ZDF Das Literarische Quartett: Mit Eva Menasse, Vea Kaiser und Götz Alsmann

In der kommenden Ausgabe des "Literarischen Quartett" spricht Gastgeberin Thea Dorn mit den Schriftstellerinnen Eva Menasse und Vea Kaiser und dem Musiker Götz Alsmann über Neuerscheinungen von Mathias Enard und Helga Schubert, sowie über Neuausgaben von Iwan Gontscharow und Joyce Carol Oates. Ausgestrahlt wird die Sendung am Freitag, 14. Mai 2021, 23.00 Uhr im ZDF. In der ZDFmediathek ist die Sendung bereits am Donnerstag, 13. Mai 2021, ab 16.00 Uhr abrufbar.

Theas Dorn spricht im "Literarischen Quartett" mit Eva Menasse, Vea Kaiser und Götz Alsmann über aktuelle Neuerscheinungen. Bild: ZDF/Jule Roehr

Thea Dorn lädt zum Gespräch über aktuelle Neuerscheinungen. Gäste der kommenden Ausgabe am 14. Mai sind die Schriftstellerinnen Eva Menasse und Vea Kaiser, sowie der Musiker und Entertainer Götz Alsmann. Gemeinsam sprechen sie über Bücher von Mathias Enard ("Das Jahresbankett der Totengräber"), Helga Schubert ("Vom Aufstehen"), Iwan Gontscharow ("Eine gewöhnliche Geschichte") und Joyce Carol Oates ("Blond"). Das Literarische Quartett wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet.

 

Mathias Enard: "Das Jahresbankett der Totengräber"

Der überzeugte Großstädter David zieht aufs Dorf. Er will die Sitten und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung studieren, das Landleben im 21. Jahrhundert anthropologisch erforschen. Nie hätte er sich träumen lassen, dass ihn die anfangs so beunruhigende Stille, vor allem aber die überraschende Unangepasstheit der Dörflerinnen und Dörfler, derart in Bann ziehen könnten. Bei aller Faszination für die ihm fremde Welt mit ihren wild verästelten, teils bizarren Geschichten muss David erkennen, dass er ein Außenseiter bleibt, ein Fremder.

Iwan Gontscharow: "Eine gewöhnliche Geschichte"

Alexander soll in der Hauptstadt Karriere machen, dabei ist er in den Augen seiner Mutter noch viel zu jung, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein - Sorgen einer Helikoptermutter anno 1847. Bei seinem Erscheinen erregte der Roman, Vorgänger des weltberühmten "Oblomow", in Russland enormes Aufsehen. In dem jugendlich-schwärmerischen, zwischen alt und neu zerrissenen Protagonisten erkannten die Zeitgenossen ein Porträt ihrer Zeit, der in absurden Konventionen erstarrten, dem Untergang geweihten Feudalgesellschaft. Was erzählt den Leserinnen und Lesern die "gewöhnliche Geschichte" in der Neuübersetzung von Vera Bischitzky heute über Russland?

Joyce Carol Oates: "Blond"

In flirrend verdichteten Szenen haucht Joyce Carol Oates der vermeintlich zu Tode erzählten Lebensgeschichte von Norma Jeane Baker, besser bekannt als Marilyn Monroe, neues Leben ein. Der Aufstieg des introvertierten, traumatisierten Mädchens zur Ikone gerät zum kühnen Ritt durch den amerikanischen Traum: Alles ist möglich, doch der Preis heißt Selbstzerstörung. Die deutsche Übersetzung von "Blond" war zwischenzeitlich vergriffen. Jetzt ist dieses Monument US-amerikanischer Erzählkunst in einer überarbeiteten Neuausgabe wieder zugänglich.

Helga Schubert "Vom Aufstehen"

Episodenhaft, im freien Wechsel zwischen Fiktion und Autofiktion erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben, die Geschichte der Nachkriegsgeneration, der die Kindheit gestohlen wurde. Als Mädchen bewegt sie sich zwischen verschiedenen Heimaten. Als Erwachsene wird sie jahrelang von der Stasi bespitzelt. Als sie die ersten wirklich demokratischen Wahlen erlebt, ist sie beinahe fünfzig. Doch vor allem ist "Vom Aufstehen" die Geschichte einer schmerzhaften Versöhnung: mit sich selbst, mit der immerzu kritisch-maßregelnden Mutter, mit einem Leben voller Widerstände.

 
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