Der Frankfurter gutleut verlag wird nach dem Tod seines Gründers Michael Wagener künftig als Imprint im Berliner Gans Verlag fortgeführt. Das neue Label trägt den Namen „gutleut&gans“. Das erste gemeinsame Programm soll im Herbst 2026 erscheinen.
Michael Wagener war im Oktober 2025 im Alter von 59 Jahren überraschend gestorben. Mit seinem Tod war zunächst unklar, wie es mit dem 2002 gegründeten unabhängigen Verlag weitergehen würde.
Schwerpunkt auf Gegenwartslyrik und Buchkunst
Der gutleut verlag war insbesondere für Gegenwartslyrik, literarische Übersetzungen und künstlerisch gestaltete Buchausgaben bekannt. Das Programm umfasste Werke unter anderem von Jayne-Ann Igel, Christoph Meckel, Thomas Brasch, Yevgeniy Breyger und Tim Holland sowie Übersetzungen internationaler Autorinnen und Autoren.
Mehrfach wurde der Verlag mit dem Hessischen und dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet. Charakteristisch für viele Veröffentlichungen waren die aufwendig gestalteten Ausgaben mit Plakatumschlägen.
Erstes Programm erscheint im Herbst 2026
Das neue Imprint „gutleut&gans“ startet im Herbst mit zwei Veröffentlichungen: dem Gedichtband der meere lidloser schlag von Jayne-Ann Igel sowie dem deutschsprachigen Debüt besorg dir ein nichts aus dem alltag von Elza Javakhishvili.
Die programmatische Leitung übernehmen künftig der Lyriker und Übersetzer Yevgeniy Breyger sowie Alexander Kappe, der zuletzt bereits als Assistent von Michael Wagener tätig war. Die Gestaltung der Bücher verantwortet die Designerin Angerona Ambrasaitė.
Gans Verlag erweitert literarisches Programm
Der Berliner Gans Verlag wurde 2016 von Ulrich Leinz gegründet. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Fachbüchern, seit 2023 wurde das Programm um zeitgenössische Belletristik und Essays erweitert.
Zu den bisherigen Veröffentlichungen zählen unter anderem Jan Kuhlbrodts Roman Krüppelpassion sowie Essaybände von Björn Hayer und Alexandru Bulucz. Auch Lyrik gehört bereits zum festen Bestandteil des Verlagsprogramms.
Ulrich Leinz erklärte zur Übernahme des Imprints, das gutleut-Programm sei insbesondere im Bereich der Lyrik eine passende Ergänzung für den Gans Verlag.
Topnews
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Bachmannpreis 2026: Diese 14 Autorinnen und Autoren lesen in Klagenfurt
Netz ohne Fischer, aber mit Wirkung – Rezension zu Sascha Kokots „Geisternetze“
Literatur, KI und Sichtbarkeit: Marc Elsberg über den Wandel des Buchmarkts
Tag 3 beim Bachmannpreis 2025:
Echt jetzt? Absage von Ulf Poschardts Shitbürgertum – ein Lehrstück über Debattenkultur und Verlagsängste
Aktuelles
Media Control ehrt Fitzek, Zeh und Campino in Baden-Baden
Je größer der Dachschaden, desto besser die Aussicht von Alexandra Potter: Warum dieser Roman viel klüger ist, als sein Titel vermuten lässt
Der gutleut verlag wird als „gutleut&gans“ weitergeführt
Guardian-Liste: Die 100 besten Romane aller Zeiten
Das Glück hat acht Arme von Shelby Van Pelt: Warum dieser Roman über einen Oktopus so viele Menschen berührt
Im Krebsgang – Günter Grass
Die Maschine und der Satz
Was die aktuelle Bestsellerliste über das Lesen im Jahr 2026 verrät
Ein weites Feld – Günter Grass
Der Butt – Günter Grass
Bachmannpreis 2026: Diese 14 Autorinnen und Autoren lesen in Klagenfurt
Katz und Maus – Günter Grass
Hundejahre – Günter Grass
Die Blechtrommel – Günter Grass
Warum man diesen Sommer Günter Grass lesen sollte – und warum seine Bücher bleiben
Rezensionen
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini: Ein Roman über Demenz, Würde und die kleinen Momente des Menschseins
Leo Tolstoi: Wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ das Sterben aus der Sprache der Gesellschaft befreit
Träume aus Salz von Anika Landsteiner: Ein Roman über Verlust, Fernweh und die Frage, wie man mit Erinnerungen weiterlebt
Zwischen gestern und für immer von A. D. Wilk: Ein Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, ob Liebe Zeit überdauern kann
Häftling von Freida McFadden: Dieser Psychothriller spielt mit Angst, Erinnerung und der Frage, wem man glauben kann
Der Friede im Osten: Erik Neutschs Romanzyklus als Chronik eines historischen Versuchs