Schreibwettbewerb Stefan-Lübbe-Preis: Alles, nur keine Langeweile

Ob Todessterne, Aliens oder intergalaktische Anhalter: Beim Nachwuchspreis von Bastei Lübbe ist Science Fiction aller Art gefragt. Programmleiter Stefan Bauer (Foto) erklärt, worauf es beim Schreibwettbewerb ankommt.

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Foto: Olivier Favre

Der Stefan-Lübbe-Preis geht in die heiße Phase: Noch bis Ende März können Nachwuchsautoren ihre Manuskripte für neue Science-Fiction-Romane bei Bastei Lübbe einreichen. Völlig offen ist jedoch, auf was für eine Art von Roman sich Genre-Fans freuen dürfen. Erlaubt ist nämlich alles, was spannend ist und Spaß macht, ob nun monumentales Epos im Stil von Frank Herberts "Der Wüstenplanet" oder Ulk-Story wie "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams.

"Science Fiction ist für uns ein sehr breites Spektrum", erklärt Bastei Lübbes Programmleiter Belletristik Stefan Bauer gegenüber Lesering.de. "Ich selbst bin ein großer Fan von humorvollen Science-Fiction-Romanen. Es kann aber auch ein Weltraum-Western mit riesigen Raumschiffen, dramatischen Verfolgungsjagden und spektakulären Explosionen sein. Aber auch spekulative Science Fiction im Stil von Aldous Huxley und George Orwell, in der aktuelle Situationen in die Zukunft extrapoliert werden, ist erlaubt. Es darf nur nicht langweilig sein, es muss den Leser von der Handlung, der Atmosphäre oder den Personen her packen. Nur Langeweile ist das Ausschlusskriterium."

Der 2014 verstorbene Verleger Stefan Lübbe war bekennender Science-Fiction-Fan. Foto: Olivier FavreMehr als nur ein weiterer Schreibwettbewerb

Der traditionsreiche Verlag hatte in der Vergangenheit bereits mehrere Nachwuchswettbewerbe ausgeschrieben und im Rahmen der damaligen Bastei Lübbe Academy sogar Workshops für Jungautoren angeboten, unter anderem mit Drehbuch- und Dialog-Guru Oliver Schütte.

Der erstmals ausgelobte Stefan-Lübbe-Preis hat als Andenken an den im Oktober 2014 überraschend verstorbenen Verleger allerdings einen besonderen Stellenwert für das Unternehmen. Auch dass die Wahl für den ersten Stefan-Lübbe-Preis auf das Science-Fiction-Genre fiel, ist kein Zufall.

"Wir haben das Genre Science Fiction für den ersten Stefan-Lübbe-Preis gewählt, da unser Verleger das Genre sehr gerne mochte und wir in diesem Jahr 45 Jahre Science Fiction und Fantasy bei Bastei Lübbe feiern", erklärt Stefan Bauer. " Wir haben zwar keine Probleme mit neuen Stoffen, da bei uns im Jahr etwa 6000 Manuskripte eingehen. Stefan Lübbe lag trotzdem die Nachwuchsförderung immer besonders am Herzen. Wir wollen also ganz gezielt jungen Talenten eine Chance geben und haben deswegen diesen Förderpreis alle zwei Jahre ausgeschrieben."

Der Lektor als Coach

Bis der Roman des Preisträgers dann tatsächlich in den Regalen des Buchhandels erscheint, geht allerdings noch reichlich Zeit ins Land. Nach der Enthüllung des Preisträgers während der Frankfurter Buchmesse (19. - 23. Oktober 2016) wird der Roman erst zur Buchmesse 2017 auf den Markt kommen.

"Wir wollen uns gerade bei einem neuen Autor auch die Zeit nehmen, mit ihm am Manuskript zu arbeiten", sagt Bauer. "Ich habe in den 23 Jahren, in denen ich den Job mache, noch nie ein perfektes Manuskript gelesen. Es gibt immer Szenen, die umgeschrieben werden sollten, damit der Spannungsbogen nicht abreißt. Oder aber es gibt Logikfehler, die man als Autor gar nicht mehr erkennt, weil man selbst einfach viel zu nah am Stoff dran ist. Der Lektor ist da der erste Spiegel, der dem Autor zeigt, ob man mit der Geschichte richtig liegt."

Allerdings kann der Stefan-Lübbe-Preis auch der Start in eine längerfristige Schriftsteller-Karriere sein.

Serien und Trilogien liegen im Trend

Derzeit kommen nämlich insbesondere Serien oder Trilogien bei Lesern gut an.

"Der Leser erwartet meistens innerhalb eines Jahres Nachschub von einem Autor und im Science Fiction- und Fantasy-Bereich möglicherweise auch noch in kürzeren Abständen", erklärt Stefan Bauer. " Wer ein erfolgreiches Buch veröffentlicht hat und nur alle zwei Jahre ein Buch schreibt, dem springen möglicherweise zu viele Leser ab. Es macht also Sinn, gerade Trilogien im Abstand von drei oder vier Monaten zu veröffentlichen. Manchmal warten wir dann auch ab, bis drei oder vier Romane vorliegen und veröffentlichen sie entsprechend."

Der Stefan-Lübbe-Preis ist mit 10.000 Euro und einem Buchvertrag dotiert. Der Einsendeschluss für Autoren ist der 31. März 2016. Weitere Informationen für Autoren gibt es direkt bei Bastei Lübbe.


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