ZDF Das Literarische Quartett mit Vea Kaiser, Deniz Yücel und Adam Soboczynski

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Am kommenden Freitag, den 26. August, lädt Gastgeberin Thea Dorn zu einer weiteren Runde des Literarischen Quartetts. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Vea Kaiser, dem Journalisten und Autor Deniz Yücel und dem Literaturchef der Wochenzeitschrift "Die Zeit" Adam Soboczynski spricht sie über Neuerscheinungen von Alain Claude Sulzer, Ralf Rothmann und Giulia Caminito. Außerdem wird der Roman "Die satanischen Verse" des britisch-indischen Schriftstellers Slaman Rushdie Thema der Sendung sein. Rushdie wurde vor anderthalb Wochen im Zuge einer Veranstaltung auf offener Bühne mit einem Messer attackiert und erlitt schwere Verletzungen.

Im "Literarischen Quartett" diskutiert Gastgeberin Thea Dorn am kommenden Freitag mit Vea Kaiser, Adam Soboczynski und Deniz Yücel über aktuelle Neuerscheinungen und den Roman "Die satanischen Verse". Bild: ZDF und Agentur Alpenblick

Thea Dorn diskutiert in der kommenden Ausgabe des "Literarischen Quartetts" mit Vea Kaiser, Deniz Yücel und Adam Soboczynski über Bücher von Alain Claude Sulzer ("Doppelleben"), Ralf Rothmann ("Die Nacht unterm Schnee"), Giulia Caminito ("Das Wasser des Sees ist niemals süß") und Salman Rushdie ("Die satanischen Verse"). Wie üblich findet das Literarische Quartett" im Rang-Foyer des Berliner Ensembles statt. Im ZDF läuft die Ausgabe am Freitag, 26. August 2022, um 23:45 Uhr. In der ZDFmediathek ist die Sendung bereits am Mittwoch, 24. August 2022, ab 10:00 Uhr abrufbar.

Alain Claude Sulzer - "Doppelleben"

In "Doppelleben" erzählt Alain Claude Sulzer die Geschichte der Brüder Jules und Edmond de Goncourt, die nahezu alles miteinander teilten: Das Haus, die Arbeit, die Geliebte. Als ebenso geliebte wie gefürchtete öffentliche Intellektuelle durchwanderten die Brüder die Pariser Nächte, kehrten in den großen Salons ein, besuchten regelmäßig die Diners der Cousine von Kaiser Napoleon III und führten ein gemeinsam Tagebuch, in welchem sie messerscharfe, präzise Beobachtungen mit hemmungsloser Lästerei verbanden. Alain Claude Sulzer erweckt das berühmte Autoren-Tandem, nach dem der heute wichtigste Französische Literaturpreis benannt ist, wieder zu leben. Als Gegenentwurf zum mondänen Brüderpaar setzt er die Haushälterin der beiden, Rose, die ein Doppelleben führt und ihre Dienstherren hintergeht. Als sie plötzlich stirbt, rüttelt dieser Verlust mehr auf, als man zunächst annehmen würde...

Ralf Rothmann - "Die Nacht unterm Schnee"

"Die Nacht unterm Schnee" ist nach "Im Frühling sterben" und "Der Gott jenes Sommers" der dritte und somit abschließende Teil einer Trilogie, in der sich Ralf Rothmann mit dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit in Deutschland beschäftigte. Hier erzählt er nun von der verwundeten Elisabeth, die im Kriegswinter 1945 in einem Bunker unter der Erde von einem russischen Deserteur gepflegt wird. Die Fieberträume der 16-Jährigen lassen Bildabläufe entstehen, die gleichermaßen von Hoffnung und Verzweiflung erzählen. So sieht sie ihre Liebsten oben nach ihr suchen. Die Eltern, die Brüder, die Großmutter, aber auch ihren zukünftigen Mann und ihre ungeborenen Kinder...

Giulia Caminito - "Das Wasser des Sees ist niemals süß"

Gaia bezieht mit ihrer Familie eine Sozialwohnung nordwestlich von Rom. Ein Arbeitsunfall zwang den Vater in den Rollstuhl, der Bruder ist ein ungehaltener Anarchist, die Mutter hält die Familie mit Mühe und Not und unter größter Kraftanstrengung zusammen. Ihr größter Wunsch: Die Tochter, Gaia, soll es einmal besser haben. Giulia Caminito erzählt von den unvorstellbaren Anstrengungen eines sozialen Aufstiegs und zeigt, dass Fleiß, Talent und Ehrgeiz allein dazu nicht ausreichen. Die Hinternisse und Demütigungen, die sich Gaia während ihrer Aufstiegsversuche in den Weg stellen, lassen aus Verletzlichkeit maßlose Wut werden.

Salman Rushdie - "Die satanischen Verse"

Das Attentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie vor knapp anderthalb Wochen erschütterte nicht nur die literarische Welt. Der Angriff zeigte, dass die 1989 von Ayatollah Khomeini verhangene Fatwa, die zur Tötung Rushdies aufrief, noch immer in den Köpfen einzelner Fanatiker spukt. Ein Jahr bevor die Fatwa ausgerufen wurde, erschien Rushdies Roman "Die satanischen Verse". Darin erzählt er von zwei indisch-muslimischen Einwanderern in England, die beide wie durch ein Wunder einen Flugzeugabsturz überleben und anschließend eine seltsame Wandlung erleben. Während sich der eine Überlebende dabei zunehmend dem Erzengel Gabriel angleicht, entwickelt sich der andere Protagonist zu einem teuflischen Wesen.

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