Die Geniesserin auf der Flucht - Eine wahre Geschichte Teil 3

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- 3 Seiten -

Da, plötzlich winkte ein Buschauffeur sie heran. Sie ging auf ihn zu. Er erzählte ihr, dass er in den Süden fahre und dass er Passagiere für die Fahrt dorthin suche. Er nannte 140.000 Dong als Fahrpreis. Sie erklärte ihm, dass sie nur 150.000 Dong, nach dem damaligen Umrechnungskurs ungefähr 18 Dollar, ihr Eigen nenne. Sie könne ihm den verlangten Fahrpreis nicht bezahlen, aber auch nicht deren 100.000, denn sie müsse ja auch noch essen auf der langen Fahrt. Ihr Notproviant reiche nur für einen Tag. Der Fahrer hatte Verständnis für die prekäre Lage der jungen Frau und willigte ein, die Fahrkosten auf 80.000 Dong zu reduzieren. Da fiel ein schwerer Felsbrocken von ihrem Herzen. Wirklich? Dachte sie. Oh großer Gott, danke. Du hast mir geholfen. Der Fahrer führte sie zu seinem Bus, der schon gut gefüllt mit Fahrgästen war. Nach weiteren Suchrunden nach Passagieren ging`s los. Die Fahrt in den Süden konnte beginnen. Acht lange Tage und acht lange Nächte dauerte sie. Tage und Nächte mit Fahrunterbrüchen, Stops, Essens- und Toilettenpausen, während derer sich die Reisenden näher kennenlernen sollten. Die Genießerin erzählte ihren Mitfahrgenossen am ersten Tag ihre Lebensgeschichte. Diese waren darüber so gerührt und fanden die Genießerin so herzbewegend mutig, dass sie sie zum Essen einluden und Geld im Bus sammelten, damit sie am Ziel ein bescheidenes Startkapital haben würde. Diese war ihrerseits sehr bewegt ob dieses Mitgefühls und nun zuversichtlicher, was ihr die nächsten Tage bringen sollten. So ratterte sie mit einem Notbatzen aus der Kollekte ihrer Fahrgenossen in strapaziöser, ermüdender Fahrt, aber hoffnungsvoller einer ungewissen Zukunft entgegen. Ihre Flucht schien fürs erste geglückt zu sein. War das der Start in ein genussvolles Leben der Geniesserin?

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