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ARD "ttt" auf der Frankfurter Buchmesse: Greta Thunberg, Serhij Zhadan und die "Revolution" im Iran

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"ttt - titel, thesen, temperamente" blickt auf eine Buchmesse, die, obgleich von einem Angriffskrieg überschattet, als großes Fest des Wiedersehens und der Begegnung gefeiert wird. Themen der Sendung werden unter anderem Greta Thunbergs "Klima-Buch", der ukrainische Friedenspreisträger Serhij Zhadan und die Proteste im Iran sein.

Am Sonntag, 23. Oktober, berichtet "ttt - titel thesen, temperamente" von der Frankfurter Buchmesse. Bild: ARD/Herby Sachs

Auch in der kommenden Ausgabe der Kultursendung "ttt - titel, thesen, temperamente" wird sich alles um die diesjährige Frankfurter Buchmesse stehen. Es ist die erste Messe nach zwei entbehrungsreichen Pandemie-Jahren; eine Veranstaltung der Wiederbegegnungen, die, gerade aufgrund der krisenhaften Zeiten, lebendiger und entschlossener denn je auftritt. Literatur als Gegenentwurf der Vereinheitlichung, als Vermittlerin von Vielstimmigkeit und Transparenz - Diese Setzung ist bereits im Motto der diesjährigen Messe - "Translate. Transfer. Transform." - angelegt. Um sich solidarisch mit der Ukraine zu zeigen, hat man eine beachtliche Delegation ukrainischer Schriftstellerinnen, Publizisten und Übersetzerinnen eingeladen. Russische Verlage spielen keine Rolle; russische Exil-Autoren dagegen schon. "ttt" stellt die wichtigsten Bücher dieses Herbstes vor und widmet sich den Themen Klima, Krieg und Kälte. Die Themen im Überblick. (Sendetermine: Am Sonntag, 23. Oktober 2022 um 23:35 Uhr in der ARD / am Sendetag ab 20:00 Uhr in der ARD-Mediathek)

Greta Thunbergs "Klima-Buch"

Per Videovall trifft "ttt" die Aktivistin und Autorin Greta Thunberg und spricht mit ihr über das sich hartnäckig haltende Märchen vom "grünen Wachstum", über die historische Verantwortung des globalen Nordens und über die Klimakrise als die größte Geschichte der Menschheit.

Der ukrainische Friedenspreisträger Serhij Zhadan im Gespräch

Der ukrainische Schriftsteller und Friedenspreisträger Serhij Zhadan gehört zu den renommiertesten Autoren seines Landes. Die Rolle der Literatur und der Poesie in Zeiten des Krieges definiert er wie folgt: "Mit Poesie lässt sich kein Krieg gewinnen. Aber Dichter können diesen Krieg dokumentieren"

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält Zhadan am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse. Ausgezeichnet wurde er für sein herausragendes künstlerisches Werk sowie für seine humanitäre Haltung. "ttt" trifft Serhij Zhadan in Kiew, Charkiw und auf der Buchmesse und lernt dabei einen sympathischen, aufrechten und mitreißenden Menschen kennen.

Die Ukraine und Russland auf der Messe

"ttt" spricht mit den ukrainischen SchriftstellerInnen Tanya Pyankova ("Das Zeitalter der Roten Ameisen") und Juri Andruchowytsch ("Radio Nacht") und fragt, was die beiden sich in diesen Tagen von der Messe und von Europa für ihr Heimatland erhoffen. Außerdem im Gespräch: Die russischen AutorInnen Irina Scherbakowa und Leonid Wolkow, die aus dem Exil heraus versuchen, die regimekritischen Kräfte innerhalb Russlands zu unterstützen.

Die Revolution im Iran

Seit mehr als drei Wochen toben mittlerweile die Proteste gegen das islamische Mullah-Regime im Iran. Auslöser der Aufstände war der Tod der 22-jährigen Masha Amini. Seither akquiriert die politische Führung alle Kräfte, um mit maximaler Härte gegen die Protestierenden vorzugehen und die Sichtbarkeit der Unruhen außerhalb des Landes zu unterbinden. Erfolglos. Weltweit zeigen sich Menschen solidarisch, im Netz kursieren Videos von Frank, die sich die Haare abschneiden, trotz Internetspresse im Iran werden weiterhin Bilder, Informationen und Nachrichten verteilt. "ttt" fragt: Schreiben die Frauen im Iran gerade feministische Geschichte? Welche Rolle spielt dabei das Kopftuch? Und was kann man tun, damit die vielen Solidaritätsbekundungen nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind?

Dazu sprich "ttt" auf der Buchmesse mit Menschen, die ihre Stimme für die Protestierenden in Iran erheben. Gäste sind die langjährige ARD-Iran-Korrepondentin Natalie Amiri, der deutsch-iranischen Schriftsteller Behzad Karim Khani sowie der letztjährige Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah.

Weitere Themen der kommenden "ttt"-Ausgabe

  • "Harte Leute" von Rachel Kushner: Unter kalifornischer Sonne die radikale Gegenwart feiern
  • Ehrengast Spanien: Landflucht junges Prekariat und die Nachwehen der Franco-Diktatur
  • Mohsin Hamid und "Der letzte weiße Mann": Eine bissige Parabel auf den Rassismus
  • Identität und Identitätspolitik auf der Frankfurter Buchmesse
  • "Pulp"-Sänger Jarvis Hocker auf der Messe: Über "Good Pop, Bad Pop", Dachbodenfunde und Lebenserinnerungen

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