Der Beginn der Nazi-Zeit in Österreich wird im Film „Der Trafikant“ sehr lehrreich in Szene gesetzt. Ein buntes modernes Wien, in dem Zuwanderer ihr Glück suchen und finden bis zum traurigen Untergang. Der Film ist in anbetracht einer erstarkenden Rechten in Europa nicht nur ein historischer Rückblick.
„Der Trafikant“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler und startet am 1. November im Kino. Der siebzehnjährige Junge Franz Huchel, gespielt von Simon Morzé, muss nach dem tragischen Tod seines Vaters in die große Stadt Wien ziehen. Er wird Lehrling in einer Trafik, so nennt man in Österreich einen kleinen Zeitungs- und Zigarrenladen. Wir tauchen ab in ein Wien der dreissiger Jahre, gezeichnet von Tolleranz und wirtschaftlichem Aufschwung. Mit dem Einmarsch der Nazis in Wien wird dem Glück ein jähes Ende gesetzt. Der Besitzer des Ladens ist Jude.
Zur Geschichte des Franz Huchel gehört auch die fitkive Freundschaft zum damals in Wien lebenden und zu den einflussreichsten Denkern seiner Zeit gehörenden Sigmund Freud, gespielt von Bruno Ganz. Durch Zufall lernen sich beide kennen und es beginnt die Freundschaft eines höchst ungleichen Paares. Freud gibt seinem jungen Freund viele Ratschläge fürs Leben und hilft ihm, seine erste Liebe zu erobern. Durch die Gespräche mit Freud bekommen wir einen tiefen Einblick in das Seelenleben von Franz, der von der politischen Ereignissen völlig verwirrt ist.
Das Drehbuch haben Klaus Richter und Nikolaus Leytner geschrieben. „Der Trafikant“ ist eine deutsch-österreichische Gemeinschaftsproduktion von Glory Film und Epo-Film in Koproduktion mit Tobis Film und ARD Degeto. Unterstützt wird der Film mit Fördermitteln von FFA, FFF-Bayern und DFFF sowie des ÖFI, des ORF Film/Fernseh-Abkommens, des FFW, der FISA, des Landes Steiermark (Cineart), des Landes Oberösterreich und dem IDM Südtirol.
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