Welche Bücher kündigt der Diogenes Verlag für den März an? Wir haben einen Blick auf die für den 23. Februar geplanten Neuerscheinungen geworfen. Von einer frisch erzählten Wilhelm Tell-Saga bis hin zur Frage, wie man ohne Zukunft durch den Winter kommen soll, begegnen uns im Märzprogramm einige Heldinnen und Helden. Ein kurzer Überblick.
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Zugpferd der für den März angekündigten Diogenes-Neuerscheinungen ist der Roman "Tell" von Joachim B. Schmidt. Aus der Saga über den legendären Schweizer Freiheitskämpfer macht Schmidt einen Thriller, in dem 20 verschiedene Protagonisten in beinahe 100 schnellen Sequenzen dem großen Showdown entgegenjagen. Schmidt präsentiert weder eine Nach- noch eine Neuerzählung der Saga, sondern schreibt einen Blockbuster in Buchform. Explosiv, flackernd, hastig.
Doris Dörrie: "Die Heldin reist"
Der Held konstituiert sich durch Abenteuer und Erlebnisse, die nacherzählt und weitergetragen werden können. Was aber, ist mit der Heldin, fragt die Schriftstellerin Doris Dörrie. In "Eine Heldin reist" erzählt sie von drei Reisen - nach San Francisco, nach Japan und nach Marokko - und zeigt, wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein. In der Begegnung mit dem Fremden erwachen immer auch unsere eigenen Ängste und Abhängigkeiten . Die Auseinandersetzungen mit diesen lassen einen Stoff entstehen, der zur Heldinnengeschichte taugt.
Sasha Filipenko: "Die Jagt"
Sasha Filipenko erzählt in seinem Roman von einem mutigen Kritiker, von den Zuständen in Russland und in Belarus. Ein idealistischer Journalist, der sich mit einem Oligarchen anlegt. Dieser wiederum, will den nach Freiheit Strebenden so schnell wie möglich los werden. Die Jagt beginnt.
Dror Mishani: "Vertrauen"
In einem Vorort von Tel Aviv wird vor einem Krankenhaus ein Neugeborenes gefunden. Beinahe zeitgleich verschwindet ein Tourist. Inspektor Avi Avraham stürzt sich sogleich auf den Fall, auch, um den häuslichen Dramen zu entkommen. Doch schnell stellt sich heraus, dass auch das Private Sprengstoff birgt. Dem Fall folgend, findet er sich bald in Paris wieder. Und im Konflikt mit dem Mossad.
Simone Lappert: "längst fällige verwilderungen"
Ein Gedichtband über Aufbrüche, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart. Der Mond leuchtet siliziumhell, Gedanken vermoosen. Wie schmeckt Liebe. Wie Katastrophe? Und: "wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?" Simone Lappert fragt nach Sinnlichem und Sinn, und fällt in "längst fällige verwilderungen"
"Durchtanzte Nächte"
Christine Stemmermann hat herausragende Geschichten von David Nicholls, Henning Mankell, Eve Harris und Samson Kambalu, Anna Stothard, Zelda Fitzgerald, Zadie Smith, A. L. Kennedy und weiteren Autoren ausgewählt. Mit dabei: Ein Rarität von T. C. Boyle und eine exklusive Geschichte von Joachim B. Schmidt.
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Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
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