Telepathie

Vorlesen

Wie geht’s in meinem Kopfe zu,

krieg' lauter Bilder von Manu.

.

Kann an nichts mehr andres denken,

will die Hirnström' weg von lenken.

.

Wie konnte dies nur heut' gescheh'n,

hab Sie Jahrzehnte nicht geseh'n

.

und plötzlich trifft's mich wie ein Blitz

am Eck steht Manu mit 'nem Kitz.

.

Hey, Hallo, wie geht es Dir,

regt sich in mir die neue Gier.

.

Sie sei zurück im Heimatland,

fand eine Lösung mit Verstand.

.

Im Wald ist eine Tierstation,

da habe Sie die Hauptfunktion.

.

Seit Jahren Sie schon interessiert,

was mit verwaisten Tier'n passiert.

.

Seit gestern ist Sie nun im Land,

sehr überrascht, dass Sie mich fand.

.

Nach 'nem Plausch muss Sie nun weiter,

wir beide sind perplex und heiter.

.

So langsam wird’s mir klar,

was das in meinem Kopfe war.

.

So deutlich spürte ich's noch nie,

es war das Wirken der Telepathie.














Gefällt mir
1
 

Weitere Freie Texte

Freie Texte

Leben, nicht leben

Rose

Du willst nicht leben, du willst leben. Nicht Tag nach Tag Und nicht Ausatmen nach Ausatmen Sondern jeden Tag als Chance sehen Jeden Atemzug nutzen um in die Welt zum schreien, dass du leben willst. Er will nicht leben, er will leben. Nicht leere Worte Und nicht Schritt nach Schritt Sondern jedes Wort aus dem Herzen ziehen Jeden Schritt nutzen um zu laufen und in die Welt zu schreien, dass er leben will. Ich wollte nicht leben, ich wollte leben. Ich sehe euch von meinem Platz aus Sehe wie ihr ...
Freie Texte

Karussell der Gedanken

Jessica Ebenrecht

Manchmal, Wenn das Karussell der Gedanken sich dreht Ein herabziehender Strudel entsteht Der Wind urplötzlich anders weht Und man keinen Ausweg mehr sieht Gedanken sind nicht die reale Welt Aus einem werden zwei, aus zwei dann drei Sie gaukeln uns vor, was uns nicht gefällt Nehmen uns viel, sind dann nicht mehr frei Dabei wird alles vermischt zu einem Einheitsbrei Sie halten uns fest, mit Starrsinn und "Recht" Und füttern unsere Sorgen, Ängste und Kummer Wohl wissend, diese sind nicht echt ...
Freie Texte

Die Statue von Bernini

Patricia Vellard

...... Als sie die Kirche betrat, umspielte Paulines Nase sofort ein sanfter Hauch von Weihrauch. Die schwere Kirchentür fiel hinter ihr ins Schloss. Andächtig schaute sich Pauline um. Nur zwei dunkle Gestalten, zwei alte Frauen in langen schwarzen Gewändern, saßen in den Bänken. Das Licht der Sonne fiel durch die hohen Fenster in die Kirche und gab diesem Ort eine feierliche und geheimnisvolle Atmosphäre. Die hohen steinernen Wände und der Marmorboden waren glatt und kalt. Gelegentliches ...
Freie Texte

Sergej SIEGLE: Der Monolog

Sergej SIEGLE

O Jüngling – Verliebter, mit glühendem Blick, vom Pathos berauscht, von den Versen entzückt. Zerstreut und verloren, so trotzig, so fern, der Reimende „wieder“ mit „Widder“ so gern. Sag mir, wo bleibt wohl unbändiger Mai, wo Straßenbahn kreischte und rollte vorbei? Und wo jene Zelle, verrostet, ein Hohn – ein Hörer vereist – „Smartphone“-Vision … Die Haltestelle: „Zum Dichterduell!“* (hält nicht der Ikarus – das gelbe Modell.) Ein Anhalter – im Wagen, im Taxi, vorbei – „Zehn Rubel zum Zentrum?“ ...

Aktuelles