Jakob Hein ist Erfolgsautor und Psychiater. In der kommenden Ausgabe von "Goosen und Gäste - Unterhaltungen mit Büchern" spricht er über sein neues Buch "Hypochonder leben länger" und erklärt, warum "grenzenloser Optimismus" die "einzig sinnvolle therapeutische Haltung" ist.
In der kommenden Ausgabe des Literaturtalks "Goosen und Gäste" (28.01.2021 auf Streamfood) ist der Schriftsteller und Psychiater Jakob Hein zu Gast. Gemeinsam mit Moderator Frank Goosen spricht er über sein neustes Buch "Hypochonder leben länger - und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis" und verrät, wie ihn die Arbeit daran zu völlig neuen Erkenntnissen für sein alltägliches Leben verhalf.
Als Schriftsteller wurde Hein spätestens mit seinem 2006 erschienenen Roman Herr Jensen steigt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Damals stand das Buch wochenlang auf den Bestsellerlisten - während Hein weiterhin als Oberarzt für Psychiatrie an der Berliner Charité arbeitete. 2010 wurde sein Stück Johnny Chicago oder Super ist gar kein Ausdruck mit Kurt Krömer in der Hauptrolle an der Berliner Volksbühne uraufgeführt. Auch Hein selbst stand auf der Bühne. Neben Bücher und Theaterstück schreibt der Autor auch Drehbücher für Filme wie "Zwei Bauern und kein Land" (ARD, 2017).
Der Schatz des Lebens
Was Heins Werke besonders auszeichnet und abhebt, ist ein außergewöhnlicher Blick auf Menschen und ihre Eigenschaft, ein Blick, der wohl seiner Praxis als Psychiater zu verschulden ist. In seinem neusten Buch "Hypochonder leben länger" führt er seine Leserinnen und Leser durch genau jene Gefilde, in denen er dieses Blicken erlernt hat: Er zeigt seinen Alltag in der Psychiatrie, teilt Erfahrungen, spricht über einengende Diagnosen und den Gesten der Experten. Dabei wird immer wieder deutlich, welch enorme Wirkung das richtige Gespräch haben kann. Im Mittelpunkt steht hierbei die Erkenntnis, dass jeder Mensch den Code zum Schatz seines Lebens in sich trägt und es immer wieder darum geht, diesen zu entschlüsseln.
Besonders beeindruckt zeigt sich Frank Goosen von einem therapeutischen Hinweis Heins, der bei Entscheidungsschwierigkeiten äußert hilfreich sein kann: "Oft kann man auch seine innere Tendenz herausfinden, indem man überlegt, wen man zu der Entscheidung fragen würde. Wenn ich persönlich meinen Vater zu etwas frage, weiß ich eigentlich schon, dass ich mir meine Frage eher mit "Nein" beantworten will, weil mein Vater immer eher skeptisch ist und nicht daran glaubt, dass Dinge gut ausgehen, Wenn ich aber eher meinen Kumpel Thomas anrufen würde, weiß ich schon, eigentlich will ich "ja" sagen. So kann ich oft selbst schon sehen, wo meine eigene Tendenz liegt: Indem ich überlege, wen ich am ehesten zu dem Problem befragen würde."
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