Die Berlinerin Tanja Kasischke erhält den Deutschen Lesepreis 2020 für ihr Literaturprojekt "Auslese", mit dem sie an Brandenburger Schulen unterwegs ist. Damit wird die Journalistin und Autorin für ihr herausragendes individuelles Engagement ausgezeichnet.
Gemeinsam mit ihrem Lesesack "Albert" vermittelt Tanja Kasischke Schülerinnen und Schüler an Brandenburger Schulen den Umgang mit Büchern, Medienkompetenz und Textverständnis. Dem Namen des Literaturprojektes ("Auslese") folgend, sprechen die Grundschüler*innen dabei über ausgewählte Kinderbücher.
In einem Interview, welches direkt im Anschluss einer recht überraschenden Preis-Bekanntgabe stattfand (Viedeo), spricht Kasischke davon, wie wichtig es sei, Kindern vorzulesen. Eine Tradition, die, so die Autorin, immer stärker in Vergessenheit gerät. Worüber sie sich besonders freue, so Kasischke , ist, dass sie den Preis gerade in diesem "echt verkorksten" Jahr gewinnt, "weil gerade solche Bildungsformate jetzt natürlich alle nochmal auf den Prüfstand gestellt werden."
Stiftung Lesen
Die Mainzer Stiftung Lesen vergibt insgesamt 15 Preis für unterschiedliche Leseförderprojekte. Die Auszeichnungen in den Kategorien individuelles Engagement, kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas, Leseförderung an Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien und prominentes Engagement sind insgesamt mit 25.000 Euro dotiert.
Tanja Kasischke
Tanja Kasischke wurde im Schwarzwald geboren. Als Kind las sie voller Begeisterung die Kinderbücher Erich Kästners, in dessen Geburtsstadt sie zwei Jahrzehnte übersiedelte, um Geschichte zu studieren. Später promovierte sie in Berlin. Kasischke ist als Kindermedienredakteurin aktiv und in verschiedenen Projekten aktiv. 2017 erschien ihr Buch "Luther, was läuft", in dem sie, gemeinsam mit Jugendlichen, die Thesen Luthers überprüfte und auf die Gegenwart bezogen diskutierte.
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