Wallenstein, Yorck, Stauffenberg – drei hochrangige Militärs, die sich aus unterschiedlichen Gründen gegen ihren Dienstherrn auflehnten. Sie machten Furore, weil sie dabei zu Tode kamen oder aber Erfolg hatten. Weniger bekannt ist der Fall des sächsischen Kavalleriegenerals Johann Adolf von Thielmann. Auch er schrieb Geschichte, war doch sein Gegner kein Geringerer als Kaiser Napoleon I, dessen Todestag sich dieses Frühjahr zum 200. Mal jährt. Wolfgang Davids historischer Roman „Im Aufwind der Macht“ kreist um das spannungsreiche Verhältnis Thielmanns zum französischen Kaiser. Das Buch rund um das dramatische Kapitel deutscher und sächsischer Geschichte ist gerade im SALON LiteraturVERLAG erschienen.
Hier bestellen
Als sich Sachsen 1806 dem französischen Kaiserreich anschließt, nimmt Thielmanns Karriere Fahrt auf. Mit Napoleon fällt er 1812 in Russland ein. Der Feldzug endet im Fiasko. Wieder in der Heimat, wird der von seinem Idol enttäuschte General mit dem Wiederaufbau der sächsischen Armee betraut. Die Machtfülle, über die er nun gebietet, macht ihn sowohl für Frankreich wie die russisch-preußische Allianz interessant. Bald sitzt er zwischen allen Stühlen. Als Napoleon mit einer neuen Armee in Sachsen aufmarschiert, wird eine Entscheidung unausweichlich ...
Historisch genau erzählt der Roman von Ereignissen, die denen, die sie durchlitten, das Äußerste abverlangten. Er schildert die Schlacht bei Borodino, den Brand von Moskau und das Grauen des Rückzugs, lässt die Leser*innen aber auch an den Ränken der Großen teilhaben. Gespielt wird mit höchstem Einsatz, denn es geht um nichts weniger als das Schicksal Europas.
Wolfgang David wurde 1948 geboren und lebt in Dresden. Er studierte Kulturwissenschaften und Soziologie an der Universität Leipzig, wo er danach ein Forschungsstudium mit Promotion machte. Anschließend lehrte er an an Universitäten in Berlin und Bratislava sowie der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Zwischenzeitlich war er Museumsdirektor. Er ist freier Autor, vor allem von Romanen und Kulturpublizistik. Zuletzt erschienen sind die historischen Romane „Brennaburg“ und „Der bleiche Tod der Sarazenen“.
Hier bestellen
Topnews
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Im Aufwind der Macht
"Denk ich an Kiew" von Erin Litteken
Die Sprache entspringt der Todesnähe
Das schönste aller Leben von Betty Boras – Schönheit als Versprechen – und als Zumutung
Tolstoi: Krieg und Frieden
Atlas: Die Geschichte von Pa Salt – Der finale Band der „Sieben Schwestern“-Saga enthüllt das lang gehütete Geheimnis
Amor Towles: Ein Gentleman in Moskau
Eine letzte Flasche Wein im bald verlassenden Château
200 Jahre Dostojewski: Die Abgründe zum Klingen bringen
Die Welt mit Worten färben
Peinliche Eltern und Helikopter-Teenies
Einer, der das Verschwinden begehrt
Das magische Tagebuch: Emma auf der Spur des Faun
Der Zauber von Schneefedern und Pinguinküken
Plötzlich Superheld!
Aktuelles
Leben, nicht leben
Rose
Ein Balkon, ein Flüstern, eine Nacht – Shakespeares „Romeo and Juliet“ als Drama beschleunigter Gefühle
Ein Zettel, ein Eid, ein falscher Brief – Schillers „Kabale und Liebe“ als Drama der gelenkten Gefühle
Zwei Paare, zwei Systeme – Schillers „Kabale und Liebe“ und Shakespeares „Romeo and Juliet“ im Spiegel von Zeit, Raum und Gegenwart
Lebendige Wunder
Sascha Vehrs
Ein Körper im Gras – und eine Stimme, die nicht zur Ruhe kommt. Büchners „Woyzeck“ als Versuch über Macht, Sprache und Zersetzung
Karussell der Gedanken
Jessica Ebenrecht
Das erwachsene Land von Holger Stark – Der Moment, in dem der große Bruder wegschaut
Borcherts „Draußen vor der Tür“ als Protokoll einer Rückkehr, die keine ist
Die jüngste Tochter
Nele Seyfarth
Ein Ring, der nicht glänzt – Lessings „Nathan der Weise“ als dramatisches Experiment der Vernunft
Krieg
Franzi C.
Der Bösewicht
Paul