Michel Houellebecq ist Frankreichs bekanntester und zugleich umstrittenster Autor. Nun wurde er von Präsident Macron mit der ranghöchsten Auszeichnung des Landes geehrt und wurde in die französische Ehrenlegion aufgenommen.
Unter den Gästen der am Donnerstag, am Tag der Zeremonie, Anwesenden, befand sich auch Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy. Starautor Michel Houellebecq wurde an diesem Tag der Orden eines Ritters der Légion d'honneur (der Ehrenlegion) verliehen, wie der Élysée-Palast mitteilte. Die Auszeichnunung, die im Mai 1802 von Napoleon Bonaparte gestiftet wurde, soll militärische und zivile Verdienste sowie herausragende Talente ehren.
Der französische Starautor Michel Houellebecq polemisiert weit über die Grenzen Frankreichs hinaus. Sein neuster Roman "Serotonin" erschien im Januar dieses Jahres. Houellebecq beschreibt darin die Tristesse und die Hoffnungslosigkeit einer provinziellen Gegend in Frankreich. Die im Roman beschriebene Trostlosigkeit und sich suggestiv steigernde Wut fand sich wenige Monate nach dem erscheinen des Buches auch in den Protesten der Geblwesten wieder.
Die Romane des 63-Jährigen stießen in der Vergangenheit immer wieder auf heftigsten Widerstand. Aufgrund zahlreicher Textpassagen und Andeutungen wurde dem Autor immer wieder Frauenhass, Rassissmus und Islamophobie vorgeworfen. In dem 2015 erschienenden Roman "Unterwerfund" etwa, wird ein Muslim französischer Präsident und führt ein islamisches Recht ein.
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