Der Thriller der irischen Bestseller-Autorin ist in den USA bereits angelaufen und kommt in Deutschland im Januar in die Kinos.
Die irische Autorin Emma Donoghue hat für das Drehbuch zur Verfilmung ihres Thrillers "Raum" nicht etwa in Hollywood um Hilfe gebeten, sondern das Skript kurzerhand selbst verfasst. Während üblicherweise spezialisierte Drehbuchautoren mit dieser Aufgabe betraut werden, hat Donoghue die Arbeit aus Eigeninitiative angeboten.
Ein Film mit ungewöhnlicher Vereinbarung
"Sowie ich den Roman verkauft hatte, dachte ich darüber nach, wie das auf der Leinwand funktionieren würde, also machte ich weiter und habe die Rohfassung des Drehbuchs geschrieben", sagt Donoghue gegenüber Publisher´s Weekly. "Das mag anmaßend erscheinen, aber es war tatsächlich eher aus Bescheidenheit motiviert. Ich wollte den Filmemachern sagen: Ich bitte euch nicht darum, mich anzustellen, weil ich den Roman geschrieben habe. Aber schaut euch das Drehbuch an und entscheidet, ob ihr damit arbeiten könnt."
"Dann, als das Buch veröffentlicht war, hörte ich von einer Reihe von Produzenten, Regisseuren und Schauspielern. Ich habe nie so richtig die Initialzündung gespürt, bis ich einen Brief von einem irischen Regisseur bekommen habe, Lenny Abramson. Schließlich haben wir eine ungewöhnliche Vereinbarung abgeschlossen, in deren Rahmen wir das Projekt gemeinsam über mehrere Jahre entwickeln anstatt nur meine Rechte zu verkaufen. Ich verstehe jetzt, dass das absolut unüblich für den Schriftsteller ist, und ich genieße jede Minute."
Raum: Hochspannung auf zwölf Quadratmetern
"Raum" ist ein bizarrer Thriller, in dem der fünfjährige Jack von seiner Mutter bereits sein ganzes Leben lang in einem zwölf Quadratmeter großen Raum umhegt und gepflegt wird. Jack spielt dort und verbringt den Tag mit seinen "Freunden", den Figuren aus seinen Zeichentrickfilmen.
Doch Jack ahnt, dass es mehr geben muss als Raum, denn seine Ma versteckt ihn im Schrank, wenn "Old Nick" kommt. Jacks zwölf Quadratmeter große Welt droht auseinander zu brechen. Gemeinsam beschließen sie, aus"Raum" zu fliehen.
Mit "Raum" wurde Emma Donoghue über Nacht berühmt. Doch insbesondere der weitgehende Verzicht auf einen Offsprecher und die Darstellung der Kinderperspektive von Jack waren die größten Probleme beim Skript.
Die Erzählperspektive wurde zur Herausforderung
"Die Übertragung der Erzählung aus der Ich-Perspektive und die Reaktion von Jack anstatt sich auf einen Off-Sprecher zu verlassen, war eine Herausforderung", sagt Donoghue. "Ich habe ein paar Off-Sprecher zu einem späteren Zeitpunkt auf Lennys Bitte hin eingefügt, aber mehr um die verschiedenen Sequenzen zu markieren als zur Information."
Brie Larson übernimmt dabei die Rolle von Ma, Jacob Tremblay spielt Jack. Der Film ist in den USA bereits angelaufen. In Europa soll der Film im Januar starten.
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