Die Leipziger Buchmesse 2021 wurde aufgrund der unklaren Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Zunächst hatte man die Bücherschau vom März in den Mai verlegt, nun ist klar: Eine Veranstaltung dieser Größenordnung kann in ihrer klassischen Form nicht durchgeführt.
Es ist ein weiterer Schlag für die Literaturbranche: Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer unklaren Entwicklung musste die Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr abgesagt werden. Die Bücherschau wurde im letzten Jahr kurz vor ihrer Durchführung gecancelt. Damit war sie eine der erste Großveranstaltung, die abgesagt werden musste. Nun sehen die Veranstalter auch in diesem Jahr keine Möglichkeit, die Buchmesse in ihrer klassischen Form auf dem Messegelände auszurichten.
"Bis zuletzt hatten wir gerungen, persönliche Begegnungen in den Messehallen zu ermöglichen. Der schwere Verlauf der Pandemie lässt uns aber keine Wahl. Eine Veranstaltung mit mehr als 100.000 Gästen kann unter Gewährleistung der Gesundheit und angesichts der aktuellen Rechtslage nicht stattfinden.", so der Geschäftsführer der Leipziger Buchmesse, Martin Buhl-Wagner. Man hatte die Messe zunächst zwei Monate nach hinten verschoben, um somit eine endgültige Absage zu verhindern.
Eine virtuelle Leipziger Buchmesse?
Nun geht es an die Planung einer alternativen Umsetzung, die, wie im letzten Jahr auch, in weiten Teilen wohl digital stattfinden wird. Auf den Messegelände selbst, so viel ist sicher, werden keine Veranstaltungen stattfinden. Lesungen soll es jedoch geben (sowohl digital als auch an verschiedenen Orten in Leipzig), und auch der Preis der Leipziger Buchmesse soll vergeben werden.
Die Leipziger Buchmesse ist mit jährlich rund 300.000 Besucherinnen und Besuchern eine der größten und wichtigsten Literatur-Messen. Für Verlage bietet sich hier die Möglichkeit, ihre Autorinnen und Autoren einem breiten Publikum vorzustellen und so auf sich aufmerksam zu machen. Im vergangenen Jahr waren 2.500 Aussteller aus 51 Ländern erwartet worden. Für das belgleitende Lesefestival "Leipzig liest" hatte man 3.700 Veranstaltungen an 500 Leseorten geplant.
Die frühe Absage der Messe ist natürlich für alle Beteiligten enttäuschend, dennoch gibt es viele Stimmen, die sich positiv über die Souveränität der Entscheidung äußern. So etwa die MDR KULTUR Literaturredakteurin Katrin Schumacher, die in der Absage ein starkes Signal sieht. Sie lobt die klare Entscheidung, die nicht, wie im letzten Jahr, knapp vor der Veranstaltung, sondern mit langem Vorlauf getroffen wurde.
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