Genau das ist das Anliegen der österreichischen Schriftstellerin J.Elisabeth: Sie will ihre Erzählstimme erklingen lassen, die über die Natur und deren Tierwelt berichtet. Sie selbst bleibt bescheiden im Hintergrund. Dafür sprechen die Helden in ihren Kinderbüchern umso lauter: Ihre kleinen Protagonisten Ilsa und Max etwa, die große Abenteuer erleben: mit Igeln, die für den langen Winterschlaf noch ordentlich aufgepäppelt werden müssen, und Rehen, die im verschneiten Wald versteckt auf die Fütterung warten. Mithilfe der Kinder in ihren Geschichten bringt J. Elisabeth das Wissen über die Natur vom Land in die Stadt - wie in den „Wintergeschichten“, die wir letzte Woche bei uns im Lesering vorgestellt haben. Die Autorin aus den Alpen gab Lesering-Redakteurin Claudia Diana Gerlach ein erstes Interview.
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1. Liebe J. Elisabeth,
Deine Geschichten um die pfiffigen Schulkinder Ilsa und Max haben inzwischen viele kleine Leser begeistert! Was möchtest Du Deinen großen und kleinen Fans über diese Geschichten verraten?
Vielen lieben Dank Claudia für die Einladung zum Interview!
Ilsa und Max sind dickste Freunde und unternehmen gemeinsam spannende, lustige und süße Abenteuer in der Natur.
Nicht nur im Wald und am Bauernhof treffen sie auf besondere Pflanzen und Tiere, von denen sie sich mit manchen sogar anfreunden. Ilsa und Max finden, dass man mit der Natur überall, ja sogar in der Stadt, was Besonderes erleben kann.
Sie freuen sich umso mehr, wenn sie ihre Geschichten mit anderen Kindern teilen können, die auch neugierig auf Tiere und Pflanzen sind und die Natur genauso gern haben, wie sie selbst.
2. Deine Bücher sind voll von Wissen über die Natur im Allgemeinen und Tiere im Besonderen - seit wann interessieren Dich diese Themen?
Eigentlich schon immer oder zumindest, seit ich mich erinnern kann. Pflanzen und Tiere mochte ich schon als Kind sehr gerne und mein Interesse daran, hat nie aufgehört. Die Natur begeistert mich einfach immer wieder aufs Neue (lächelt).
3. Wie kam Dir die Idee zu den „Ilsa-und-Max-Geschichten“?
Im Rückblick glaube ich es musste soweit kommen. (lacht)
In meiner beruflichen Laufbahn habe ich viele Workshops mit Kindern rund um das Thema Natur geleitet und irgendwann hab‘ ich dem Schreiben und der Sehnsucht nach mehr davon immer, mehr Raum gegeben. Dann ging’s irgendwie sehr schnell. Ich weiß noch, ich war damals in Urlaub in Italien und hatte einen Traum, der mich auf die Idee von „Ilsa und Max“ gebracht hat. (lacht) Das klingt total klischeehaft, aber so war‘s. Die Szene aus dem Traum kommt aber noch gar nicht in den bisher veröffentlichten Geschichten vor...!
4. Auf Deinen Fotos, die Du auf Instagram teilst, ist zu sehen, dass es bei Euch in Österreich den ersten Wintereinbruch bereits Mitte Oktober gab - wie lange ist bei Euch denn Winter?😉
Hihi, das war nur in den Bergen der Fall. In den tieferen Lagen gab’s noch keinen Schnee. Ich wohne in den Alpen auf über 1000m Seehöhe, da dauert der Winter schon länger. Das krasseste was ich bisher erlebt habe, waren einzelne Schneeschauer im September und Mai. Das sind aber nur Ausnahmen und dazwischen ist es meistens auch noch bzw. schon viel wärmer.
Nachdem heurigen Wintereinbruch, ist der Schnee auch wieder ganz verschwunden und wir hatten strahlenden Sonnenschein bei Frühlingstemperaturen um rund 15 Grad. Vereinzelt blühen jetzt sogar noch Wiesenblumen und auch die Berggipfel sind kaum weiß.
5. Gibt es neue Bücher und Buchprojekte bei Dir?
Ja (lächelt) „Alex und seine Geschichte“ ist das jüngste und das gibt es ganz frisch mit Illustrationen von mir.
Alex ist ein Marienkäfer, der sich nach einem Absturz in der Obhut eines lieben Menschen namens Ben wiederfindet und nicht weiß, ob er je wird wieder nachhause fliegen können. Die Geschichte erzählt, wie er seine Situation meistert, denn er hat natürlich große Angst und vermisst seine Freunde und Familie.
Leider ist die Geschichte mittlerweile sehr aktuell.
Zu allen die einen Hoffnungsträger und Mut-Macher gebrauchen können oder einfach auf spannende Bücher mit Herz stehen, kommt Alex gerne und erzählt seine Geschichte. Alex hat zwar ein besonderes Herz für Kinder, aber er redet auch gerne mit Erwachsenen, die seine Hilfe brauchen (zwinkert).
Die Geschichte beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. Ich durfte den wahren Alex im Frühjahr 2019 kennenlernen. Der so kleine tapfere Kerl und was er alles durchgestanden hat, haben mir so imponiert, dass ich seine Geschichte einfach aufschreiben musste.
6. Hast Du einen Lieblings-Schreibplatz?
Oh ja! (strahlt) Ich schreib‘ total gerne auf der Couch beim warmen Kachelofen und im Sommer draußen im Garten.
Aber es passiert auch, dass ich mit dem Zahnbürstl im Mund am Badezimmerfußboden über den Laptop oder zur Not mit einem Stift übers Klopapier herfalle! (lacht) Aber eigentlich ist mir jeder Ort recht. Am liebsten schreibe ich dann, wenn ich es „weiß“. Egal wo und mit welchem Werkzeug (lacht wieder).
So, das war‘s schon!
Vielen Dank liebe Claudia für das Interview und dass Du „Ilsa und Max“ auf einen Besuch zu Dir eingeladen hast!
Lesering: Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses Interview!
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