Wie es bei nahezu allen anderen Branchen auch der Fall ist, sinken die Umsätze der Buchhandlungen in der Corona-Krise rapide. Wie kann man diesen Sturz ausgleichen? Eine Umfrage der Fachzeitschrift buchreport zeigt vor allem eines: Der Großteil der Buchhändler*innen spricht sich entschieden gegen einen Sonntags-Verkauf aus.
Buchhändlerinnen und Buchhändler sprechen bereits von einer "neuen Normalität" wenn sie darüber nachdenken, wie ihr Laden in Zeiten der Corona-Krise weiterlaufen soll. Die Fachzeitschrift buchreport startete am 27. April diesbezüglich eine Umfrage. "Was muss jetzt passieren?" wollte das Blatt von den Betroffenen - unter denen sich vor allem kleinere Buchhandlungen (63%) befanden - wissen.
Höhere Besteuerung des Online-Handels
In Bezug auf die Verlage herrschte bei den Buchhändler*innen große Einigkeit darin, die Konditionenschere zwischen großen und kleinen Händlern zu schließen. Auch die Idee, weniger Buch-Titel zu produzieren, stieß bei der Mehrheit auf Zustimmung. An die Politik adressiert wünschen sich 62% eine höhere Besteuerung des Online-Handels; ebenfalls 62% sehen geringere Rabatte für Schulbuch-Sammenbestellungen als eine mögliche Lösung.
Preise Erhöhen statt Sonntags-Öffnungen
Der Vorschlag des Chefs der marktführenden Buchkette Thalia, Michael Busch, hatte im April gefordert, die Buchhandlungen auch Sonntags öffnen zu dürfen, um so den Verlust mit einem zusätzlichen Werktag auszugleichen.
„Dazu brauchen wir die Unterstützung der Politik bei den Öffnungszeiten. Um die Kundenströme zu entzerren, wünsche ich mir eine Flexibilisierung an Sonntagen, befristet bis Ende Januar des nächsten Jahres. Der Einzelhandel könnte auf diese Weise den verlorenen Umsatz ein Stück weit zurückholen.“, so Busch.
Diese Forderung stieß - wohl insbesondere bei den kleineren Buchhandlungen - auf große Ablehnung (82%). Eine leichte Mehrheit sprach sich hingegen dafür aus, die Buch-Preise zu erhöhen. Ebenfalls Unentschieden mit leichter Tendenz nach oben, reagierten die Befragten auf die Forderung nach „mehr staatlicher Stütze für den stationären Buchhandel“. Hier geht es zur buchreport Umfrage.
Topnews
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
PEN Berlin: Große Gesprächsreihe vor den Landtagswahlen im Osten
Precht bei Maischberger: Radikale Ansichten?
Die Kreativität der Buchhandlung in der Corona-Krise
Frankfurter Buchmesse 2021: "Die Branche braucht Austausch und Sichtbarkeit..."
Frankfurter Buchmesse: Eröffnung ohne Publikum
Frankfurter Buchmesse: Erste Einblicke und Zahlen
Leipziger Buchmesse soll im Mai 2021 stattfinden
Ferdinand von Schirach: Für eine europäische Verfassung
Richard David Precht über Corona-Maßnahmen: "In Teilen offenkundig überreagiert"
Die Frankfurter Buchmesse? Retten wir, was zu retten ist
Leipzig liest extra! Mit diesem Konzept rettet sich die Buchmesse
SPIEGEL Bestsellerliste: Julia Quinn mit "Bridgerton" auf Platz 2
Schmerz, Tod, Wut: Ein Virus weckt subversive Kräfte
Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr abgesagt
Die Wuppertaler Literatur Biennale als Stream in voller Länge
Corona-bedingt: NDR bringt Literaturpodcast "Eat.READ.Sleep" jetzt jeden Freitag
Aktuelles
Bekanntgabe des Deutschen Buchhandlungspreises 2025
Selfpublishing-Buchpreis 2025/26 – Zwischen Longlist und Bühne
Nach dem Lärm – Fastenzeit als Übung des Geistes
Die Kunst der Fläche – Warum Tschechows „Die Steppe“ unserer Gegenwart das Dramatische entzieht
Die Rache trägt Prada von Lauren Weisberger – Was kommt nach dem „Traumjob“?
Der Teufel trägt Prada von Lauren Weisberger – Glamour als Arbeitsvertrag mit dem schlechten Gewissen
Box Hill von Adam Mars-Jones – Zärtlichkeit mit Stacheln
Die Burg von Ursula Poznanski – Mittelaltergemäuer, Hightech-Nervenkitzel
Alle glücklich von Kira Mohn – Wenn „alles gut“ zum Alarmsignal wird
Das Signal von Ursula Poznanski – Wenn das Smart Home zum Gegner wird
Half His Age von Jennette McCurdy – Ein Roman, der mit Unbehagen arbeitet
Das Ungelehrte Wissen – Daoistische Spuren in Hesses Siddhartha
Leykam stellt Literatur- und Kinderbuchprogramm ab 2027 ein
Fasching in der Literatur: warum das Verkleiden selten harmlos ist
Daniela Katzenberger, wie man sie kennt – unverstellt, direkt, motivierend
Rezensionen
The Ordeals von Rachel Greenlaw – Eine Akademie, die Talente frisst
Es ist doch nur die Dunya von Murat Gülec – Ein leises Buch für laute Tage
Die vergessene Hausapotheke von Dr. Nicole Apelian – Alte Rezepte, neue Dringlichkeit