Die Frankfurter Buchmesse soll trotz schwieriger Corona-Lage im Herbst stattfinden. Ein detailliertes Gesundheits- und Hygienekonzept soll die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern gewährleisten. Auch im digitalen Bereich sind Aktionen geplant.
Viele Kulturveranstaltungen fielen der Corona-Pandemie zum Opfer und mussten kurzerhand abgesagt werden. So etwa die Leipziger Buchmesse, die eigentlich im März diesen Jahres hätte stattfinden sollen. Anders die Frankfurter Buchmesse. Die Veranstalter der großen Bücherschau hatten nun ein wenig Zeit, um sich mit der Lage vertraut zu machen und unter den schwierigen Umständen der Pandemie ein Konzept zu entwickeln, welches die Durchführung der Messe auch in Corona-Zeiten ermöglicht. Vom 14. bis 18. Oktober soll die Großveranstaltung auf dem Messegelände, dezentral der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden.
Um die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern zu gewährleisten, wurde eine detaillierten Gesundheits- und Hygienekonzept entwickelt. "In diesem Jahr ist es wichtiger als je zu vor, die Frankfurter Buchmesse durchzuführen." äußerte sich der Buchmessen-Direktor Juergen Boos zu den Plänen. Natürlich sei die diesjährige Veranstaltung "coronabedingt eine Sonderaktion".
So soll die Frankfurter Buchmesse ablaufen
Wie aber sehen die Maßnahmen aus, die die Durchführung einer solch enorm großen Veranstaltung möglich machen? Zunächst einmal, sollen die einzelnen Stände vergrößert und die Gänge verbreitert werden. Zudem wird die Zahl der Besucherinnen und Besucher stark eingegrenzt. (Die genaue Zahl steht noch nicht fest und hängt von der Gesamtfläche der Veranstaltung ab). Bühnen-Events sollen im Internet oder an abgelegenen Orten aufgeführt werden. Die Stadt Frankfurt sicherte den Veranstaltern hierbei zu, weitere Hallen zur Verfügung zu stellen.
Die Buchmesse virtuell
Aufgrund der Reisebeschränkungen werden zwangsläufig weniger internationale Gäste die Buchmesse besuchen können. Wie genau der Auftritt des diesjährigen Gastlandes Kanada ablaufen wird, steht noch nicht genau fest. Man berate derzeit "über ein der Situation angepasstes Konzept", hieß es am Mittwoch.
Ebenfalls in der Entwicklung befindet sich ein Konzept der virtuellen Präsentation. Demnach soll die Buchmesse eine Woche lang im digitalen Bereich stattfinden. Hier sollen unter anderem Neuerscheinungen und Autor*innen vorgestellt und Diskussionen mit Nutzer*innen und Besucher*innen angestoßen werden.
Viel Zuspruch und Unterstützung
Die Entscheidung, die Buchmesse trotz der Corona-Pandemie durchzuführen, stößt auf viel Zuspruch. "Zusammen mit der Frankfurter Buchmesse werden wir den Besuchern und Ausstellern die beste Buchmesse unter den gegebenen Umständen bieten" zeigt der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, optimistisch. Und auch von Seiten der Politik kommen unterstützende Worte. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einer "zukunftsweisenden Entscheidung für die Stärkung des Messestandorts Frankfurt".
Was sagen Verlerinnen und Verleger?
Die Verlagswelt hingegen zeigt sich skeptisch. Einige Verlegerinnen und Verleger sind froh darüber, dass die Buchmesse jedenfalls in heruntergefahrener Form stattfindet, andere bezweifeln die Sinnhaftigkeit einer auf wenige - auch internationale - Besucher*innen begrenzte Großveranstaltung.
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