Russland

Karl Schlögel Karl Schlögel Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2025 geht an Karl Schlögel. Von Heike Huslage-Koch - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
Buchpreis

Ein Kenner des postsowjetischen Raums erhält verdientermaßen den Friedenspreis – Karl Schlögel

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2025 geht an Karl Schlögel – einen Historiker, der nicht nur das östliche Europa lesbar gemacht hat, sondern es mit eigenwilliger Methode auf die gedankliche Landkarte eines westlich geprägten Lesepublikums rückte. Die Entscheidung wirkt überfällig und zeitgemäß zugleich, ein politisches Signal, das – bei aller inhaltlichen Richtigkeit – auch eine stille Frage hinterlässt: Muss Frieden immer so eindeutig markiert ...
Innerstädtischer Tod von Christoph Peters Innerstädtischer Tod von Christoph Peters Der Fall König vs. Peters entwickelt sich zu einer Grundsatzdebatte über die Grenzen der Kunstfreiheit und den Schutz der Persönlichkeitsrechte in der Literatur. Der Roman "Innerstädtischer Tod" von Christoph Peters steht im Zentrum eines möglichen juristischen Präzedenzfalls, dessen Ausgang weitreichende Folgen für Autorinnen und Autoren haben könnte. Penguin/ Luchterhand Literaturverlag
Buchmarkt

Fiktion auf der Anklagebank: "Innerstädtischer Tod" zwischen Kunstfreiheit und Justiz

Der Fall König vs. Peters entwickelt sich zu einer Grundsatzdebatte über die Grenzen der Kunstfreiheit und den Schutz der Persönlichkeitsrechte in der Literatur. Der Roman "Innerstädtischer Tod" von Christoph Peters steht im Zentrum eines möglichen juristischen Präzedenzfalls, dessen Ausgang weitreichende Folgen für Autorinnen und Autoren haben könnte.
Die Salze der Erde: Was drei chemische Elemente mit Kolonialismus, Klima und Welternährung zu tun haben Die Salze der Erde: Was drei chemische Elemente mit Kolonialismus, Klima und Welternährung zu tun haben Kerstin Hoppenhaus Hanser Verlag
Buchpreis

Kerstin Hoppenhaus gewinnt NDR Sachbuchpreis 2024

Der NDR Sachbuchpreis 2024, der mit 15.000 Euro dotiert ist, ging an die Biologin und Autorin Kerstin Hoppenhaus für ihr Werk „Die Salze der Erde: Was drei chemische Elemente mit Kolonialismus, Klima und Welternährung zu tun haben“. Das Buch ist am 23.09.2024 beim Hanser Verlag erschienen. Darin beschreibt sie, wie die Elemente Phosphat, Stickstoff und Kalium unseren Planeten durchdringen und dabei mit Ressourcenknappheit, globaler Ungleichheit und dem drohenden ökologischen Kollaps verknüpft ...
Der Autor Michail Schischkin ist für eine kritische Haltung zu russischer  Literatur Der Autor Michail Schischkin ist für eine kritische Haltung zu russischer Literatur Foto Flickr.com, Jürg Vollmer
Debatte

Michail Schischkin fordert eine klare Haltung zu russischer Literatur

Stephanie Caminada beleuchtet in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung die Ansichten des russischen Schriftstellers Michail Schischkin über die westliche Unterstützung für russische Autoren, die die Aggression Russlands in der Ukraine unterstützen. Schischkin äußert sich kritisch gegenüber westlichen Verlagen, die Autoren finanzieren und publizieren, die den Krieg in der Ukraine gutheißen. Er argumentiert, dass diejenigen, die die russische Aggression unterstützen, nicht von den Vorteilen ...
Ein Gentleman in Moskau Ein Gentleman in Moskau 1922 - ehemaliger Aristokrat ist zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Verlag Ullstein Taschenbuch
Roman

Amor Towles: Ein Gentleman in Moskau

"Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles, erschienen am 09.11.2018 im Verlag Ullstein Taschenbuch, aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel, ist ein faszinierender Roman, der 1922 beginnt. Graf Alexander Iljitsch Rostow wird von einem bolschewistischen Gericht zu lebenslangem Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol in Moskau verurteilt. Der ehemalige Aristokrat, der einst in einer prächtigen Suite residierte, muss nun in ein kleines Zimmer im Dachgeschoss umziehen. Trotz dieser drastischen ...
Wladimir Sorokin Wladimir Sorokin Wladimir Sorokin ist einer der bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftsteller. Haemmerli, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Aktuelles

Verlag Eksmo-AST nimmt letzten Teil der Doktor Garin - Trilogie aus dem Programm

Wladimir Georgijewitsch Sorokin ist ein bekannter russischer Schriftsteller und Dramatiker, der 1955 in Moskau geboren wurde. Sorokin ist für seine oft provokativen und experimentellen Werke bekannt, die verschiedene literarische Stile und Genres mischen. Seine Literatur beinhaltet Elemente des Surrealismus, der Science-Fiction und der postmodernen Satire.
Lev Rubinstein, geboren am 23. Juli 1947 in Moskau, Russland, war nicht nur ein russischer Dichter, Künstler und Performer, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit. Lev Rubinstein, geboren am 23. Juli 1947 in Moskau, Russland, war nicht nur ein russischer Dichter, Künstler und Performer, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit. Foto: Natalia Senatorova
Abschied

Lev Rubinstein ist tot

Lev Rubinstein, geboren am 23. Juli 1947 in Moskau, Russland, war nicht nur ein russischer Dichter, Künstler und Performer, sondern auch eine faszinierende Persönlichkeit. Er starb nun 76-jährig am 14.01.2024 - sechs Tage zuvor war er in Moskau von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden.
Der Fernsehjournalist Hubert Seipel hat für sein Buchprojekt "Putins Macht" laut Recherchen des ZDF 600.000 Euro von einem putinnahen Oligarchen. Der Fernsehjournalist Hubert Seipel hat für sein Buchprojekt "Putins Macht" laut Recherchen des ZDF 600.000 Euro von einem putinnahen Oligarchen. Bild: Moko1998 - Eigenes Werk (Wikipedia)
Debatte

Nach brisanten ZDF-Recherchen: Hoffman & Campe stoppt Verkauf von Hubert Seipel Buch

Der Fernsehjournalist und Russland-Experte Hubert Seipel hat laut ZDF-Recherchen 600.000 Euro von einem Putin-nahen Oligarchen erhalten. Nun steht der Buchautor, der seine Unparteilichkeit trotz allem nicht bedroht sieht, in der Kritik. Auch der Verlag Hoffman & Campe reagiert.
Die russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja und der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov wurden mit dem Erich-Maria-Remarque Preis beziehungsweise Sonderpreis ausgezeichnet. Auf offener Bühne begegneten sie sich am Donnerstagabend nicht. Die russische Autorin Ljudmila Ulitzkaja und der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov wurden mit dem Erich-Maria-Remarque Preis beziehungsweise Sonderpreis ausgezeichnet. Auf offener Bühne begegneten sie sich am Donnerstagabend nicht. Bild: A.Savin - Eigenes Werk / Wikipedia
Literaturpreis

Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Kein Zusammenstehen auf offener Bühne

Die Preisträger des diesjährigen Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis sind die Russin Ljudmila Ulitzkaja und der Ukrainer Sergiy Maidukov. Die Entscheidung stand bereits im April fest. Ziel war wohl ein russisch-ukrainisches Zusammenkommen vor dem Hintergrund der künstlerischen Aufarbeitung und Verarbeitung des Krieges. Am Donnerstagabend stand Ljudmila Ulitzkaja allerdings allein auf der Bühne.
Der Gründer des KATAPULT-Magazins, Benjamin Fredrich, tritt nach Vorwürfen ukrainischer Journalisten von seinen Führungsämtern zurück. Der Gründer des KATAPULT-Magazins, Benjamin Fredrich, tritt nach Vorwürfen ukrainischer Journalisten von seinen Führungsämtern zurück. Bild: Katapult-Verlag (Wikipedia)
Debatte

"KATAPULT"-Chef Benjamin Fredrich tritt zurück

Der Gründer, bisherige Chefredakteur und Geschäftsführer des "KATAPULT"-Magazins, Benjamin Fredrich, ist nach Anschuldigungen ukrainischer Angestellter von seinen Führungsposten zurückgetreten. Im Februar hatte das Magazin eine "Ukraine Redaktion" gegründet. Mitarbeiter werfen Fredrich nun unter anderem vor, Gehälter nicht in der versprochenen Höhe gezahlt zu haben. Das Projekt sei nur die "Illusion einer großen Hilfsorganisation" gewesen.
Die dänische Königin Margrethe II. zieht ihre Schirmherrschaft für den Hans-Christian-Andersen-Preis zurück. Die dänische Königin Margrethe II. zieht ihre Schirmherrschaft für den Hans-Christian-Andersen-Preis zurück. Bild: Johannes Jansson (Wikipedia)
Debatte

Dänische Königin zieht Schirmherrschaft für Hans-Christian-Andersen-Preis zurück

Die Dänische Königin Margrethe II. hat ihre Schirmherrschaft für den internationalen Hans-Christian-Andersen-Preis zurückgezogen. Der Entschluss hängt mit einem Streit um die Illustratorin Anastassija Archipowa zusammen, die im September zur Juryvorsitzenden gewählt wurde. Es besteht die Vermutung, Archipowa würde einer Künstlervereinigung angehören, die Propaganda für Russlands Krieg gegen die Ukraine betreibe.
Aliens in Moskau, von Wolken geschwängerte Frauen und die Literatur als Opposition-Gegenstand: Dmitry Glukhovsky erzählt aus einer Heimat, die er wohl lange Zeit nicht wiedersehen wird. Aliens in Moskau, von Wolken geschwängerte Frauen und die Literatur als Opposition-Gegenstand: Dmitry Glukhovsky erzählt aus einer Heimat, die er wohl lange Zeit nicht wiedersehen wird. Bild: Heyne Verlag
Prosa

Dmitry Glukhovsky erzählt "Geschichten aus der Heimat"

In seinem 2007 erschienen Roman "Metro 2033" zeigte Dmitry Glukhovsky eine dystopische Welt, in der Moskau von Mutanten und Ungeheuren bevölkert ist, während die wenigen verbliebenden Menschen im weit verzweigten U-Bahn-Netz der Stadt leben und neue, eigenartige Gesellschaftsformen entwickeln. Kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine meldeten sich ukrainische LeserInnen bei Glukhovsky und erklärten, sie lebten nun wie die Helden seiner dystopischen Trilogie. Vor dem Grauen ...
Der Liedermacher Konstantin Wecker lebt einen radikalen Pazifismus. Er war einer der Unterzeichner des ersten Offenen Briefes an Olaf Scholz, dessen Autoren sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprachen. Der Liedermacher Konstantin Wecker lebt einen radikalen Pazifismus. Er war einer der Unterzeichner des ersten Offenen Briefes an Olaf Scholz, dessen Autoren sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aussprachen. Bild: Jörgens.mi (Wikipedia)
Debatte

Konstantin Wecker: Wer "mehr Waffen" fordert, schickt andere in den Tod

Der Liedermacher Konstantin Wecker steht den Forderungen nach "mehr Waffen" für die Ukraine nach wie vor skeptisch gegenüber. Wecker, der zu den Mitunterzeichnern des ersten Offenen Briefes an Bundeskanzler Olaf Scholz gehörte, beharrte in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf seine pazifistische Haltung und betonte: Wer mehr Waffen fordere, der schicke andere zum Morden und Ermordetwerden.
Am Sonntag, 23. Oktober, berichtet "ttt - titel thesen, temperamente" von der Frankfurter Buchmesse. Am Sonntag, 23. Oktober, berichtet "ttt - titel thesen, temperamente" von der Frankfurter Buchmesse. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"ttt" auf der Frankfurter Buchmesse: Greta Thunberg, Serhij Zhadan und die "Revolution" im Iran

"ttt - titel, thesen, temperamente" blickt auf eine Buchmesse, die, obgleich von einem Angriffskrieg überschattet, als großes Fest des Wiedersehens und der Begegnung gefeiert wird. Themen der Sendung werden unter anderem Greta Thunbergs "Klima-Buch", der ukrainische Friedenspreisträger Serhij Zhadan und die Proteste im Iran sein.
Am Sonntag ab 23:05 Uhr im WDR: Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. Am Sonntag ab 23:05 Uhr im WDR: Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. Bild: ARD/Herby Sachs
TV

"titel, thesen, temperamente": Schwerpunkt auf Kriegsliteratur

In der kommenden Ausgabe von "ttt - titel, thesen, temperamente" geht es unter anderem um die literarische und journalistische Verarbeitung von Kriegserlebnissen. Themen werden dabei unter anderem das Buch "Im Rausch" des russischen Journalisten Arkadi Babtschenko und die Literaturverfilmung des E.M. Remarque-Romans "Im Westen nichts Neues" sein. Außerdem wird der Roman "Intimitäten" der amerikanischen Schriftstellerin Katie Kitamura beleuchtet.
Erin Litteken erzählt in ihrem Debütroman "Denk ich an Kiew" von staatlichem Zwang, Liebe und den Spuren der Herkunft. Erin Litteken erzählt in ihrem Debütroman "Denk ich an Kiew" von staatlichem Zwang, Liebe und den Spuren der Herkunft. Bild: Lübbe
Bücher der Woche

"Denk ich an Kiew" von Erin Litteken

Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Mit der Invasion eskaliert ein Konflikt, der im Februar 2014 mit dem Einmarsch russischer Truppen auf der Krim begann, und seither brodelte, auszubrechen drohte. Als die Schriftstellerin Erin Litteken zum ersten Mal darüber nachdachte, jene Geschichte aufzuschreiben, die nun in Form ihres Debütromans vorliegt, lag die Krim-Annexion noch fern. "Ich hätte nie gedacht, dass die Veröffentlichung meines Romans über die Unterdrückung des ukrainischen ...
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Schadan erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hannah-Arendt-Preis. Der ukrainische Schriftsteller Serhij Schadan erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hannah-Arendt-Preis. Bild: Mykola Swarnyk - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

"Hannah-Arendt-Preis" für den ukrainischen Schriftsteller Serhij Schadan

Der ukrainische Schriftsteller, Dichter und Musiker Serhij Schadan wurde mit dem "Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2021" ausgezeichnet. Die Jury würdigte Zhada damit als großen Erzähler, der die Tradition der mitteleuropäischen Literatur fortführt und revolutioniert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Seit dem 24. Februar steht der Präsident der Ukraine im Lichte der westlichen Aufmerksamkeit. Wolodymyr Selensky wird in den Medien als Held und westliche Galionsfigur gefeiert. Jetzt erscheinen weitere Biografien. Seit dem 24. Februar steht der Präsident der Ukraine im Lichte der westlichen Aufmerksamkeit. Wolodymyr Selensky wird in den Medien als Held und westliche Galionsfigur gefeiert. Jetzt erscheinen weitere Biografien. Bild: President Of Ukraine from Україна (Wikipedia)
Aktuelles

Wer ist Wolodymyr Selenskyj? Biografische Bücher über den ukrainischen Präsidenten

Im August werden es bereits drei Bücher sein, die sich der Geschichte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj widmen. Sie alle erzählen die Geschichte eines "Protagonisten des Widerstands", der zu einem "charismatischen Präsidenten" wurde, nachdem er bereits als "Bühnenstar" und "Schauspieler" Erfolge feierte. All diese Zuschreibungen lassen sich in einem Satz wiederfinden, der im Februar 2022 um die Welt ging: "Ich brauche Munition, keine ...
Der Diplomat Rüdiger von Fritsch war von März 2014 bis 2019 als deutscher Botschafter in Moskau tätig. In seinem Buch "Zeitenwende" denkt er über die Zeit vor, während und nach des Krieges nach. Der Diplomat Rüdiger von Fritsch war von März 2014 bis 2019 als deutscher Botschafter in Moskau tätig. In seinem Buch "Zeitenwende" denkt er über die Zeit vor, während und nach des Krieges nach. Bild: Aufbau Verlag
Sachbuch

"Siegt der Fernseher, oder siegt der Kühlschrank?"

Rüdiger von Fritsch war von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Russland. In seinem aufschlussreichen Buch "Zeitenwende: Putins Krieg und die Folgen" analysiert der Diplomat den Überfall Russlands auf die Ukraine. Von Fritsch zeigt, welche Zeichen man im Westen übersehen hat, welche Möglichkeiten es gibt, diesen Krieg zu beenden und wie sich die Zeit nach der "Zeitenwende" gestalten könnte.
Der kürzlich in der "Zeit" erschienene, dritte offene Brief hat ein weiteres Mal für Unruhe in den medialen Meinungskorridoren geführt. Rhetorisch wird aufgerüstet. Personen werden diffamiert, Argumente nicht weiter beachtet. Der kürzlich in der "Zeit" erschienene, dritte offene Brief hat ein weiteres Mal für Unruhe in den medialen Meinungskorridoren geführt. Rhetorisch wird aufgerüstet. Personen werden diffamiert, Argumente nicht weiter beachtet. Bild: Pixabay (Symbolbild)
Meinung

Wer ist hier eigentlich Inkompetent?

Nach dem Erscheinen eines mit "Waffenstillstand jetzt!" überschriebenen offenen Briefes, den Publizisten, Schriftsteller und Intellektuelle vergangene Woche in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlicht hatten, brach ein weiterer Entrüstungssturm los. In verschiedenen Kommentaren wird den Unterzeichnern Inkompetenz, fehlende Weitsicht und Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Aber wer wirft da eigentlich wem etwas vor?
Der Sozialpsychologe Harald Welzer war Mitunterzeichner des im April im "Emma"-Magazin veröffentlichten offenen Briefes. Sein Name steht auch unter dem Appell "Waffenstillstand jetzt!" der am Mittwoch in der "Zeit" erschienen ist. Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Intellektuelle fordern darin vom Westen, Bedingungen zu schaffen, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und Ukraine ermöglichen. Der Sozialpsychologe Harald Welzer war Mitunterzeichner des im April im "Emma"-Magazin veröffentlichten offenen Briefes. Sein Name steht auch unter dem Appell "Waffenstillstand jetzt!" der am Mittwoch in der "Zeit" erschienen ist. Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Intellektuelle fordern darin vom Westen, Bedingungen zu schaffen, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und Ukraine ermöglichen. Bild: Martin Kraft - Eigenes Werk (Wikipedia)
Aktuelles

Intellektuelle fordern: "Waffenstillstand jetzt!"

Rund 20 Wissenschaftler, Publizisten und Prominente fordern in einem am Mittwoch in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlichten Brief an den Westen eine "Strategie zur möglichst raschen Beendigung des Krieges" in der Ukraine. Unterzeichner sind unter anderem Jakob Augstein, Svenja Flaßpöhler, Harald Welzer, Alexander Kluge und der Philosoph Richard David Precht.

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