Der deutsche Nachkriegsautor Josef Reding ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Reding schrieb vor allem Kurzprosa, in der er sich mit Themen wie Gewalt, Rasissmus und Ausgrenzung auseinandersetzte.
Der Dortmunder Schriftsteller Josef Reding ist in der Nacht auf den 10. Januar gestorben. Wie die Familie berichtete, sei er friedlich eingeschlafen. Der mehrfach ausgezeichnete Autor gilt als einer der bekanntestes und engagiertesten Nachkriegsautoren. In seinen Werken beschäftigte er sich immer wieder mit dem Thema der sozialen Ausgrenzung; in der Tradition der amerikanischen "short story" schrieb er über Rassismus, Völkerverständigung und der Unterdrückung von Minderheiten.
Politisch engagiert
Josef Reding kam 1929 in Castrop-Rauxel zur Welt. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er mit anderen Jugendlichen nach Bayern verschickt. Später geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Hier überließ man ihm Zeitschriften und Taschenbücher, wodurch er die literarische Form der Kurzgeschichte kennen- und schätzen lernte.
Seine literarische Karriere begann Reding zunächst mit dem Verfassen von Jugendbücher. Seit einem US-Aufenthalt in den 1950er Jahren, wurde sein Werk stark von dem Stil der amerikanischen "short storys" geprägt. Bereits als Jugendlicher war Reding in der katholischen Jugendbewegung aktiv gewesen, und engagierte sich auch später für die Katholische Kirche. So sind auch viele seiner Werke aus einem christlichen Standpunkt heraus, mit Blick auf soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung geschrieben.
Josef Reding blieb sein gesamtes Leben über seiner Wahlheimat Dortmund verhaftet. Bis ins hohe alter blieb er politisch aktiv und unternahm, wenn auch immer wieder von Krankheiten niedergeschlagen, weiterhin Reisen ins Ausland.
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