Buchempfehlung "Denk ich an Kiew" von Erin Litteken

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Erin Litteken erzählt in ihrem Debütroman "Denk ich an Kiew" von staatlichem Zwang, Liebe und den Spuren der Herkunft. Bild: Lübbe

Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Mit der Invasion eskaliert ein Konflikt, der im Februar 2014 mit dem Einmarsch russischer Truppen auf der Krim begann, und seither brodelte, auszubrechen drohte. Als die Schriftstellerin Erin Litteken zum ersten Mal darüber nachdachte, jene Geschichte aufzuschreiben, die nun in Form ihres Debütromans vorliegt, lag die Krim-Annexion noch fern. "Ich hätte nie gedacht, dass die Veröffentlichung meines Romans über die Unterdrückung des ukrainischen Volkes in der Vergangenheit mit einer aktuellen Tragödie zusammenfallen würde" so die Autorin. "Denk ich an Kiew" von Erin Litteken ist unsere Buchempfehlung der Woche.

1929. Behütet und geliebt wächst Katja in einem Dorf bei Kiew auf. Ihre Familie ist nicht reich, kann sich aber von ihrer eigenen Hände Arbeit ernähren. Bis Stalins Handlanger die Dorfbewohner zwingen, dem Kollektiv beizutreten. Wer sich weigert, wird mitgenommen und nie wieder gesehen. Anfangs gibt es für Katja dennoch auch glückliche Stunden. Sie ist in den Nachbarssohn verliebt und ihre Schwester in dessen Bruder. Doch schon bald muss Katja sich jeden Tag Mut zusprechen, um weiterzumachen angesichts des Schreckens um sie herum.

Jahrzehnte später entdeckt Cassie im Haus ihrer Großmutter in Illinois ein Tagebuch. Nie hat diese über ihre ukrainische Herkunft gesprochen. Seit einiger Zeit aber verhält sie sich merkwürdig. Sie versteckt Lebensmittel und murmelt immer wieder einen Namen, den keiner aus ihrer Familie je gehört hat: Alina ... (Ankündigung des Verlags)

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