Freie Texte

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Abseits der Saison

Ich sah auf die Uhr am Handy und steckte es wieder weg. Der Bus hatte Verspätung. Nur Autos und Kombis kamen aus der Kurve. Die anderen an der Haltestelle starrten vor sich hin. Ich schob die Hände tiefer in die Hosentaschen. Es war scheiß kalt und beschissen früh. Die Sonne musste sich irgendwo da hinter dem Gebäude verstecken, hinter den dicken Wolken. Es würde hoffentlich nicht auch noch regnen. Kalt, mit in die Wangen und Ohren beißendem Nordwind, reichte vollkommen. Noch Regen wäre einfach ...
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Der Busfahrer

Ich stand an der unscheinbaren Bushaltestelle in der Nähe meines Cottbusser Studentenwohnheims. Kälte schnitt mir Wolken aus der Lunge und ich dachte daran, dass ich für den Winter bald eine dickere Jacke, am besten einen Mantel brauchen würde. Noch reichte die blaue Windjacke, weil es kurz vor sieben Uhr morgens war und am Nachmittag die Sonne den Wind anwärmte. Einer meiner Arbeitskollegen, der mich jeden morgen an der Haltestelle begrüßte, trug noch ein Hemd, als wolle er es niemals ablegen. ...
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Ein gedanklicher Monolog

Tanzende Schatten ergossen sich über den grobkörnige Asphalt gleich dunkel zerfließendem Wein. Irgendwo wurde ein Knallen laut, das Fallen eines Steines in die Welt hinausrufend; ein überflüssiger Klang in paranoide Ohren gehaucht. Seine Augen verfingen sich in der labyrinthenen Kaskade aus leeren Fenstern, Türen, Treppen und Toren, seine Gedanken zappelten im Netz der Sensationen des Tages. Die Nacht trank gierig die matte Milch der Straßenlaternen. Er wollte schreien, aber die hässliche Stille ...

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