Laura Wlezlak: Das Mädchen im stillen Wald

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Der Wind weht kalt durchs stille Tal,
ein Mädchen wandert, schwach und fahl.
Krank läuft sie den Pfad entlang
doch findet sie den Ausgang?

Der Weg ist weit, das Kleid zu dünn,
der Sommer liegt schon lange hin.
Man sieht sie nicht durch ihre Narben,
sondern durch bunte Farben.
Doch das ist nur ihr Kleid, nicht ihre Seele,
sie spürt genau, dass ihr etwas fehle.

Eine kleine Blume zart und klein
bringt ihr ein wenig Sonnenschein.
Ein Hauch von Freude, leise gedacht,
während die Schwere auf ihr wacht.
Instabilität bedrückt sie sehr,
ein klares Selbstbild? Viel zu schwer.

Das Denken fällt ihr immer schwerer,
sie fragt sich: Wer ist dieser Schatten näher?
Eine dunkle Gestalt vor ihren Augen,
sie hat längst aufgehört zu glauben.
Ein Niemand und doch ist er hier,
sie fragt sich: „Warum bei mir?“

Die Last auf ihren Schultern schwer,
im Kopf kreisen Fragen mehr und mehr:
Bin ich noch am Leben?
Kann ich überhaupt noch reden?

Doch sie ist allein, von allem verlassen,
auf ihrem Weg: nur Steine, kein Pflaster.
Reden wir noch über den Wald
oder über das, was in ihr verhallt?

Eine Krankheit, die mit ihr geht,
und vielleicht für immer in ihr lebt.

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