Manchmal,
Wenn das Karussell der Gedanken sich dreht
Ein herabziehender Strudel entsteht
Der Wind urplötzlich anders weht
Und man keinen Ausweg mehr sieht
Gedanken sind nicht die reale Welt
Aus einem werden zwei, aus zwei dann drei
Sie gaukeln uns vor, was uns nicht gefällt
Nehmen uns viel, sind dann nicht mehr frei
Dabei wird alles vermischt zu einem Einheitsbrei
Sie halten uns fest, mit Starrsinn und "Recht"
Und füttern unsere Sorgen, Ängste und Kummer
Wohl wissend, diese sind nicht echt
Der Ausstieg scheint schwer
So Gefangen in der eigenen Haut
In einem Gedankenkarussell, rein vom Kopf gebaut
Tief Einamten und Ausatmen
Ein leises, doch klangvolles "Om" für die Seele
Es ist nichts so schlimm, wie wir uns erdenken,
Nur wertvolle Zeit, die wir dem Trübsinn schenken.
Die Fahrt können wir jederzeit Abbrechen
Mit einem inneren "Stopp"
Ohne dafür auf irgendeine Weise zu Blechen
Danach ganz wichtig
(Und auch nicht gerade nichtig)
Aufatmen, sich Sortieren und nicht mehr Stressen
Das sollten wir alle - zumindest dann - nicht vergessen
Freie Texte
Heine und die Tropen: Asien und Karibik
Zoufiné Lauer-Baré
Wo? „ Wo wird einst des Wandermüden Letzte Ruhestätte sein? Unter Palmen in dem Süden? Unter Linden an dem Rhein? “ fragt sich das Lyrische Ich in dem Gedicht „Wo?“ von Heinrich Heine (1797– 1856). Dieser Essay antwortet auf diese Frage: