Seit den großen Erfolg von "Das blaue Kleid" (2002) ist die Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie mit ihren Romanen und Sachbüchern immer wieder auf den Bestsellerlisten anzutreffen. Mindestens ebenso erfolgreich ist sie als Filmregisseurin, die mit Titeln wie "Männer", "Der Fisher und seine Frau" oder "Kirschblüten. Hanami" überzeugen konnte. Am 1. September kommt nun Dörries neuer Film "Freibad" in die Kinos.
Doris Dörries neuer Film versprecht laut, bunt, ein wenig überkitscht, verquer und sommerlich zu werden. Jahrhundertsommerlich, um genau zu sein. Denn die Sonne ballert nur so auf das örtliche Frauenfreibad, welches dem Film nicht nur seinen Titel, sondern auch jene ungewöhnlich Bühne verleiht, die zum Knotenpunkt diverser Konflikte wird. Da sind zunächst die deutschen und die türkischen Besucherinnen, die scheinbar unversöhnlich aufeinandertreffen. Während sich die eine Seite belästigt fühlt, fürchtet sich die andere vor Ausgrenzung und Verdrängung. Als eine Gruppe arabischer Besucherinnen das Freibad mit Burkinis betritt, droht alles aus den Fugen zu geraten. Als dann auch noch ein Mann als Bademeister eingestellt wird, dreht die gesamte Belegschaft durch. So verzahnt Dörries in ihrer Komödie Kultur- und Geschlechterkampf auf skurrile Weise, und wählt das Freibad stellvertretend als Kriegsschauplatz jener Kämpfe, die tagtäglich gesamtgesellschaftlich ausgefochten werden. Interessant: Die Story basiert auf wahren Begebenheiten.
Wie bei vielen ihrer vorherigen Filmen auch, war die Schriftstellerin und Regisseurin Dörrie aktiv am Drehbuch von "Freibad" beteiligt. Unterstützung hat sie dabei von Karin Kaçi und Madeleine Fricke erhalten. Eine Grundlage des Drehbuchs soll nun beim Jaja Verlag in Form einer Graphic Novel erscheinen. Paulina Stulin gestaltet das Werk.
Doris Dörrie
Doris Dörrie wurde 1955 in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst zwei Jahre Schauspielen und Film in den USA. Zurück in Deutschland begann sie 1975 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Nach einer Redaktionsassistenz bei der Süddeutschen Zeitung folgten erste Filme und Bücher. Deutschlandweit bekannt wurde sie mit den Komödien "Männer" (1985) und "Ich und Er" (1988)
Im literarischen Bereich reüssiert Dörrie seit dem Erfolg ihres 2002 erschienen Romans "Das blaue Kleid" wiederkehrend auf den Bestsellerlisten. Von der Literaturkritik werden ihre Bücher sehr unterschiedlich wahr- und aufgenommen.
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