Autor Schriftsteller Max Goldt über "fürchterliche" Lesungen

Der Musiker und Schriftsteller Max Goldt äußerte sich gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" verärgert über den Ablauf so manch einer Lesung. Goldt, dessen schriftstellerisches Werk mehrfach ausgezeichnet wurde, bevorzugt ein ruhiges und konzentriertes Publikum.

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Foto: de:Benutzer:Smalltown Boy - Eigenes Werk Der Schriftsteller und Musiker Max Goldt sprach mit der Süddeutschen Zeitung über ein angenehmes Publikum.

"Ich kann diese fürchterlichen Ansagen und Podiumsgespräche nicht ertragen", sagte der Autor der "Süddeutschen Zeitung". Das ärgerlichste seien in seinen Augen die "Fragerunden, in denen sich nur die Allerdümmsten melden und Sachen Fragen wie 'Wo tanken Sie Ihre Inspirationen?'". Er selbst bevorzuge ein Publikum, welches zuhöre. "Wenn Unruhe herrscht oder die Menschen nur egomanisch ihre allgemeine Lachlust ausleben, ist mir das unangenehm. Ein Erfolg ist eine Lesung, wenn die Leute ganz konzentriert zuhören und anschließend fest und lang applaudieren."

 

Standpunkte in aller Deutlichkeit

Brodts schriftstellerisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem schrieb er als Kolummnist für das Satire-Magazin Titanic. Immer wieder machte der Autor seine eigenen Standpunkte mit aller Deutlichkeit klar. So kritisierte er in seinem Buch "Wenn man einen weißen Anzug anhat" die Verwendung des Partizips Präsens, welches oft als Mittel der gendergerechten Aussprache verwendet wird, mit folgendem Argument:

"Wie lächerlich der Begriff Studierende ist, wird deutlich, wenn man ihn mit einem Partizip Präsens verbindet. Man kann nicht sagen: In der Kneipe sitzen biertrinkende Studierende. Oder nach einem Massaker an einer Universität: Die Bevölkerung beweint die sterbenden Studierenden. Niemand kann gleichzeitig sterben und studieren."

Dass Argumente dieser Art nur notdürftig an der Oberfläche kratzen, und wohl lediglich der Provokation wegen aufgeschrieben und ausgesagt werden, wird allein dadurch deutlich, dass der letztere Teil der oben zitierten Aussage annehmen lässt, Goldt ginge davon aus, man "studiere" nur dann, wenn man sich auch in einem Hörsaal befindet. Was allerdings die "fürchterlichen Ansagen und Podiumsgespräche" betrifft, so kann man die Einstellung des Autors sehr gut nachvollziehen.

 


 

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