Die Ukraine ([ukʁaˈiːnə] oder [uˈkʁaɪ̯nə];[6] ukrainisch Україна Ukrajina [ukrɑˈjinɑ]) ist ein Staat in Osteuropa mit mehr als 36 Millionen Einwohnern. Mit einer Fläche von 603.700 Quadratkilometern[7] ist sie nach Russland der zweitgrößte Staat Europas und der größte, dessen Gebiet zur Gänze innerhalb des Kontinents liegt. Das Land grenzt im Osten und Nordosten an Russland, im Norden an Belarus, im Westen an Polen, die Slowakei und Ungarn sowie im Südwesten an Rumänien und Moldau. Im Süden grenzt die Ukraine an das Schwarze und das Asowsche Meer. Die Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist Kiew, weitere Ballungszentren sind Charkiw, Dnipro, Donezk und Odessa.

Ihre staatliche Tradition führt die Ukraine, ebenso wie ihre Nachbarländer Russland und Belarus, auf das mittelalterliche Kiewer Reich zurück. Seit dessen Untergang im Mongolensturm des 13. Jahrhunderts gehörte das Gebiet der Ukraine abwechselnd ganz oder teilweise zu den Herrschaftsgebieten der Goldenen Horde, Polen-Litauens, des Russischen Zarenreichs und der Habsburgermonarchie. Die nach der Oktoberrevolution 1917 im russischen Bürgerkrieg gegründete Ukrainische Volksrepublik war der erste Versuch, die Ukraine als Gemeinwesen zu konstituieren und staatliche Unabhängigkeit zu erlangen, kontrollierte aber längst nicht alle Gebiete der späteren Ukraine. Schon ab Ende Januar/Anfang Februar 1918 befand sich Kiew in den Händen der Roten Armee. Fast ein Jahr später wurde im Januar 1919 die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik ausgerufen, territorial bestehend aus dem südwestlichen Kraj der Zarenzeit (westlich des Dnepr) und Kleinrussland mit den Gouvernements Charkow/Charkiw, Poltawa und Tschernigow/Tschernihiw. Bei der Konstituierung der Sowjetunion 1922 war sie eines der Gründungsmitglieder. Bei der Gründung der Vereinten Nationen 1945 erhielten auf Betreiben Stalins auch die Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine eine eigene Mitgliedschaft. 1954 unterstellte Nikita Chruschtschow die bis dahin zur RSFSR gehörende Krim der Ukraine. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde die Ukraine erneut souverän, erstmals mit internationaler Anerkennung. Als Gegenleistung für den Verzicht der Ukraine auf die auf ihrem Territorium stationierten sowjetischen Nuklearwaffen garantierten Russland, die USA und Großbritannien im Budapester Memorandum von 1994 die Eigenständigkeit und die bestehenden Grenzen des Landes.

Quelle: Wikipedia

Ukraine

Der Autor Michail Schischkin ist für eine kritische Haltung zu russischer Literatur Foto Flickr.com, Jürg Vollmer
Debatte

Michail Schischkin fordert eine klare Haltung zu russischer Literatur

Stephanie Caminada beleuchtet in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung die Ansichten des russischen Schriftstellers Michail Schischkin über die westliche Unterstützung für russische Autoren, die die Aggression Russlands in der Ukraine unterstützen. Schischkin äußert sich kritisch gegenüber westlichen Verlagen, die Autoren finanzieren und publizieren, die den Krieg in der Ukraine gutheißen. Er argumentiert, dass diejenigen, die die russische Aggression unterstützen, nicht von den Vorteilen ...
Der ukrainische Schriftsteller Oleksandr Myched wird in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse in einer Gesprächsrunde am Stand des Ukraine Instituts zu anzutreffen sein. Foto: Wikimedia
Termin

Ukrainische Institut und Goethe-Institut mit gemeinsamen Stand auf der Frankfurter Buchmesse

Vom 18. bis 22. Oktober präsentieren das Ukrainische Buchinstitut, das Mystetskyi Arsenal (Art Arsenal), das Ukrainische Institut und das Goethe-Institut den Stand der Ukraine auf der Frankfurter Buchmesse. Das vielseitige Veranstaltungsprogramm bringt renommierte ukrainische Autor*innen, Übersetzer*innen und Intellektuelle wie Andrej Kurkow, Oksana Sabuschko, Sevgil Musayeva und Volodymyr Yermolenko zusammen. Im Mittelpunkt vieler Diskussionen steht das Thema „Umwelt und ...
Die russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja und der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov wurden mit dem Erich-Maria-Remarque Preis beziehungsweise Sonderpreis ausgezeichnet. Auf offener Bühne begegneten sie sich am Donnerstagabend nicht. Bild: A.Savin - Eigenes Werk / Wikipedia
Literaturpreis

Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Kein Zusammenstehen auf offener Bühne

Die Preisträger des diesjährigen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis sind die Russin Ljudmila Ulitzkaja und der Ukrainer Sergiy Maidukov. Die Entscheidung stand bereits im April fest. Ziel war wohl ein russisch-ukrainisches Zusammenkommen vor dem Hintergrund der künstlerischen Aufarbeitung und Verarbeitung des Krieges. Am Donnerstagabend stand Ljudmila Ulitzkaja allerdings allein auf der Bühne.
Der Gründer des KATAPULT-Magazins, Benjamin Fredrich, tritt nach Vorwürfen ukrainischer Journalisten von seinen Führungsämtern zurück. Bild: Katapult-Verlag (Wikipedia)
Debatte

"KATAPULT"-Chef Benjamin Fredrich tritt zurück

Der Gründer, bisherige Chefredakteur und Geschäftsführer des "KATAPULT"-Magazins, Benjamin Fredrich, ist nach Anschuldigungen ukrainischer Angestellter von seinen Führungsposten zurückgetreten. Im Februar hatte das Magazin eine "Ukraine Redaktion" gegründet. Mitarbeiter werfen Fredrich nun unter anderem vor, Gehälter nicht in der versprochenen Höhe gezahlt zu haben. Das Projekt sei nur die "Illusion einer großen Hilfsorganisation" gewesen.
Die dänische Königin Margrethe II. zieht ihre Schirmherrschaft für den Hans-Christian-Andersen-Preis zurück. Bild: Johannes Jansson (Wikipedia)
Debatte

Dänische Königin zieht Schirmherrschaft für Hans-Christian-Andersen-Preis zurück

Die Dänische Königin Margrethe II. hat ihre Schirmherrschaft für den internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis zurückgezogen. Der Entschluss hängt mit einem Streit um die Illustratorin Anastassija Archipowa zusammen, die im September zur Juryvorsitzenden gewählt wurde. Es besteht die Vermutung, Archipowa würde einer Künstlervereinigung angehören, die Propaganda für Russlands Krieg gegen die Ukraine betreibe.
Aliens in Moskau, von Wolken geschwängerte Frauen und die Literatur als Opposition-Gegenstand: Dmitry Glukhovsky erzählt aus einer Heimat, die er wohl lange Zeit nicht wiedersehen wird. Bild: Heyne Verlag
Prosa

Dmitry Glukhovsky erzählt "Geschichten aus der Heimat"

In seinem 2007 erschienen Roman "Metro 2033" zeigte Dmitry Glukhovsky eine dystopische Welt, in der Moskau von Mutanten und Ungeheuren bevölkert ist, während die wenigen verbliebenden Menschen im weit verzweigten U-Bahn-Netz der Stadt leben und neue, eigenartige Gesellschaftsformen entwickeln. Kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine meldeten sich ukrainische LeserInnen bei Glukhovsky und erklärten, sie lebten nun wie die Helden seiner dystopischen Trilogie. Vor dem Grauen ...
Atlas der Migration: neue Daten und Fakten über Menschen in Bewegung Atlas der Migration 2022
Studie

Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlicht neuen Atlas der Migration

An die 14,5 Millionen Menschen haben die Ukraine zeitweilig verlassen. Kein anderer Krieg der Neuzeit hat so schnell so viele Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Die heute von der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichte aktualisierte und erweiterte Ausgabe des "Atlas der Migration" stellt die Fluchtwege und -ziele der ukrainischen Geflüchteten in Europa dar und präsentiert auf insgesamt 25 Doppelseiten zahlreiche Grafiken, Zahlen und Fakten zu Menschen in Bewegung. Ergänzt werden diese durch ...
Der Liedermacher Konstantin Wecker lebt einen radikalen Pazifismus. Er war einer der Unterzeichner des ersten Offenen Briefes an Olaf Scholz, dessen Autoren sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprachen. Bild: Jörgens.mi (Wikipedia)
Debatte

Konstantin Wecker: Wer "mehr Waffen" fordert, schickt andere in den Tod

Der Liedermacher Konstantin Wecker steht den Forderungen nach "mehr Waffen" für die Ukraine nach wie vor skeptisch gegenüber. Wecker, der zu den Mitunterzeichnern des ersten Offenen Briefes an Bundeskanzler Olaf Scholz gehörte, beharrte in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf seine pazifistische Haltung und betonte: Wer mehr Waffen fordere, der schicke andere zum Morden und Ermordetwerden.
Unter anderem in der kommenden Ausgabe von "ttt - titel, thesen, temperamente": Der aktuelle Roman der ukrainischen Schriftstellerin Tanya Pyankovas. In "Das Zeitalter der Roten Ameisen" geht es um den "Holodomor" Bild: Herby Sachs
TV

Tanya Pyankovas Roman "Das Zeitalter der Roten Ameisen" bei "ttt"

In der kommenden Ausgabe "ttt - titel, thesen, temperamente" (Sonntag, 6. November) geht es unter anderem um den Roman "Das Zeitalter der roten Ameisen" der ukrainischen Schriftstellerin Tanya Pyankova. Das Buch befasst sich auf eindringliche Weise mit der ukrainischen Hungersnot in den Jahren 1932/33 - dem sogenannten "Holodomor", der als eines der größten Verbrechen des Stalinismus gilt.
Am Sonntag, 23. Oktober, berichtet "ttt - titel thesen, temperamente" von der Frankfurter Buchmesse. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"ttt" auf der Frankfurter Buchmesse: Greta Thunberg, Serhij Zhadan und die "Revolution" im Iran

"ttt - titel, thesen, temperamente" blickt auf eine Buchmesse, die, obgleich von einem Angriffskrieg überschattet, als großes Fest des Wiedersehens und der Begegnung gefeiert wird. Themen der Sendung werden unter anderem Greta Thunbergs "Klima-Buch", der ukrainische Friedenspreisträger Serhij Zhadan und die Proteste im Iran sein.
Das unter Literaturbegeisterten wohl beliebteste Möbelstück - "Das Blaue Sofas" - ist auch in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse anzutreffen, und bietet dort ein beeindruckendes Programm. Bild: Bertelsmann SE & Co. KGaA
Termin

Das "Blaue Sofa" auf der Frankfurter Buchmesse

"Das Blaue Sofa" gilt als eines der beliebtesten Formate auf der Frankfurter Buchmesse. Auch in diesem Jahr werden im Rahmen der Gesprächsreihe knapp 80 hochkarätige Autorinnen und Autoren aus aller Welt erwartet, die auf dem Literatursofa Platz nehmen und über ihre Bücher sprechen werden. Mit dabei sind unter anderem der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah, die Husumer Autorin Dörte Hansen und der österreichische Schriftsteller Robert Menasse. Das Programm im ...
Am Sonntag ab 23:05 Uhr im WDR: Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"titel, thesen, temperamente": Schwerpunkt auf Kriegsliteratur

In der kommenden Ausgabe von "ttt - titel, thesen, temperamente" geht es unter anderem um die literarische und journalistische Verarbeitung von Kriegserlebnissen. Themen werden dabei unter anderem das Buch "Im Rausch" des russischen Journalisten Arkadi Babtschenko und die Literaturverfilmung des E.M. Remarque-Romans "Im Westen nichts Neues" sein. Außerdem wird der Roman "Intimitäten" der amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura beleuchtet.
Besucherinnen auf der Frankfurter Buchmesse 2021. Bild: Frankfurter Buchmesse
Termin

Frankfurter Buchmesse: Wie kehrt die weltweit größte Bücherschau zurück?

Zwei Jahre lang mussten sich Großveranstaltungen mit Lockdown-Regeln und Hygienevorschriften arrangieren. Nun scheint es allmählich in den Normalisierungsprozess zu gehen. Auch bei der größten internationalen Bücherschau, der Frankfurter Buchmesse, stehen die Zeichen auf Rehabilitation. Vom 19. bis 23. Oktober soll diese wieder im alten Glanze und also durchweg als Präsenzveranstaltung stattfinden. Erste Zahlen lassen aufhorchen; auch wenn von "alter Größe" noch lange keine Rede sein ...
Erin Litteken erzählt in ihrem Debütroman "Denk ich an Kiew" von staatlichem Zwang, Liebe und den Spuren der Herkunft. Bild: Lübbe
Bücher der Woche

"Denk ich an Kiew" von Erin Litteken

Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Mit der Invasion eskaliert ein Konflikt, der im Februar 2014 mit dem Einmarsch russischer Truppen auf der Krim begann, und seither brodelte, auszubrechen drohte. Als die Schriftstellerin Erin Litteken zum ersten Mal darüber nachdachte, jene Geschichte aufzuschreiben, die nun in Form ihres Debütromans vorliegt, lag die Krim-Annexion noch fern. "Ich hätte nie gedacht, dass die Veröffentlichung meines Romans über die Unterdrückung des ukrainischen ...
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Schadan erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hannah-Arendt-Preis. Bild: Mykola Swarnyk - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

"Hannah-Arendt-Preis" für den ukrainischen Schriftsteller Serhij Schadan

Der ukrainische Schriftsteller, Dichter und Musiker Serhij Schadan wurde mit dem "Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2021" ausgezeichnet. Die Jury würdigte Zhada damit als großen Erzähler, der die Tradition der mitteleuropäischen Literatur fortführt und revolutioniert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Seit dem 24. Februar steht der Präsident der Ukraine im Lichte der westlichen Aufmerksamkeit. Wolodymyr Selensky wird in den Medien als Held und westliche Galionsfigur gefeiert. Jetzt erscheinen weitere Biografien. Bild: President Of Ukraine from Україна (Wikipedia)
Aktuelles

Wer ist Wolodymyr Selenskyj? Biografische Bücher über den ukrainischen Präsidenten

Im August werden es bereits drei Bücher sein, die sich der Geschichte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj widmen. Sie alle erzählen die Geschichte eines "Protagonisten des Widerstands", der zu einem "charismatischen Präsidenten" wurde, nachdem er bereits als "Bühnenstar" und "Schauspieler" Erfolge feierte. All diese Zuschreibungen lassen sich in einem Satz wiederfinden, der im Februar 2022 um die Welt ging: "Ich brauche Munition, keine ...
Der Diplomat Rüdiger von Fritsch war von März 2014 bis 2019 als deutscher Botschafter in Moskau tätig. In seinem Buch "Zeitenwende" denkt er über die Zeit vor, während und nach des Krieges nach. Bild: Aufbau Verlag
Sachbuch

"Siegt der Fernseher, oder siegt der Kühlschrank?"

Rüdiger von Fritsch war von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Russland. In seinem aufschlussreichen Buch "Zeitenwende: Putins Krieg und die Folgen" analysiert der Diplomat den Überfall Russlands auf die Ukraine. Von Fritsch zeigt, welche Zeichen man im Westen übersehen hat, welche Möglichkeiten es gibt, diesen Krieg zu beenden und wie sich die Zeit nach der "Zeitenwende" gestalten könnte.
Der kürzlich in der "Zeit" erschienene, dritte offene Brief hat ein weiteres Mal für Unruhe in den medialen Meinungskorridoren geführt. Rhetorisch wird aufgerüstet. Personen werden diffamiert, Argumente nicht weiter beachtet. Bild: Pixabay (Symbolbild)
Meinung

Wer ist hier eigentlich Inkompetent?

Nach dem Erscheinen eines mit "Waffenstillstand jetzt!" überschriebenen offenen Briefes, den Publizisten, Schriftsteller und Intellektuelle vergangene Woche in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlicht hatten, brach ein weiterer Entrüstungssturm los. In verschiedenen Kommentaren wird den Unterzeichnern Inkompetenz, fehlende Weitsicht und Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Aber wer wirft da eigentlich wem etwas vor?
Der Sozialpsychologe Harald Welzer war Mitunterzeichner des im April im "Emma"-Magazin veröffentlichten offenen Briefes. Sein Name steht auch unter dem Appell "Waffenstillstand jetzt!" der am Mittwoch in der "Zeit" erschienen ist. Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Intellektuelle fordern darin vom Westen, Bedingungen zu schaffen, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und Ukraine ermöglichen. Bild: Martin Kraft - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Intellektuelle fordern: "Waffenstillstand jetzt!"

Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Prominente fordern in einem am Mittwoch in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlichten Brief an den Westen eine "Strategie zur möglichst raschen Beendigung des Krieges" in der Ukraine. Unterzeichner sind unter anderem Jakob Augstein, Svenja Flaßpöhler, Harald Welzer, Alexander Kluge und der Philosoph Richard David Precht.
Der Philosoph Peter Sloterdijk sorgt sich um die deutsche Berichterstattung über den Ukraine-Krieg. Es liege in der Natur der Dinge, dass die ukrainische Seite versuche, "den Westen in den Krieg hineinzureden", sagte Sloterdijk der dpa. Willige Mitarbeiter finde sie dabei in deutschen Journalisten. Bild: Fronteiras do Pensamento (Wikipedia)
Aktuelles

Peter Sloterdijk zum Ukraine-Krieg: "Man hört kaum noch Gegenstimmen"

Der Philosoph Peter Sloterdijk vermisst Gegenstimmen und Differenzierungen in den Debatten um den Ukraine-Krieg. Bei der deutschen Berichterstattung fühle er sich "sehr unwohl", sagte Sloterdijk gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Mutmaßung des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk, viele flüchtende Ukrainer fühlten sich in Deutschland nicht willkommen, widerspricht der Philosoph vehement.
Dmitry Glukhovsky ist einer der bekanntesten Schriftsteller der russischen Literaturszene. Und ein vehementer Putin-Kritiker. Auch gegen den Krieg in der Ukraine hatte sich der Bestsellerautor von Beginn an ausgesprochen. Jetzt hat der Kreml den Autor zur nationalen Fahndung ausgeschrieben. Bild: Michael Förtsch // Zufallsfaktor (Wikipedia)
Aktuelles

Russischer Schriftsteller Dmitry Glukhovsky zur nationalen Fahndung ausgeschrieben

Wie viele andere russische Intellektuelle, hat auch der Schriftsteller Dmitry Glukhovsky bereits vor einiger Zeit Moskau verlassen. Seit Dienstag steht der Science-Fiction-Autor, dessen postapokalyptische Roman-Trilogie "Metro" sich in Russland über eine Millionen Mal verkaufte, auf der Fahndungsliste des Kremls. Glukhovsky gilt seit Jahren als vehementer Putin-Kritiker und positionierte sich frühzeitig gegen den Angriffskrieg in der Ukraine.
Eine schrumpfende Bevölkerung, Erniedrigung und Beleidigung; das Aufdecken der westlichen Scheinheiligkeit. In der Sendung "Precht" hat der Politikwissenschaftler Ivan Krastev den russischen Präsidenten analysiert. Dabei zeigte sich: Viele der angesprochen Punkte hatte Krastev bereits in seinem 2019 erschienen Buch "Das Licht, das erlosch: Eine Abrechnung" dargelegt Bild: Ullstein Verlag
Sachbuch

Ivan Krastev: Das erloschene Licht des Westens

Ivan Krastev ist in diesen Tagen sehr gefragt. Warum das so ist, hatte der als Putin-Kenner geltende Politikwissenschaftler am vergangenen Sonntag in der ZDF-Talk-Sendung des Philosophen Richard David Precht unter Beweis gestellt. Putin, so Krastev, fühle sich vom Westen erniedrigt und beleidigt, habe Angst vor einer schrumpfenden Bevölkerung und sei geradezu besessen von der Idee, die westliche Scheinheiligkeit aufzudecken. Ansätze dieser Analyse finden sich bereits in dem Buch "Das Licht, das ...
Harald Lesch und Thomas Schwartz diskutieren in "Lesch sieht Schwartz" wie wir mit der medialen Informationsflut umgehen können, ob sich Wissenschaft und Glaube ausschließen und warum es wichtig ist, gefühlte und echte Bedrohungen voneinander zu unterscheiden. Bild: ZDF/Stefan Schneider
Aktuelles

"Lesch sieht Schwartz": Hysterie ist auch keine Lösung

Der Naturwissenschaftler Harald Lesch trifft den Theologen Thomas Schwartz. Gemeinsam diskutieren die beiden am Donnerstag (22. Juni) im ZDF über eine aufgeladene und aus den Fugen geratenen Zeit. In der ersten Ausgabe der vierteiligen Sendereihe "Lesch sieht Schwartz" geht es im Kern um die Fragen, wie wir mit der medialen Überflutung umgehen können, ob Wissenschaft und Glaube sich ausschließen und wie gefühlte von echten Bedrohungen abgegrenzt und unterschieden werden ...
Um geflüchtete ukrainische Familien zu unterstützen, bieten verschiedene deutsche Verlage ukrainische Kinderbücher kostenlos an. Bild: Pixabay (Symbolbild)
Aktuelles

Ukrainische Kinderbücher kostenlos: So helfen deutsche Verlage

Geschichten können in schwierigen Zeiten Trost spenden, Mut und Hoffnung geben. Um Familien, die vor dem Krieg aus der Ukraine nach Deutschland geflohen sind, zu helfen, bieten deutsche Verlage derzeit viele Kinderbücher auf ukrainische an. Die Verlage "cbj" und "Penguin JUNIOR" stellen Bilderbücher zum kostenlosen Download zur Verfügung. Der Carlsen Verlag verteilt 30.000 Exemplare des neuen Pixi-Abenteuers "Pixi bekommt Besuch" über lokale Buchhandlungen. So helfen deutsche Autorinnen, ...
An diesem Donnerstag kommt das PEN-Zentrum im thüringischen Gotha zusammen. Auf der Agenda steht auch die Entscheidung darüber, ob der aktuelle PEN-Präsident, Deniz Yücel, sowie drei weitere Präsidiumsmitglieder abberufen werden sollen. Bild: Harald Krichel - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Jahrestagung des PEN-Zentrums: Wird Deniz Yücel abberufen?

Am Donnerstagabend kommt das deutsche PEN-Zentrum im thüringischen Gotha zusammen. Im Zuge des Treffens soll auch über die Abberufung des PEN-Präsidenten Deniz Yücel und drei weiterer Präsidiumsmitglieder entschieden werden. Hintergrund ist ein umfassender Mailwechsel im Präsidium. Die 47 Antragsteller beziehen sich auf ein innerhalb der Gruppe aufgekommenes "Erschrecken über Umgangsstil, Sprache und Herrscherallüren".
Natascha Wodin erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2022 für ihr literarisches Gesamtwerk. Foto: wikipedia
Aktuelles

Natascha Wodin erhält Joseph-Breitbach-Preis 2022

Natascha Wodin erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2022 für ihr literarisches Gesamtwerk. Der Preis wird von der Stiftung Joseph Breitbach und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz verliehen. Die Verleihung wird am 16. September 2022 im Theater Koblenz stattfinden. Der Preis ist mit 50.000 € dotiert.

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