Der oder das[1] Essay (Plural: Essays), auch Essai geschrieben, ist eine Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Themen betrachtet werden, und zwar in einer Form, die in der Hauptsache noch ein Sachtext ist, doch auch rhetorisch überzeugend und unterhaltsam sein will. Im Mittelpunkt steht oft die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit einem Thema. Damit ist der Essay nicht auf formale Kriterien wissenschaftlicher Methodik angewiesen, sondern beruht auf den subjektiven Erfahrungen und Urteilen des Essayisten.

Ähnliche Textarten sind das Traktat, der Aufsatz und die Causerie; verwandte journalistische Darstellungsformen sind die Glosse, die Kolumne, der journalistische Kommentar und der Leitartikel. Der Aphorismus ist eine Kurzform, die oft etwas Ähnliches wie der Essay anstrebt.

Quelle: Wikipedia

Essay

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Wenn rasante Entwicklungen runterfahren, hat man aber auch genügend Zeit, sich diese genauer anzuschauen. Was wollen wir? Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Wenn rasante Entwicklungen runterfahren, hat man aber auch genügend Zeit, sich diese genauer anzuschauen. Was wollen wir? Foto: Pixabay

Für die bessere Welt danach (Lesetipps)

Natürlich liegt es nahe, sich in Zeiten der Quarantäne wieder auf die Literatur zu besinnen. Wie sinnvoll aber ist es, ausgerechnet jetzt Bücher zu lesen, die apokalyptische Ausnahmesituationen zum Thema haben? Stellen Sie sich mal vor: Die Welt wird eine andere, und besser. (Lesetipps)
Nach der Verleihung des Literaturnobelpreises, sah sich der österreichische Schriftsteller Peter Handke diversen medialen Angriffen ausgesetzt. Der Held seines neuen Buches, schlägt nun zurück Nach der Verleihung des Literaturnobelpreises, sah sich der österreichische Schriftsteller Peter Handke diversen medialen Angriffen ausgesetzt. Der Held seines neuen Buches, schlägt nun zurück Foto: Suhrkamp
Roman

Ein Rachefeldzug, quer durch die Medien

Bereits im April letzten Jahres, also noch bevor der von der Verleihung des Literaturnobelpreises ausgelöste Mediensturm über ihn hereinbrach, schrieb der österreichische Autor Peter Handke an einem Buch mit dem Titel "Das zweite Schwert". Jetzt ist die "Magiegeschichte" bei Suhrkamp erschienen. Sie liest sich wie eine Abrechnung mit der oberflächlichen und oft allzu populistischen Sprache der Medien.
Die schnelle intellektuelle: Amerikanische Kritiker*innen bezeichnen Jia Tolentino bereits jetzt als die "beste junge Essayistin der Welt". Die schnelle intellektuelle: Amerikanische Kritiker*innen bezeichnen Jia Tolentino bereits jetzt als die "beste junge Essayistin der Welt". Quelle: derivative work: - Mike.lifeguard 

Smart, schnell, intellektuell: So denkt und schreibt die Generation Y

Die amerikanische Schriftstellerin Jia Tolentino hat mit ihren Buch "Trick Mirror" eine Essay-Sammlung vorgelegt, die Einblicke in die Denkmuster der Generation Y gibt: Disparat, charmant und politisch korrekt. In den USA ist ihr Buch ein New York Times-Bestseller. Kritiker*innen bezeichnen die Autorin bereits jetzt als die „beste junge Essayistin der Welt“.
Wie wichtig ist es, scheitern zu können? Was bedeutet es, gut zu Scheitern? Heinrich Steinfest gibt einige Einblicke. Wie wichtig ist es, scheitern zu können? Was bedeutet es, gut zu Scheitern? Heinrich Steinfest gibt einige Einblicke. Foto: Piper Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Wie Sie noch besser scheitern können

Der Stuttgarter Autor Heinrich Steinfest hat einen der wohl notwendigsten Ratgeber der letzten Jahre geschrieben. In "Gebrauchsanweisung fürs Scheitern" wirft er einen Blick auf das Potential unserer Niederlagen, und öffnet die Tür zum Außenseitertum.
Clarice Lispectors Erzählband "Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau"  erscheint beim Penguin Verlag und gewährt Einblicke in das phantastisches Werk einer Sprachvirtuosin. Clarice Lispectors Erzählband "Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau" erscheint beim Penguin Verlag und gewährt Einblicke in das phantastisches Werk einer Sprachvirtuosin. Foto: Wikipedia
Redaktionelle Empfehlung

Clarice Lispector auf Platz 1 der SWR-Bestenliste

Die SWR-Bestenliste für den Dezember wird von einer Autorin angeführt, die hierzulande bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit genossen hat: Clarice Lispector. Der Erzählband mit dem Titel „Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau“ erzählt von der Tiefe alltäglicher Ereignisse.
Ein Jahr nach seinem letzten Buch "Spätdienst" erscheint nun mit "Mädchenleben" ein neues, berührendes Spätwerk Martin Walsers. Ein Jahr nach seinem letzten Buch "Spätdienst" erscheint nun mit "Mädchenleben" ein neues, berührendes Spätwerk Martin Walsers. Foto: Wikipedia

Gestürzte Bäume, geschriebene Schreie

Seit den 1950er Jahren schreibt Martin Walser Buch um Buch. Vor beinahe genau einem Jahr veröffentlichte der mitlerweile 92-Jährige Autor mit "Spätdienst" ein wunderbares Konglomerat lyrischer und essayistischer Gedankenfetzen. Sein neues Buch "Mädchenleben: oder die Heiligsprechung. Legende" beschäftigt sich mit der Kraft des Religiösen.
In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für ein eigenständiges, unkonventionelles Denken. In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für ein eigenständiges, unkonventionelles Denken. Foto: Matthes & Seitz Berlin
Redaktionelle Empfehlung

Verlasst doch mal den Hörsaal!

Wie wollen wir wissenschaftlich denken? Was bedeutet es, Wissen und Erkenntnis in einem konventionellen Sinne weiterzugeben und zu empfangen? In seinem Buch "Denken in einer schlechten Welt" plädiert Geoffroy de Lagasnerie für eine "oppositionelle Wissenschaft" und somit für ein Denken, welches den gängigen Methoden widerstrebt.
Warum lassen sich die digitale Entwicklungen so problemlos in unsere Gesellschaft einführen? Dieser Frage geht Armin Nassehi in seinem Buch "Muster" nach. Warum lassen sich die digitale Entwicklungen so problemlos in unsere Gesellschaft einführen? Dieser Frage geht Armin Nassehi in seinem Buch "Muster" nach. Foto: C.H. Beck

War die Gesellschaft schon digital, bevor es die Digitaltechnik gab?

In seinem neuen Buch "Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft" betrachtet der Soziologieprofessor Armin Nassehi die Digitalisierung unter einem etwas anderen Gesichtpunkt. Anstatt mit der Frage zu beginnen, wie weitläufig die neuen Techniken unsere Gesellschaft verändern könnten, fragt Nassehi danach, warum sie so problemlos "andocken" konnten.
Migration, Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, Umweltzerstörung: Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erschufen auch den Wunsch nach Sicherheit. Nach Diktaturen? Migration, Massenarbeitslosigkeit, Sozialabbau, Umweltzerstörung: Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erschufen auch den Wunsch nach Sicherheit. Nach Diktaturen? Foto: Suhrkamp Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Sie wünschen sich die Diktatur

Die turbulenten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts haben den Wunsch nach einer klaren Führung wachgerufen. In seinem Buch "Autoritäre Versuchungen. Signaturen der Bedrohung" beschreibt der Soziologe Wilhelm Heitmeyer, was es mit diesen alarmierenden Entwicklungen auf sich hat.
Else Lasker-Schüler galt als temperamentvoll und selbstbewusst. In einem neu entdeckten Briefwechsel mit dem Verleger Franz Glück bestätigt sich dieses Bild der großen Dichterin. Else Lasker-Schüler galt als temperamentvoll und selbstbewusst. In einem neu entdeckten Briefwechsel mit dem Verleger Franz Glück bestätigt sich dieses Bild der großen Dichterin. Foto. Wikipedia
Aktuelles

Bisher unbekannte Briefe Else Lasker-Schülers entdeckt

Anfang des 20. Jahrhunderts avancierte Else Lasker-Schüler zur führenden Dichterin des Expressionismus. Weltbekannt sind nicht nur ihre Gedichte, sondern auch die Briefwechsel, unter anderem der mit dem Maler Franz Marc. Nun wurden weitere Briefe Schülers bekannt; gerichtet an den Verleger Franz Glück.
Die "Flüchtlingskrise" brachte ans Tageslicht, was sich lange Zeit nur sporadisch und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zeigte. Wie geht die Literatur mit diesem Thema um? Die "Flüchtlingskrise" brachte ans Tageslicht, was sich lange Zeit nur sporadisch und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zeigte. Wie geht die Literatur mit diesem Thema um? Foto: pixabay
Redaktionelle Empfehlung

Wie die Franzosen den Frust aufarbeiten

Die ab 2015 als "Krise" eingestuften Flüchtlingswellen verdeutlichten Probleme in Europa, die bis zu diesem Zeitpunkt weitestgehend im Verborgenen schlummerten. Was aufgeweckt wurde, waren sogenannte "Wutbürger", Rassismen und Fremdenfeindlichkeit. Dieser Artikel wirft einen kurzen Blick auf einige daraus resultierende Bücher in Deutschland und Frankreich.
Die Autorin Enis Maci erhält den Literaturpreis "Text und Sprache 2019". Auf dem Bild: Ein Screenshot des 2018 uraufgeführten Stückes "Mitwisser" Die Autorin Enis Maci erhält den Literaturpreis "Text und Sprache 2019". Auf dem Bild: Ein Screenshot des 2018 uraufgeführten Stückes "Mitwisser" Foto: Youtube
Aktuelles

Literaturpreis "Text und Sprache 2019" geht an Enis Maci

Der diesjährige Literaturpreis "Text & Sprache 2019" des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft geht an die Autorin Enis Maci. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr am 12. Oktober, im Rahmen der 68. Jahrestagung des Kulturkreises, in Leipzig verliehen.
Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Foto: Rowohlt Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Vom Ende vom Ende der Welt

Klimawandel, Artensterben, Umweltschutz: Bereits Jahrzehnte warnen Fachleute vor den Konsequenten unserer Lebensweise. In seinem dritten Essayband "Das Ende vom Ende der Welt" versammelt der US-amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen unter anderem Gedanken zum Thema Umwelt und Klima. Getragen wird das Buch von einer ungebrochenen Begeisterung für Vögel.
Politische und ästhetische Extremismen werden in Philippe Garniers "Lob der Lauheit" durch den Genuss der Zwischenwege ersetzt. Politische und ästhetische Extremismen werden in Philippe Garniers "Lob der Lauheit" durch den Genuss der Zwischenwege ersetzt. Foto: Wikipedia
Redaktionelle Empfehlung

Im Himmel der ausgewogenen Mitte

Ein schmales Büchlein, 64 Seiten, mint-grünes Buchcover. Während die Welt sich aufbäumt, an allen Ecken Extreme entstehen und Menschen hier wie dort Position beziehen, erscheint mit dem Buch "Lob der Lauheit" des französischen Essayisten Phillipe Garnier eine Hymne auf die angenehme Mitte. Doch auch das Dazwischen ist eine Position.
Instagram, Twitter, Wikipedia. Wie diese Plattformen der kritischen Auseinandersetzung der Gegenwart dienen können, beschreibt die Autorin Enis Maci in ihrer Essaysammlung "Eiscafé Europa". Instagram, Twitter, Wikipedia. Wie diese Plattformen der kritischen Auseinandersetzung der Gegenwart dienen können, beschreibt die Autorin Enis Maci in ihrer Essaysammlung "Eiscafé Europa". Foto: Suhrkamp Verlag

Essays der Gegenwart

Enis Maci hat mit Eiscafé Europa ein Buch geschrieben, welches eine ungefähre Vorstellung davon gibt, wie essayistisches Arbeiten gegenwärtig möglich ist. Wikipediaeinträge, Instagram- und Twitteraccounts werden dabei zu Quellenangaben, auf deren Grundlage sich die Autorin mit Rassismus, Sexismus und den politischen Fragen unserer Zeit auseinandersetzt.
Die Mittelklasse, das sind jene nach Aufstieg Trachtenden, die vor Abstiegsängsten erstarren. Die Mittelklasse, das sind jene nach Aufstieg Trachtenden, die vor Abstiegsängsten erstarren. Quelle: Matthes & Seitz Berlin

Wohin mit den Mittelklassen? Im Fall nach oben schauend

Die französische Essayistin Nathalie Quintane unternimmt mit "Wohin mit den Mittelklassen?" den Versuch, jene Bevölkerungsgruppe zu defenieren, der sie selbst angehört: die Mittelschicht. Ambitioniert durchfährt sie dabei Gebiete wie Abstiegsängste, Kulturverständnis und Ressentiments. Sind die Mittelklassen eine Gefahr für die Demokratie?
"Spätdienst" heißt das neue Werk Martin Walsers. Ein sich unermüdlich zur Wehr setzendes, lyrisches Ich. Und die Angst vor dem Schlaf. "Spätdienst" heißt das neue Werk Martin Walsers. Ein sich unermüdlich zur Wehr setzendes, lyrisches Ich. Und die Angst vor dem Schlaf. Quelle: Suhrkamp Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Ums Leben schreiben

Seinen ersten Roman "Ehen in Philippsburg" veröffentlichte Martin Walser 1957. Seitdem schreibt der nun 91-jährige Autor beinahe im Jahrestakt neue Bücher. Dieses Jahr sind es zwei: Im Frühjahr erschien der Roman Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte. Das neue Werk trägt den Titel Spätdienst. Bekenntnis und Stimmung. Bissig, provokant, oft gegen sich selbst gerichtet, kommt hier das lyrische Ich eines Künstlers zu Wort, der um sein Leben zu schreiben ...

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