Russland (russisch Россия/? Rossija [rɐˈsʲijə]), amtlich Russische Föderation (russisch Российская Федерация/? Rossijskaja Federazija ‚Russländische Föderation‘[A 2]), ist ein Bundesstaat in Osteuropa und Nordasien, mit der Exklave Kaliningrad in Mitteleuropa. Der Fläche nach ist Russland mit etwa 17 Millionen Quadratkilometern der größte Staat der Welt und umfasst etwa ein Neuntel der Landmasse der Erde. Mit 144,5 Millionen Einwohnern (2019) steht es an neunter Stelle der bevölkerungsreichsten Staaten und ist zugleich einer der am dünnsten besiedelten.

Der europäische Teil des Staatsgebiets ist deutlich dichter besiedelt als der über dreimal so große asiatische Teil: Etwa 77 % der Bevölkerung (110 Millionen Einwohner) leben westlich des Urals. Die Hauptstadt Moskau ist eine der größten Städte und Metropolregionen der Welt. Das zweitwichtigste Zentrum ist Sankt Petersburg, das von 1712 bis 1918 Hauptstadt war und heute vor allem ein wichtiges Kulturzentrum bildet. Die nächstgrößten Millionenstädte sind Nowosibirsk, Jekaterinburg, Kasan und Nischni Nowgorod. Insgesamt gibt es in Russland 15 Millionenstädte und fast 70 Agglomerationen mit über 500.000 Einwohnern.

Quelle: Wikipedia

Russland

Der Autor Michail Schischkin ist für eine kritische Haltung zu russischer Literatur Foto Flickr.com, Jürg Vollmer
Debatte

Michail Schischkin fordert eine klare Haltung zu russischer Literatur

Stephanie Caminada beleuchtet in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung die Ansichten des russischen Schriftstellers Michail Schischkin über die westliche Unterstützung für russische Autoren, die die Aggression Russlands in der Ukraine unterstützen. Schischkin äußert sich kritisch gegenüber westlichen Verlagen, die Autoren finanzieren und publizieren, die den Krieg in der Ukraine gutheißen. Er argumentiert, dass diejenigen, die die russische Aggression unterstützen, nicht von den Vorteilen ...
Ein Gentleman in Moskau Ein Gentleman in Moskau 1922 - ehemaliger Aristokrat ist zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Verlag Ullstein Taschenbuch
Roman

Amor Towles: Ein Gentleman in Moskau

"Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles, erschienen am 09.11.2018 im Verlag Ullstein Taschenbuch, aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel, ist ein faszinierender Roman, der 1922 beginnt. Graf Alexander Iljitsch Rostow wird von einem bolschewistischen Gericht zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Der ehemalige Aristokrat, der einst in einer prächtigen Suite residierte, muss nun in ein kleines Zimmer im Dachgeschoss umziehen. Trotz dieser drastischen ...
Wladimir Sorokin Wladimir Sorokin Wladimir Sorokin ist einer der bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftsteller. Haemmerli, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Aktuelles

Verlag Eksmo-AST nimmt letzten Teil der Doktor Garin - Trilogie aus dem Programm

Wladimir Georgijewitsch Sorokin ist ein bekannter russischer Schriftsteller und Dramatiker, der 1955 in Moskau geboren wurde. Sorokin ist für seine oft provokativen und experimentellen Werke bekannt, die verschiedene literarische Stile und Genres mischen. Seine Literatur beinhaltet Elemente des Surrealismus, der Science-Fiction und der postmodernen Satire.
Lev Rubinstein, geboren am 23. Juli 1947 in Moskau, Russland, war nicht nur ein russischer Dichter, Künstler und Performer, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit. Foto: Natalia Senatorova
Abschied

Lev Rubinstein ist tot

Lev Rubinstein, geboren am 23. Juli 1947 in Moskau, Russland, war nicht nur ein russischer Dichter, Künstler und Performer, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit. Er starb nun 76-jährig am 14.01.2024 - sechs Tage zuvor war er in Moskau von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden.
Der Fernsehjournalist Hubert Seipel hat für sein Buchprojekt "Putins Macht" laut Recherchen des ZDF 600.000 Euro von einem putinnahen Oligarchen. Bild: Moko1998 - Eigenes Werk (Wikipedia)
Debatte

Nach brisanten ZDF-Recherchen: Hoffman & Campe stoppt Verkauf von Hubert Seipel Buch

Der Fernsehjournalist und Russland-Experte Hubert Seipel hat laut ZDF-Recherchen 600.000 Euro von einem Putin-nahen Oligarchen erhalten. Nun steht der Buchautor, der seine Unparteilichkeit trotz allem nicht bedroht sieht, in der Kritik. Auch der Verlag Hoffman & Campe reagiert.
Die russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja und der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov wurden mit dem Erich-Maria-Remarque Preis beziehungsweise Sonderpreis ausgezeichnet. Auf offener Bühne begegneten sie sich am Donnerstagabend nicht. Bild: A.Savin - Eigenes Werk / Wikipedia
Literaturpreis

Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Kein Zusammenstehen auf offener Bühne

Die Preisträger des diesjährigen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis sind die Russin Ljudmila Ulitzkaja und der Ukrainer Sergiy Maidukov. Die Entscheidung stand bereits im April fest. Ziel war wohl ein russisch-ukrainisches Zusammenkommen vor dem Hintergrund der künstlerischen Aufarbeitung und Verarbeitung des Krieges. Am Donnerstagabend stand Ljudmila Ulitzkaja allerdings allein auf der Bühne.
Der Gründer des KATAPULT-Magazins, Benjamin Fredrich, tritt nach Vorwürfen ukrainischer Journalisten von seinen Führungsämtern zurück. Bild: Katapult-Verlag (Wikipedia)
Debatte

"KATAPULT"-Chef Benjamin Fredrich tritt zurück

Der Gründer, bisherige Chefredakteur und Geschäftsführer des "KATAPULT"-Magazins, Benjamin Fredrich, ist nach Anschuldigungen ukrainischer Angestellter von seinen Führungsposten zurückgetreten. Im Februar hatte das Magazin eine "Ukraine Redaktion" gegründet. Mitarbeiter werfen Fredrich nun unter anderem vor, Gehälter nicht in der versprochenen Höhe gezahlt zu haben. Das Projekt sei nur die "Illusion einer großen Hilfsorganisation" gewesen.
Die dänische Königin Margrethe II. zieht ihre Schirmherrschaft für den Hans-Christian-Andersen-Preis zurück. Bild: Johannes Jansson (Wikipedia)
Debatte

Dänische Königin zieht Schirmherrschaft für Hans-Christian-Andersen-Preis zurück

Die Dänische Königin Margrethe II. hat ihre Schirmherrschaft für den internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis zurückgezogen. Der Entschluss hängt mit einem Streit um die Illustratorin Anastassija Archipowa zusammen, die im September zur Juryvorsitzenden gewählt wurde. Es besteht die Vermutung, Archipowa würde einer Künstlervereinigung angehören, die Propaganda für Russlands Krieg gegen die Ukraine betreibe.
Aliens in Moskau, von Wolken geschwängerte Frauen und die Literatur als Opposition-Gegenstand: Dmitry Glukhovsky erzählt aus einer Heimat, die er wohl lange Zeit nicht wiedersehen wird. Bild: Heyne Verlag
Prosa

Dmitry Glukhovsky erzählt "Geschichten aus der Heimat"

In seinem 2007 erschienen Roman "Metro 2033" zeigte Dmitry Glukhovsky eine dystopische Welt, in der Moskau von Mutanten und Ungeheuren bevölkert ist, während die wenigen verbliebenden Menschen im weit verzweigten U-Bahn-Netz der Stadt leben und neue, eigenartige Gesellschaftsformen entwickeln. Kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine meldeten sich ukrainische LeserInnen bei Glukhovsky und erklärten, sie lebten nun wie die Helden seiner dystopischen Trilogie. Vor dem Grauen ...
Der Liedermacher Konstantin Wecker lebt einen radikalen Pazifismus. Er war einer der Unterzeichner des ersten Offenen Briefes an Olaf Scholz, dessen Autoren sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprachen. Bild: Jörgens.mi (Wikipedia)
Debatte

Konstantin Wecker: Wer "mehr Waffen" fordert, schickt andere in den Tod

Der Liedermacher Konstantin Wecker steht den Forderungen nach "mehr Waffen" für die Ukraine nach wie vor skeptisch gegenüber. Wecker, der zu den Mitunterzeichnern des ersten Offenen Briefes an Bundeskanzler Olaf Scholz gehörte, beharrte in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf seine pazifistische Haltung und betonte: Wer mehr Waffen fordere, der schicke andere zum Morden und Ermordetwerden.
Am Sonntag, 23. Oktober, berichtet "ttt - titel thesen, temperamente" von der Frankfurter Buchmesse. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"ttt" auf der Frankfurter Buchmesse: Greta Thunberg, Serhij Zhadan und die "Revolution" im Iran

"ttt - titel, thesen, temperamente" blickt auf eine Buchmesse, die, obgleich von einem Angriffskrieg überschattet, als großes Fest des Wiedersehens und der Begegnung gefeiert wird. Themen der Sendung werden unter anderem Greta Thunbergs "Klima-Buch", der ukrainische Friedenspreisträger Serhij Zhadan und die Proteste im Iran sein.
Am Sonntag ab 23:05 Uhr im WDR: Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"titel, thesen, temperamente": Schwerpunkt auf Kriegsliteratur

In der kommenden Ausgabe von "ttt - titel, thesen, temperamente" geht es unter anderem um die literarische und journalistische Verarbeitung von Kriegserlebnissen. Themen werden dabei unter anderem das Buch "Im Rausch" des russischen Journalisten Arkadi Babtschenko und die Literaturverfilmung des E.M. Remarque-Romans "Im Westen nichts Neues" sein. Außerdem wird der Roman "Intimitäten" der amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura beleuchtet.
Erin Litteken erzählt in ihrem Debütroman "Denk ich an Kiew" von staatlichem Zwang, Liebe und den Spuren der Herkunft. Bild: Lübbe
Bücher der Woche

"Denk ich an Kiew" von Erin Litteken

Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Mit der Invasion eskaliert ein Konflikt, der im Februar 2014 mit dem Einmarsch russischer Truppen auf der Krim begann, und seither brodelte, auszubrechen drohte. Als die Schriftstellerin Erin Litteken zum ersten Mal darüber nachdachte, jene Geschichte aufzuschreiben, die nun in Form ihres Debütromans vorliegt, lag die Krim-Annexion noch fern. "Ich hätte nie gedacht, dass die Veröffentlichung meines Romans über die Unterdrückung des ukrainischen ...
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Schadan erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hannah-Arendt-Preis. Bild: Mykola Swarnyk - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

"Hannah-Arendt-Preis" für den ukrainischen Schriftsteller Serhij Schadan

Der ukrainische Schriftsteller, Dichter und Musiker Serhij Schadan wurde mit dem "Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2021" ausgezeichnet. Die Jury würdigte Zhada damit als großen Erzähler, der die Tradition der mitteleuropäischen Literatur fortführt und revolutioniert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Seit dem 24. Februar steht der Präsident der Ukraine im Lichte der westlichen Aufmerksamkeit. Wolodymyr Selensky wird in den Medien als Held und westliche Galionsfigur gefeiert. Jetzt erscheinen weitere Biografien. Bild: President Of Ukraine from Україна (Wikipedia)
Aktuelles

Wer ist Wolodymyr Selenskyj? Biografische Bücher über den ukrainischen Präsidenten

Im August werden es bereits drei Bücher sein, die sich der Geschichte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj widmen. Sie alle erzählen die Geschichte eines "Protagonisten des Widerstands", der zu einem "charismatischen Präsidenten" wurde, nachdem er bereits als "Bühnenstar" und "Schauspieler" Erfolge feierte. All diese Zuschreibungen lassen sich in einem Satz wiederfinden, der im Februar 2022 um die Welt ging: "Ich brauche Munition, keine ...
Der Diplomat Rüdiger von Fritsch war von März 2014 bis 2019 als deutscher Botschafter in Moskau tätig. In seinem Buch "Zeitenwende" denkt er über die Zeit vor, während und nach des Krieges nach. Bild: Aufbau Verlag
Sachbuch

"Siegt der Fernseher, oder siegt der Kühlschrank?"

Rüdiger von Fritsch war von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Russland. In seinem aufschlussreichen Buch "Zeitenwende: Putins Krieg und die Folgen" analysiert der Diplomat den Überfall Russlands auf die Ukraine. Von Fritsch zeigt, welche Zeichen man im Westen übersehen hat, welche Möglichkeiten es gibt, diesen Krieg zu beenden und wie sich die Zeit nach der "Zeitenwende" gestalten könnte.
Der kürzlich in der "Zeit" erschienene, dritte offene Brief hat ein weiteres Mal für Unruhe in den medialen Meinungskorridoren geführt. Rhetorisch wird aufgerüstet. Personen werden diffamiert, Argumente nicht weiter beachtet. Bild: Pixabay (Symbolbild)
Meinung

Wer ist hier eigentlich Inkompetent?

Nach dem Erscheinen eines mit "Waffenstillstand jetzt!" überschriebenen offenen Briefes, den Publizisten, Schriftsteller und Intellektuelle vergangene Woche in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlicht hatten, brach ein weiterer Entrüstungssturm los. In verschiedenen Kommentaren wird den Unterzeichnern Inkompetenz, fehlende Weitsicht und Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Aber wer wirft da eigentlich wem etwas vor?
Der Sozialpsychologe Harald Welzer war Mitunterzeichner des im April im "Emma"-Magazin veröffentlichten offenen Briefes. Sein Name steht auch unter dem Appell "Waffenstillstand jetzt!" der am Mittwoch in der "Zeit" erschienen ist. Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Intellektuelle fordern darin vom Westen, Bedingungen zu schaffen, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und Ukraine ermöglichen. Bild: Martin Kraft - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Intellektuelle fordern: "Waffenstillstand jetzt!"

Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Prominente fordern in einem am Mittwoch in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlichten Brief an den Westen eine "Strategie zur möglichst raschen Beendigung des Krieges" in der Ukraine. Unterzeichner sind unter anderem Jakob Augstein, Svenja Flaßpöhler, Harald Welzer, Alexander Kluge und der Philosoph Richard David Precht.
Der Philosoph Peter Sloterdijk sorgt sich um die deutsche Berichterstattung über den Ukraine-Krieg. Es liege in der Natur der Dinge, dass die ukrainische Seite versuche, "den Westen in den Krieg hineinzureden", sagte Sloterdijk der dpa. Willige Mitarbeiter finde sie dabei in deutschen Journalisten. Bild: Fronteiras do Pensamento (Wikipedia)
Aktuelles

Peter Sloterdijk zum Ukraine-Krieg: "Man hört kaum noch Gegenstimmen"

Der Philosoph Peter Sloterdijk vermisst Gegenstimmen und Differenzierungen in den Debatten um den Ukraine-Krieg. Bei der deutschen Berichterstattung fühle er sich "sehr unwohl", sagte Sloterdijk gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Mutmaßung des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk, viele flüchtende Ukrainer fühlten sich in Deutschland nicht willkommen, widerspricht der Philosoph vehement.
Dmitry Glukhovsky ist einer der bekanntesten Schriftsteller der russischen Literaturszene. Und ein vehementer Putin-Kritiker. Auch gegen den Krieg in der Ukraine hatte sich der Bestsellerautor von Beginn an ausgesprochen. Jetzt hat der Kreml den Autor zur nationalen Fahndung ausgeschrieben. Bild: Michael Förtsch // Zufallsfaktor (Wikipedia)
Aktuelles

Russischer Schriftsteller Dmitry Glukhovsky zur nationalen Fahndung ausgeschrieben

Wie viele andere russische Intellektuelle, hat auch der Schriftsteller Dmitry Glukhovsky bereits vor einiger Zeit Moskau verlassen. Seit Dienstag steht der Science-Fiction-Autor, dessen postapokalyptische Roman-Trilogie "Metro" sich in Russland über eine Millionen Mal verkaufte, auf der Fahndungsliste des Kremls. Glukhovsky gilt seit Jahren als vehementer Putin-Kritiker und positionierte sich frühzeitig gegen den Angriffskrieg in der Ukraine.
Eine schrumpfende Bevölkerung, Erniedrigung und Beleidigung; das Aufdecken der westlichen Scheinheiligkeit. In der Sendung "Precht" hat der Politikwissenschaftler Ivan Krastev den russischen Präsidenten analysiert. Dabei zeigte sich: Viele der angesprochen Punkte hatte Krastev bereits in seinem 2019 erschienen Buch "Das Licht, das erlosch: Eine Abrechnung" dargelegt Bild: Ullstein Verlag
Sachbuch

Ivan Krastev: Das erloschene Licht des Westens

Ivan Krastev ist in diesen Tagen sehr gefragt. Warum das so ist, hatte der als Putin-Kenner geltende Politikwissenschaftler am vergangenen Sonntag in der ZDF-Talk-Sendung des Philosophen Richard David Precht unter Beweis gestellt. Putin, so Krastev, fühle sich vom Westen erniedrigt und beleidigt, habe Angst vor einer schrumpfenden Bevölkerung und sei geradezu besessen von der Idee, die westliche Scheinheiligkeit aufzudecken. Ansätze dieser Analyse finden sich bereits in dem Buch "Das Licht, das ...
Mit der "Nazi-Befreiung" gingen Massensuizide in ganz Deutschland einher. Als prägnantestes Beispiel gelten hier die Massenmorde in der vorpommerschen Kleinstadt Demmin. In seinem Buch "Kind, versprich mir, dass du dich erschießt" zeigt der Historiker und Fernsehredakteur Florian Huber, welche Komponenten dazu führten, dass gerade die kleinen Leute nach dem Sturz Nazi-Deutschlands in den freiwillig in den Tod gingen. Bild: Piper Taschenbuch
Sachbuch

Tag der Befreiung: "Kind, versprich mir, dass du dich erschießt..."

Im Zuge der "Nazi-Befreiung" haben sich Tausende Deutsche das Leben genommen. In seinem Bestseller "Kind, versprich mir, dass du dich erschießt" richtet der Historiker und Fernsehredakteur Florian Huber den Blick auf die "kleinen Leute" deren Untergang. Huber schreibt aus der Sicht von Augenzeugen, die den größten Massenselbstmord der deutschen Geschichte miterlebt hatten. Klar wird dabei unter anderem, wie schnell eine einfache Täter-Opfer-Konstellation an ihre Grenzen stößt. Und wie tief die ...
Natascha Wodin erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2022 für ihr literarisches Gesamtwerk. Foto: wikipedia
Aktuelles

Natascha Wodin erhält Joseph-Breitbach-Preis 2022

Natascha Wodin erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2022 für ihr literarisches Gesamtwerk. Der Preis wird von der Stiftung Joseph Breitbach und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz verliehen. Die Verleihung wird am 16. September 2022 im Theater Koblenz stattfinden. Der Preis ist mit 50.000 € dotiert.
Der SPD-Politiker und Jurist Klaus von Dohnanyi beschreibt in seinem Buch "Nationale Interessen" unter anderem das Abhängigkeitsverhältnis Europas zur USA. Deutschland und Europa, so von Dohnanyi, müssen offen ihre eigenen, wohl verstandenen Interessen Formulieren und mit Realismus verfolgen. In der NDR-Sendung "DAS!" sprach er mit Blick auf sein Buch über den Krieg in der Ukraine, Verantwortung, Verhandlungen und Souveränität. Bild: Superbass / CC BY-SA 4.0 (Wikipedia)
Aktuelles

Klaus von Dohnanyi: Was steht für Deutschland auf dem Spiel?

In seinem Buch "Nationale Interessen" plädiert der Jurist und SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi für einen nüchternen, illusionslosen Blick auf die aus den Fugen geratenen Weltverhältnisse. Europa müsse sich neu orientieren, klare Interessen formulieren und für diese einstehen, so der 93-Jährige. Das Buch erschien im Januar dieses Jahres, noch vor dem russischen Überfall auf die Ukraine. In der NDR-Sendung "DAS!" sprach von Dohnanyi nun darüber, was man hätte sehen und verhindern ...
Auch die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller unterschrieb den an Bundeskanzler Olaf Scholz gerichteten Offenen Brief, dessen Autoren sich für "kontinuierliche Waffenlieferungen" aussprechen. Bild: Jindřich Nosek (NoJin) - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Gegenposition: Offener Brief für "kontinuierliche" Waffenlieferungen an die Ukraine

Nachdem sich KünstlerInnen und Intellektuelle um die "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprachen, hat die Wochenzeitschrift "Die Zeit" nun ein Schrieben veröffentlicht, in dem die "kontinuierliche Lieferung" von Waffen gefordert wird. Auch dieser offene Brief ist an den Bundeskanzler Olaf Scholz adressiert. Unterzeichnet haben unter anderem auch Schriftsteller wie Maxim Biller, Herta Müller und Wladimir ...
Der Autor und Filmemacher Alexander Kluge hat als 13-Jähriger die Bombardierung seiner Heimatstadt Halberstadt miterlebt, und nur knapp überlebt. Als die weißen Fahnen wehten, seien ihm die Reichsgrenzen von 1937 vollkommen egal gewesen. Bild: Martin Kraft - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Moralische Erpressung? Alexander Kluge zur Lieferung schwerer Waffen

Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge gehört zu den Erstunterzeichnern des derzeit viel diskutieren offenen Briefes, mit dem sich KünstlerInnen und Intellektuelle gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprechen und vor den Gefahren einer nächsten Eskalationsstufe warnen. Kluge selbst hat als Dreizehnjähriger die Bombardierung seiner Heimatstadt Halberstadt miterlebt. "Ich sag Ihnen, dass mir die Reichsgrenzen von 1937 vollkommen egal waren, nach dem Bombenangriff.", sagte ...

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