Der Rheingau Literatur Preis geht im Jahr 2021 an die Autorin Judith Hermann. Der Preis wird bereits zum 28.Mal vergeben. Die Verleihung findet im Rahmen des Rheingau Musik Festivals statt. Ausgezeichnet wird die Autorin für ihren jüngsten Roman „Daheim“, einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Der Preis ist mit 11.111 Euro und 111 Flaschen Rheingauer Riesling verbunden.
Die Jury begründet die Entscheidung mit den Worten „Sie nimmt die Fantasie des Lesepublikums gefangen und eröffnet ihr gleichzeitig ungeahnte neue Möglichkeiten.“ und Judith Hermann sei eine „literarische Zauberkünstlerin“.
Auch Denis Scheck schwärmte kürzlich in seiner ARD-Sendung Druckfrisch über das jüngste Werk der Schriftstellerin. Für Dennis Scheck ist es die „stärkste Liebesgeschichte, die ich seit langem gelesen habe – ein Roman wie ein roter Burgunder, der auf den ersten Schluck ganz unkompliziert ist, aber dann einen unglaublich langen Nachhall am Gaumen hinterlässt und immer komplexer wird.“
„Daheim“ erzählt die von der Zerrissenheit einer Frau in mittleren Jahren, die sich von ihrem Mann getrennt hat und ans Meer gezogen ist. Im Kontrast zu ihrem bisherigen Großstadtleben in Berlin verliebt sie sich hier in einen Schweinebauern. Es entwickelt sich eine sehr spannende und zum Teil doppelbödige Liebesgeschichte. „Daheim“ ist im April 2021 beim S.Fischer Verlag erschienen.
Der Rheingau Literatur Preis ist nicht die erste Auszeichnung für Judith Hermann. Bereits 2001 wurde sie mit dem Kleist-Preis für ihren Erzählband Sommerhaus geehrt. Der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann bezeichnete die Autorin im Deutschen Theater in Berlin als einen Glücksfall für die Literatur.
2009 folgte der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg für das Werk „Alice“. Die Jury würdigte insbesondere "Erzählglanz und Erzählkunst" der Autorin.
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