu sagte Houellebecq: "Obwohl ich kein 'engagierter Künstler' sein möchte, habe ich in diesen Texten versucht, meine Leser von der Gültigkeit meiner Standpunkte zu überzeugen. Dabei geht es selten um Politik, ab und an um Literatur, meist um 'gesellschaftlich Relevantes'"
Don DeLillo - "Die Stille"
In seinem neuen Roman wagt Don DeLillo ein düsteres und zugleich vielversprechendes Gedankenexperiment. Was geschieht mit unserer Welt - und folglich mit uns -, wenn plötzlich die Stecker gezogen werden, die Stromzufuhr unterbricht und Smartphones und Tabletts ,nurmehr unerträglich still, vor uns auf dem Tisch liegen bleiben müssen. Ein radikales Buch, welches sich um die Frage dreht, wie radikal wir sein müssen, um uns selbst zu befreien.
Minka Pradelski - "Es wird wieder Tag"
Der Roman "Es wird wieder Tag" spielt im Nachkriegsdeutschland der 1940er Jahre. Leon Bromberger versucht sich mit seiner Familie ein neues Leben in Frankfurt am Main aufzubauen. Grade sind sie aus Polen geflüchtet, wo sie den um sich greifenden Judenhass nicht mehr länger ertragen konnten. Als sie zufällige einen ihrer Peiniger aus dem Zwangsarbeitslager treffen, brechen die furchtbaren Erinnerungen, die Traumata der nahen Vergangenheit wieder auf. Minka Pradelski fragt in ihrem Roman: Wie geht ein Leben, in dem der Tod nach wie vor ständig anwesend ist?
Elif Shafak - "Schau mich an"
Die türkische Schriftstellerin Elif Shafak spielt in ihrem neuen Buch mit der Fremd- und Selbstwahrnehmung. Wie gestalten und verändern sowohl die Blicke anderer, als auch unsere eigenen die uns umgebene Welt? Die beiden Hauptcharaktere in diesem Buch haben es nicht leicht. Er ist so klein, das er, ganz gleich in welcher Gesellschaft, stets auffällt; sie so dick, dass sie ständig begafft wird. Shafak kritisiert hier eine oberflächliche Welt, in der das Produkt zum Zentrum unserer Urteile geworden ist.
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