Der Literaturnobelpreis 2020 geht an die amerikanische Lyrikerin und Essayistin Louise Glück. Dies teilte das Komitee am Donnerstag Nachmittag mit. Eine Entscheidung, mit der viele Experten nicht gerechnet haben.
Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an die Amerikanerin Louise Glück. Nachdem die Verleihung des Preises im letzten Jahr großes Aufsehen erregte und zu Protesten geführt hat, wird es in diesem Jahr wohl eher still bleiben. Mit Louis Glück gewinnt eine Überraschungskandidatin, nachdem, wie die Jahre zuvor auch, Schriftsteller wie Haruki Murakami, Margaret Atwood oder Maryse Condé weit oben auf der Liste der möglichen Preisträger standen.
Louise Glück erhält Literaturnobelpreis
Louise Glück wurde 1943 in New York geboren und wuchs in Long Island auf. Sie studierte am Sarah Lawrence College und an der Columbia University. Ihr erstes Buch, der Gedichtband Firstborn, erschien 1968. Heute lebt die Schriftstellerin in Cambridge, Massachusetts. Sie unterrichtet englische Literatur an der Yale University.
In ihren Gedichten thematisiert Glück die Konfrontationen und Auseinandersetzung des Menschen mit der Unberechenbarkeit der Natur. Die Verse ihrer Lyrik weisen dabei eine fließende, komplexe Struktur auf. In der Begründung der Jury hieß es, die Lyrikerin Glück erhält den Preis „für ihre unverkennbare poetische Stimme, die mit schmuckloser Schönheit die Allgemeingültigkeit im Dasein Einzelner findet“. Louise Glücks Gedichte werden von Ulrike Draesner ins Deutsche übertragen und erscheinen beim Luchterhand Verlag.
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