Der oder das[1] Essay (Plural: Essays), auch Essai geschrieben, ist eine Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Themen betrachtet werden, und zwar in einer Form, die in der Hauptsache noch ein Sachtext ist, doch auch rhetorisch überzeugend und unterhaltsam sein will. Im Mittelpunkt steht oft die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit einem Thema. Damit ist der Essay nicht auf formale Kriterien wissenschaftlicher Methodik angewiesen, sondern beruht auf den subjektiven Erfahrungen und Urteilen des Essayisten.

Ähnliche Textarten sind das Traktat, der Aufsatz und die Causerie; verwandte journalistische Darstellungsformen sind die Glosse, die Kolumne, der journalistische Kommentar und der Leitartikel. Der Aphorismus ist eine Kurzform, die oft etwas Ähnliches wie der Essay anstrebt.

Quelle: Wikipedia

Essay

Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Der US-amerikansiche Schriftsteller Jonathan Franzen schreibt über Klima- und Umweltschutz, über das Ende der Welt und seine Begeisterung für Vögel. Foto: Rowohlt Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Vom Ende vom Ende der Welt

Klimawandel, Artensterben, Umweltschutz: Bereits Jahrzehnte warnen Fachleute vor den Konsequenten unserer Lebensweise. In seinem dritten Essayband "Das Ende vom Ende der Welt" versammelt der US-amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen unter anderem Gedanken zum Thema Umwelt und Klima. Getragen wird das Buch von einer ungebrochenen Begeisterung für Vögel.
Politische und ästhetische Extremismen werden in Philippe Garniers "Lob der Lauheit" durch den Genuss der Zwischenwege ersetzt. Politische und ästhetische Extremismen werden in Philippe Garniers "Lob der Lauheit" durch den Genuss der Zwischenwege ersetzt. Foto: Wikipedia
Redaktionelle Empfehlung

Im Himmel der ausgewogenen Mitte

Ein schmales Büchlein, 64 Seiten, mint-grünes Buchcover. Während die Welt sich aufbäumt, an allen Ecken Extreme entstehen und Menschen hier wie dort Position beziehen, erscheint mit dem Buch "Lob der Lauheit" des französischen Essayisten Phillipe Garnier eine Hymne auf die angenehme Mitte. Doch auch das Dazwischen ist eine Position.
Instagram, Twitter, Wikipedia. Wie diese Plattformen der kritischen Auseinandersetzung der Gegenwart dienen können, beschreibt die Autorin Enis Maci in ihrer Essaysammlung "Eiscafé Europa". Instagram, Twitter, Wikipedia. Wie diese Plattformen der kritischen Auseinandersetzung der Gegenwart dienen können, beschreibt die Autorin Enis Maci in ihrer Essaysammlung "Eiscafé Europa". Foto: Suhrkamp Verlag

Essays der Gegenwart

Enis Maci hat mit Eiscafé Europa ein Buch geschrieben, welches eine ungefähre Vorstellung davon gibt, wie essayistisches Arbeiten gegenwärtig möglich ist. Wikipediaeinträge, Instagram- und Twitteraccounts werden dabei zu Quellenangaben, auf deren Grundlage sich die Autorin mit Rassismus, Sexismus und den politischen Fragen unserer Zeit auseinandersetzt.
Die Mittelklasse, das sind jene nach Aufstieg Trachtenden, die vor Abstiegsängsten erstarren. Die Mittelklasse, das sind jene nach Aufstieg Trachtenden, die vor Abstiegsängsten erstarren. Quelle: Matthes & Seitz Berlin

Wohin mit den Mittelklassen? Im Fall nach oben schauend

Die französische Essayistin Nathalie Quintane unternimmt mit "Wohin mit den Mittelklassen?" den Versuch, jene Bevölkerungsgruppe zu defenieren, der sie selbst angehört: die Mittelschicht. Ambitioniert durchfährt sie dabei Gebiete wie Abstiegsängste, Kulturverständnis und Ressentiments. Sind die Mittelklassen eine Gefahr für die Demokratie?
"Spätdienst" heißt das neue Werk Martin Walsers. Ein sich unermüdlich zur Wehr setzendes, lyrisches Ich. Und die Angst vor dem Schlaf. "Spätdienst" heißt das neue Werk Martin Walsers. Ein sich unermüdlich zur Wehr setzendes, lyrisches Ich. Und die Angst vor dem Schlaf. Quelle: Suhrkamp Verlag
Redaktionelle Empfehlung

Ums Leben schreiben

Seinen ersten Roman "Ehen in Philippsburg" veröffentlichte Martin Walser 1957. Seitdem schreibt der nun 91-jährige Autor beinahe im Jahrestakt neue Bücher. Dieses Jahr sind es zwei: Im Frühjahr erschien der Roman Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte. Das neue Werk trägt den Titel Spätdienst. Bekenntnis und Stimmung. Bissig, provokant, oft gegen sich selbst gerichtet, kommt hier das lyrische Ich eines Künstlers zu Wort, der um sein Leben zu schreiben ...

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