PEN Berlin setzt seine öffentlichen Dialogformate fort. Nach einer bundesweit beachteten Gesprächsreihe zur Meinungsfreiheit 2024 folgt nun eine neue Tour durch 22 Orte in Baden-Württemberg – von Mannheim bis Ulm. Thema diesmal: Heimat.
Im Zentrum steht die Frage, was Menschen in Deutschland heute verunsichert: steigende Mieten, überlastete Gesundheitsversorgung, schlechte Verkehrsanbindung, Einsamkeit, Angst vor gesellschaftlichem Abstieg oder politischer Radikalisierung. PEN Berlin fasst diese Symptome unter einem gemeinsamen Motiv: die Angst vor dem Verlust des Vertrauten – die Angst vor dem Verlust von Heimat.
Die Reihe steht unter der Leitfrage: „Ist das noch mein Land?“ – und variiert sie zugleich mit: „Ist das schon mein Land?“
Beteiligung statt Belehrung
Das Publikum ist integraler Teil des Formats. Keine Frontalvorträge, kein starres Podium. Stattdessen: Gespräch. Zwischen Autor:innen, Journalist:innen, Politiker:innen – und den Menschen vor Ort.
Zu den Gästen zählen u. a. Eva Menasse, Francesca Melandri, Feridun Zaimoglu, Michel Abdollahi, Julia Ruhs, Özge Inan, Kai Diekmann, Michel Friedman sowie Bürgermeister:innen, Unternehmer:innen, Polizist:innen und Pfarrer:innen aus der Region.
Die Veranstaltungen finden bewusst an Orten statt, die Nähe ermöglichen: Gemeindesäle, Vereinsräume, Kulturzentren. In Sigmaringen etwa beim Schützenverein, in Göppingen im Gemeindesaal mit Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, in Freiburg beim SC Freiburg.
Fortsetzung im ganzen Bundesgebiet
Die Reihe beginnt am 26. Januar 2026 in Mannheim und endet am 25. Februar in Stuttgart. Anschließend folgen Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz (März), Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (August/September). Abschluss ist im Heimathafen Neukölln.
PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel:
„Besser, als in Berlin unsere Demokratie zu beschwören und dabei zuzusehen, wie die Menge derer, die mit diesem Possessivpronomen bezeichnet wird, immer kleiner wird.“
Unterstützung
Die Gesprächsreihe wird gefördert vom Deutschen Bundestag, dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Berthold Leibinger Stiftung, der Wüstenrot Stiftung und der Agentur Scholz & Friends.
Topnews
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
PEN Berlin: Große Gesprächsreihe vor den Landtagswahlen im Osten
Der PEN Berlin: Bratwurstbude ohne Bratwürste?
Annett Gröschner wird Mainzer Stadtschreiberin 2025
Maxi Obexer als Co-Präsidentin des PEN Deutschland zurückgetreten
"PEN Berlin": Neuer Schriftstellerverband um Deniz Yücel und Eva Menasse
Die Freiheit eines Gefangenen
Anthologie „365 Tage Frieden“ – Stimmen gegen die Sprachlosigkeit
"Sohn ohne Vater" von Feridun Zaimoglu – Ein bewegendes Porträt über Herkunft, Verlust und Identität
Vor 75 Jahren starb Heinrich Mann: Jahrestagung widmet sich seinem Henri-Quatre-Roman
Premieren, Prominenz und Programm: Die 76. Frankfurter Buchmesse
Kritische Worte: Das Grundgesetz wird 75 Jahre
PEN Berlin jetzt Teil des internationalen PEN-Verbandes
Frankfurter Buchmesse: Deniz Yücel und der PEN Berlin
Das PEN-Zentrum Deutschland hat einen neuen Präsidenten
Das Literarische Quartett mit Vea Kaiser, Deniz Yücel und Adam Soboczynski
"danube books" erhält den Verlagspreis Literatur 2022
Aktuelles
Die Rache trägt Prada von Lauren Weisberger – Was kommt nach dem „Traumjob“?
Der Teufel trägt Prada von Lauren Weisberger – Glamour als Arbeitsvertrag mit dem schlechten Gewissen
Box Hill von Adam Mars-Jones – Zärtlichkeit mit Stacheln
Die Burg von Ursula Poznanski – Mittelaltergemäuer, Hightech-Nervenkitzel
Alle glücklich von Kira Mohn – Wenn „alles gut“ zum Alarmsignal wird
Das Signal von Ursula Poznanski – Wenn das Smart Home zum Gegner wird
Half His Age von Jennette McCurdy – Ein Roman, der mit Unbehagen arbeitet
Das Ungelehrte Wissen – Daoistische Spuren in Hesses Siddhartha
Leykam stellt Literatur- und Kinderbuchprogramm ab 2027 ein
Fasching in der Literatur: warum das Verkleiden selten harmlos ist
Daniela Katzenberger, wie man sie kennt – unverstellt, direkt, motivierend
The Ordeals von Rachel Greenlaw – Eine Akademie, die Talente frisst
Leipzig liest: Von Alltäglichkeiten, Umbrüchen und der Arbeit am Erzählen
Es ist doch nur die Dunya von Murat Gülec – Ein leises Buch für laute Tage
Nicolas Mahler erhält 2026 Wilhelm-Busch-Preis und e.o.plauen-Preis
Rezensionen
Die vergessene Hausapotheke von Dr. Nicole Apelian – Alte Rezepte, neue Dringlichkeit